Versorgung mit Eisen

Der Eisen­be­darf wird wie in »Ist ein hoher Nähr­stoff­ge­halt in guter Nähr­stoff­ge­halt?« beschrie­ben durch die normale Tages­ra­tion an Fleisch, Knochen, Inne­reien und Bei­la­gen in etwa gedeckt. Dies gilt, wenn man einen Bedarfs­wert von etwa 0,8mg pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht pro Tag annimmt. Die Angaben zum Tages­be­darf schwan­ken jedoch zwi­schen 0,6 und 1,4mg. Somit könnte man den Eisen­be­darf als gedeckt oder knapp nicht gedeckt betrach­ten. Wobei sich letz­te­res erüb­rigt, werden nicht zwei, sondern drei Prozent des Kör­per­ge­wichts als Tages­ge­samt­ra­tion ver­an­schlagt. Diese große Spanne kommt dadurch zustande, dass Eisen nicht aus jeder Nah­rungs­quelle in dem Umfang auf­ge­nom­men werden kann, wie es auch ent­hal­ten ist. Außer­dem steigt der Bedarf bei Blut­ver­lust, da das Eisen zur Neu­bil­dung roter Blut­kör­per­chen gebraucht wird. Der obere Grenz­wert von 1,4mg sollte nicht über­schrit­ten werden.

 

Wer zusätz­li­ches Eisen füttern möchte, hat eigent­lich nur zwei Lebens­mit­tel mit einem nen­nens­wer­ten Gehalt zur Auswahl.

Blut ist von allem, was in der Hun­de­er­näh­rung zur Auswahl steht, wohl am reichs­ten an Eisen. Es enthält 43mg pro 100g. Nur ein Nah­rungs­mit­tel liegt knapp darüber: Bier­hefe mit 50mg pro 100g. Jedoch sind die in der Praxis ver­füt­ter­ba­ren Mengen an Bier­hefe nur sehr gering. Ein Tee­löf­fel davon, was der Dosie­rung bei einer Kur für einen 30 Kilo­gramm schwe­ren Hund in etwa ent­spricht, wiegt gerade mal ein Gramm. 

Beim Gemüse ent­hal­ten vor allem Bohnen mit 10mg pro 100g eine nen­nens­werte Eisen­menge. Als Hül­sen­früchte sollten sie jedoch nur sparsam gefüt­tert werden.

Es zeigt sich also, dass nur zusätz­lich in die Fut­ter­ra­tion gemisch­tes Blut oder eine größere Rati­ons­menge an Leber (22mg Eisen auf 100g) den Eisen­ge­halt der Nahrung merk­lich und in der Praxis umsetz­bar erhöhen können. Zwin­gend not­wen­dig ist es beim nor­ma­len Bedarf eines aus­ge­wach­se­nen Hundes jedoch nicht.

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