Versorgung mit Zink und Biotin

Biotin und Zink spielen gemein­sam eine wich­tige Rolle für die Talg­pro­duk­tion der Haut und damit für eine gesunde Haut und ein schönes Fell. Beide werden daher oft zusam­men­ge­fasst und in Ergän­zungs­prä­pa­ra­ten kom­bi­niert. Da es auch in der Roh­füt­te­rung haupt­säch­lich um diese Wirkung geht und des­we­gen auch so viel Wert auf deren Gehalt in Inne­reien gelegt wird, werden beide an dieser Stelle zusam­men behan­delt. Außer­dem ent­hal­ten die meisten Lebens­mit­tel, die einen hohen Biotin-Gehalt auf­wei­sen, auch eine nen­nens­werte Menge an Zink.

 

Im Artikel »Ist ein hoher Nähr­stoff­ge­halt ein guter Nähr­stoff­ge­halt?« wurde bereits aus­ge­führt, dass die täg­li­che Ration an Fleisch, Knochen, Inne­reien und Bei­la­gen wie in der Rati­ons­be­rech­nung vor­ge­schla­gen den Bedarf an Biotin aus­rei­chend deckt, den Bedarf an Zink nicht, wenn mit zwei und nicht mit drei Prozent des Kör­per­ge­wichts als Tages­ge­samt­ra­tion gerech­net wird. Wird also eine ver­hält­nis­mä­ßig geringe Tages­ge­samt­ra­tion ver­an­schlagt, sollten für das Bei­spiel eines 30 Kilo­gramm schwe­ren Hundes noch etwa 11mg Zink täglich zuge­führt werden.

In der Praxis zeigt sich jedoch, dass dies schein­bar nicht – oder zumin­dest nicht dau­er­haft – not­wen­dig ist. Darüber hinaus ist es über die reine Lebens­mit­tel­zu­fuhr auch nicht möglich, sofern nicht die Tages­ge­samt­ra­tion im Ganzen auf etwa drei Prozent erhöht wird. Dann käme es erst gar nicht zu diesem Zink-Defizit in der Nahrung.

Zwar weisen Nüsse oder auch Bier­hefe einen hohen Gehalt an Zink (und Biotin) auf, doch würde dieser die Füt­te­rung von etwa 200g Nüssen oder Bier­hefe jeden Tag erfor­dern. Diese Mengen können in der prak­ti­schen Füt­te­rung nicht umge­setzt werden.

Es kann also zunächst aus­pro­biert werden, ob der indi­vi­du­elle Zink­be­darf des Hundes bereits mit der grund­le­gen­den Rati­ons­be­rech­nung aus­rei­chend gedeckt wird und Fell und Haut ent­spre­chend gesund wirken. Ist dies nicht der Fall, sollte ein Barf­zu­satz ver­wen­det werden. Bei lang­haa­ri­gen Hunden steigt zudem der Bedarf während des Fell­wech­sels, sodass eine Bier­he­fe­kur über zwei bis vier Wochen zu dieser Zeit emp­feh­lens­wert ist. Alter­na­tiv kann natür­lich auch zu dieser Zeit ein Barf­zu­satz ver­wen­det werden.

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