Körbchen

Urlaubsvorbereitungen

Habe ich alles ein­ge­packt? Ich prüfe lieber die Tasche nochmal. »Schatz? Hast du das Hun­de­spiel­zeug gesehen? Das komi­sche schwarze mit dem Puschel­schwanz, das er so gerne hat?«… Stille… Dann ein Grunzen. »Schaaaaaatz?« … »Ja, was ist denn?!« – »Hast du das schwarze Spiel­zeug gesehen, das mit dem Puschel­schwanz?« – »Nein.« – »Kannst du es kurz suchen?« – »Keine Zeit, ich packe.« – »Ja, ich doch auch, des­we­gen brauche ich ja das schwarze Puschel­din­gens!« – »Du hast doch schon drei Spiel­zeuge für den Hund mit­ge­nom­men, lass es doch einfach da.« – »Das eine ist ein Ball, das andere ein Ziehtau und das dritte ein Schwimm­spiel­zeug, das zählt nicht!« »Und ob das zählt, der wird es schon ver­kraf­ten, wenn das schwarze Kuschel-Puschel-Schwanz-Teil nicht dabei ist.« – »Er soll sich aber in der Feri­en­woh­nung wohl fühlen und er kuschelt so gerne mit dem Puschel!!«

Ist Packen für den Hund nicht was schönes? Als ob man nicht schon für sich als Ein­zel­per­son manch­mal völlig über­for­dert wäre mit der Frage »Was nehme ich mit, wie wird das Wetter und habe ich auch nichts ver­ges­sen?« Nein, für den Hund muss auch nochmal eine extra Tasche mit. Habe ich genug Futter dabei, kann ich im Urlaub welches nach­kau­fen, soll ich ihm was zu knab­bern mit­neh­men, packe ich Geschirr und Hals­band ein, welche Leine nehme ich mit, packe ich ihm eine Decke oder ein Lie­ge­kis­sen ein und zu guter Letzt: Welche Spiel­sa­chen nehme ich mit? Zumin­dest ich stehe jedes Mal vor dem Problem, dass mein eigener Koffer meist recht schnell gepackt – oder zumin­dest voll und am Ende seiner Kapa­zi­tä­ten – ist, die Tasche für den Hund aber nicht. Also nehme ich den Finger an das Kinn und über­lege, und über­lege … und über­lege.

Es ist schon erstaun­lich, wie viele Hun­de­sa­chen sich im Lauf eines so viel zu kurzen Lebens ansam­meln. Eine Samm­lung an Stoff­tie­ren, die manchen Kin­der­zim­mern Kon­kur­renz machen würde, natür­lich ein paar quiet­schende Exem­plare, ein biss­chen was zum gemein­sa­men Spielen wie Zerr­taue und ein – zwei, oder drei, da »ein« schon mal unter dem Schrank ver­schwun­den – Fut­ter­ball. Dazu noch Decken, Kissen und Körb­chen und nicht zu ver­ges­sen die beacht­li­che Samm­lung an »Hun­de­klei­dung«, vom schlich­ten Hals­band bis zum Edel­schmuck­stück.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber gerade zur Urlaubs­zeit denke ich oft: Woher hab ich das ganze Zeug und wozu? Einen Teil der Sachen hatte ich schon wieder ver­ges­sen, ehe ich sie beim Pack­ver­such zufäl­lig aus einer Ecke gezogen hatte. Übri­gens: Der Hund machte sofort große Augen, als habe auch er das Teil ver­ges­sen, aber schmerz­lich ver­misst. Nun weiß ich auch, was ich ihm ein­pa­cke: Genau dieses Spiel­zeug. Und weil er immer so süß schaut, wenn er etwas neues bekommt, kaufe ich ihm im Urlaub noch ein Sou­ve­nir!