Was dürfen Welpen fressen?

was_duerfen_welpen_fressenGrund­sätz­lich darf ein Welpe alle Lebens­mit­tel zu sich nehmen, die ein adulter Hund auch fressen darf (siehe hierzu »Was darf mein Hund fressen?«). Das heißt fast jedes Gemüse (Nacht­schat­ten­ge­wächse und Avocado aus­ge­nom­men), so gut wie jedes Obst (außer Trauben, egal ob kernlos oder nicht), Milch­pro­dukte, Eier, Nüsse, Spros­sen, Samen und natür­lich Fleisch, Knochen sowie Inne­reien mit Aus­nahme von Schwei­ne­fleisch (siehe Krank­heits­er­re­ger im Fleisch – der Aujes­zky-Virus).
Umge­kehrt sind für Hunde eher unbe­kömm­li­che oder giftige Lebens­mit­tel auch für Welpen tabu. Bei ihnen ist auf­grund des gerin­ge­ren Gewichts beson­dere Vor­sicht geboten, wenn sie eine dieser Sub­stan­zen zu sich genom­men haben. Ein Besuch oder Anruf beim Tier­arzt ist in solchen Fällen ange­ra­ten.

 

 

Wie oft am Tag sollte ich meinen Welpen füttern?

Einer der wenigen Unter­schiede zwi­schen Welpen und aus­ge­wach­se­nen Hunden – abge­se­hen vom Gesamt­ta­ges­be­darf – besteht in der Menge an Mahl­zei­ten pro Tag. Zumeist wird geraten, Welpen vier bis fünf Mal täglich zu füttern, um die Ver­dau­ung »in Schwung« zu halten. Mit der Zeit kann auf drei bis vier Mahl­zei­ten pro Tag und schließ­lich auf zwei bis drei Mahl­zei­ten beim erwach­se­nen Hund gewech­selt werden. Außer­dem emp­fiehlt es sich, statt harter Rin­der­kno­chen auf Hüh­ner­hälse, Hüh­ner­schen­kel, je nach Hun­de­größe und -kraft auch wei­chere Kalbs­kno­chen zurück zu greifen. Diese können zunächst auch gewolft ver­füt­tert werden, doch gerade im Zahn­wech­sel werden Ihnen ihr Hund und Ihre Möbel danken, wenn Ihr Welpe mit den Knochen/Knorpeln beschäf­tigt ist und damit den gestei­ger­ten Kaud­rang abbauen kann.

Auf blä­hen­des Gemüse wie Kohl­sor­ten sowie auf säu­re­för­dern­des Obst wie Ananas sollte zunächst ver­zich­tet werden. Beides kann nach und nach in kleinen Mengen pro­be­weise ver­füt­tert werden, sollte aber nicht sofort einen großen Bestand­teil der Bei­la­gen­ra­tion aus­ma­chen.

 

 

Umstellung auf Barf beim Welpen

Wurde der Welpe bereits beim Züchter gebarft, erle­digt sich die Frage nach der Umstel­lung von vor­ne­her­ein. Doch nicht jeder Welpe kennt bereits rohes Fleisch, beson­ders Tier­schutz- oder Tier­heim­hunde trifft das in den sel­tens­ten Fällen zu. Auch ein Welpe muss daher erst einmal an fri­sches Fleisch gewöhnt werden.

Ten­den­zi­ell ist die Umstel­lung bei Welpen ein­fa­cher als bei erwach­se­nen, älteren Hunden. Dennoch sollte nicht ver­ges­sen werden, dass der Umzug in ein neues Heim meist großer Stress für einen Welpen ist und nicht selten zu Durch­fall führt. Oftmals wird daher dazu geraten, zunächst das gewohnte Futter für ein oder zwei Wochen wei­ter­zu­füt­tern und erst dann umzu­stel­len (dies gilt für die Umstel­lung auf ein anderes Fer­tig­fut­ter wie für die Umstel­lung auf Barf). Züchter geben aus diesem Grund meist ein wenig von ihrem Futter für die Umge­wöh­nungs­zeit mit. Dieses wird zunächst als volle Ration, dann langsam schlei­chend nur noch antei­lig gefüt­tert. Nach und nach redu­ziert sich so der Anteil an Tro­cken­fut­ter, während der Bar­f­an­teil steigt.

Wer sich ganz langsam her­an­tas­ten möchte, mischt unter das Fer­tig­fut­ter zunächst nur ein paar frische Zutaten wie Banane oder Hüt­ten­käse oder ver­füt­tert eine geson­derte Mahl­zeit mit Hüt­ten­käse, Banane/Apfel und etwas Öl. Wird dies ver­tra­gen, kann mit dem Bei­mi­schen von Fleisch und dem Stei­gern des Bar­f­an­teils in Bezug auf die Tages­ge­samt­ra­tion begon­nen werden.

Je nachdem, wie gut der Hund diese ersten Annä­he­run­gen ver­kraf­tet hat, können alle Mahl­zei­ten des Tages recht rasch auf die Roh­füt­te­rung umge­stellt werden. Ist der Hund dahin­ge­hend ein wenig emp­find­lich oder sen­si­bel, sollte schlei­chen­der gewech­selt werden. Dieser Vorgang kann dann bis zu ein paar Wochen dauern. Hier wird mit zehn Prozent Barf und 90 Prozent Tro­cken­fut­ter über zwei bis drei Tage begon­nen, dann wird das Ver­hält­nis alle zwei bis drei Tage zuguns­ten des Barfs um zehn Prozent ver­scho­ben. Meist ver­tra­gen Welpen eine zügige Umstel­lung jedoch recht gut.

2 Kommentare

  1. Andi

    Hallo bis zu welchem Alter ist ein Hund ein Welpe und ab wann zählt er als Jung-Hund?
    Ich weiß das Alter ist eine Ein­stel­lungs­sa­che 😀 aber kann man das auch an einer Zahl fest­ma­chen?

    1. Vitaler Hund

      Huhu,

      das wird sehr unter­schied­lich bemes­sen und hängt letzt­end­lich nicht nur von der per­sön­li­chen Ent­wick­lung des ein­zel­nen Hundes, sondern vor allem von dessen Wachs­tum und erwar­te­ter End­größe ab. Ver­all­ge­mei­nert kann man sagen, dass ein größer wer­den­den Hund länger braucht, um kör­per­lich und geistig zu reifen, und somit auch länger in die Welpen- und Jung­hun­de­phase fällt.

      Vete­ri­när­me­di­zi­ner teilen recht genau in Ent­wick­lungs- und Wachs­tums­pha­sen ein, also wie sich das Gehirn ent­wi­ckelt, wozu der Hund schon fähig ist usw.. Das betrifft aber eher die „Baby­wel­pen­zeit“ der ersten paar Lebens­wo­chen. Manche Hun­de­schu­len bemes­sen diese Zeit recht kurz und werfen einen Welpen schon mit drei Monaten raus und rüber in die Jung­hun­de­gruppe, was ich per­sön­lich als viel zu früh emp­finde. In jungem Alter sind Hunde am auf­nah­me­fä­higs­ten, wes­we­gen beson­ders der Kontakt mit Art­ge­nos­sen und der Außen­welt „trai­niert“ oder besser geübt werden sollte (dass die Erzie­hung dennoch nicht still­ste­hen darf, sollte klar sein).

      Der Umschwung zum Jung­hund findet in der Regel zwi­schen der 16. und 18. Lebens­wo­che statt. Manche behar­ren darauf, dass spä­tes­tens die 18. Lebens­wo­che die ist, ab der der Hund kein Welpe mehr ist. Ob das nun so wichtig ist und vor allem auch begrün­det, sei mal dahin­ge­stellt. Eine ein­fa­chere Faust­re­gel ist, dass man vom Jung­hund spricht, sobald der Zahn­wech­sel vorüber ist. Das haut recht gut hin, wenn der Hund mit vier Monaten zahnt. Es kann aber auch sein, dass er erst im siebten Lebens­mo­nat zahnt. 

      Was die Jung­hun­de­phase vor allem aus­macht, ist die Geschlechts­reife. Hier wird puber­tiert, aus­ge­tes­tet und sich ent­wi­ckelt. Teen­ager eben ;). Diese Phase driftet dann so langsam ins Erwach­sen­wer­den über – worauf manche Hun­de­hal­ter ein Hun­de­le­ben lang warten :P.

      Liebe Grüße

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