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Obstfütterung

ObstfuetterungObst kann eine will­kom­mene Abwechs­lung auf dem Spei­se­plan jedes Hundes sein, auch wenn er Fer­tig­fut­ter bekommt. In der Roh­füt­te­rung macht Obst etwa ein Drittel der pflanz­li­chen Ration aus. Ent­spre­chend wichtig ist Abwechs­lung in der Obst­füt­te­rung und damit ein­her­ge­hend das Wissen, welches Obst ver­füt­tert werden kann. Um dies vorweg zu nehmen: Nahezu jedes Obst für Hunde bekömm­lich. Dennoch sollen hier ein paar Tipps zur Ver­ar­bei­tung und eine Liste von Obst­sor­ten, die ver­füt­tert oder nicht ver­füt­tert werden können, gegeben werden.

 

 

Wie muss Obst zubereitet werden?

Ver­gleich­bar der Gemü­se­füt­te­rung sollte Obst immer zer­klei­nert ver­füt­tert werden. Hunde und Wölfe nehmen in der Natur zwar Beeren und Fall­obst in reiner Form auf, dennoch fällt es ihnen auf­grund ihres Gebis­ses meist schwer, das Obst richtig zu zer­klei­nern. Weiches Obst wie Banane kann einfach zer­drückt werden, här­te­res Obst kann mit einem Pürier­stab oder Mixer zer­klei­nert werden. Obst sollte immer reif bis über­reif, aber kei­nes­falls schimm­lig, ver­füt­tert werden. Manche Obst­sor­ten müssen geschält (zum Bei­spiel Bananen), andere ent­kernt oder ent­steint werden (zum Bei­spiel Äpfel oder Pflau­men). Obst­kerne und -steine sollten niemals ver­füt­tert werden, da sie die giftige Blau­säure ent­hal­ten, welche in grö­ße­rer Menge toxisch wirkt. Eine Aus­nahme ist zum Bei­spiel der Gra­nat­ap­fel, bei welchem sogar aus­schließ­lich die Kerne ver­füt­tert werden. Die nach­ste­hend auf­ge­führ­ten Obst­sor­ten können – sofern nicht anders ver­merkt – nur ent­kernt ver­füt­tert werden. Obst kann zusam­men mit Fleisch und/oder Gemüse, aber auch in einer sepa­ra­ten Mahl­zeit ver­füt­tert werden. Wichtig ist, zu Beginn nicht allzu viele ver­schie­dene Obst­sor­ten zu ver­füt­tern, nach und nach aber für aus­rei­chend Abwechs­lung zu sorgen. Zwei bis drei ver­schie­dene Obst­sor­ten sollte eine Obstra­tion ent­hal­ten.

 

 

Welches Obst darf ein Hund fressen?

  • Apfel(-essig, -mus): eignen sich auf­grund ihres Pek­tin­an­teils gut für eine Schon­kost bei Durch­fall, Apfel­es­sig eignet sich gut als Kur
  • Ananas: regt die Eiweiß- und Fett­ver­dau­ung an, hoher Säu­re­ge­halt, sollte daher nur sehr reif und selten ver­füt­tert werden, gar nicht, bei Neigung zum Über­säu­ern ist Vor­sicht bei der Füt­te­rung geboten
  • Apri­kose: wirkt blut­bil­dend, appe­tit­an­re­gend und harn­trei­bend
  • Banane (geschält)
  • Birne
  • Blau­bee­ren
  • Brom­bee­ren
  • Feige: wirkt abfüh­rend
  • Hage­but­ten­scha­len: ent­hal­ten viel Vitamin C und können in Pul­ver­form als Kur ver­füt­tert werden
  • Hei­del­bee­ren: können abfüh­rend und ent­gif­tend wirken, unter­stüt­zen die Blut­bil­dung
  • Himbeeren/Himbeerblätter
  • Holun­der­bee­ren: können roh oder unreif Ver­gif­tungs­er­schei­un­gen aus­lö­sen, abge­koch­ter und gesieb­ter Saft sowie getrock­nete Früchte können in kleinen Mengen und selten ver­füt­tert werden, wirken harn­trei­bend und blut­rei­ni­gend
  • Johan­nis­bee­ren (rot und schwarz): wirken harn­trei­bend und blut­rei­ni­gend
  • Kir­schen
  • Kiwi: immun­stär­kende (hoher Vitamin-C-Gehalt), blut­rei­ni­gende und harn­trei­bende Wirkung, hoher Säu­re­ge­halt, sollte daher nur sehr reif und selten ver­füt­tert werden,  bei Neigung zum Über­säu­ern ist Vor­sicht bei der Füt­te­rung geboten
  • Kle­men­ti­nen: Zitrus­frucht, daher hoher Säu­re­ge­halt, dürfen also nur in kleinen Mengen ver­füt­tert werden, bei Neigung zum Über­säu­ern ist Vor­sicht bei der Füt­te­rung geboten
  • Man­da­ri­nen: Zitrus­frucht, daher hoher Säu­re­ge­halt, dürfen also nur in kleinen Mengen ver­füt­tert werden, bei Neigung zum Über­säu­ern ist Vor­sicht bei der Füt­te­rung geboten, hoher Gehalt an Vitamin C (immun­stär­kend)
  • Melone (alle Sorten)
  • Mira­belle: regt Ver­dau­ung und Spei­chel­pro­duk­tion an, wirkt positiv auf Kreis­lauf und Nieren
  • Nek­ta­rine: blut­rei­ni­gend, ent­wäs­sernd, stoff­wech­sel­re­gu­lie­rend, regt die Ver­dau­ung an und wirkt positiv auf die Nieren
  • Orangen: wirken blut­rei­ni­gend und immun­stär­kend, senken hohen Blut­druck 
  • Pfir­sich: blut­rei­ni­gend, ent­wäs­sernd, stoff­wech­sel­re­gu­lie­rend, regt die Ver­dau­ung an und wirkt positiv auf die Nieren
  • Pflaume: ver­dau­ungs­för­dernd, regt die Pro­duk­tion von Spei­chel und Magen­saft an
  • Prei­sel­bee­ren: können in grö­ße­rer Menge zu Durch­fall führen, wirken anti­bak­te­ri­ell und in gewis­sem Maß vor­beu­gend gegen Harn­wegs­in­fekte 
  • Tan­ge­ri­nen: immun­stär­kend (hoher Vitamin-C-Gehalt), hoher Säu­re­ge­halt, bei Neigung zum Über­säu­ern ist Vor­sicht bei der Füt­te­rung geboten
  • Zwetsch­gen: ver­dau­ungs­för­dernd, regt die Pro­duk­tion von Spei­chel und Magen­saft an

Eine Über­sicht der Lebens­mit­tel, die Hunde für Hunde giftig oder nur bedingt bekümm­lich sind, finden Sie unter »Welche Lebens­mit­tel sind poten­ti­ell giftig für Hunde?«, eine aus­führ­li­che Liste aller für Hunde ungif­ti­gen Lebens­mit­tel unter »Welche Lebens­mit­tel darf mein Hund fressen?«.

2 Kommentare

  1. Yvonne Märkl

    Haben Sie mir einen leicht zuzu­be­rei­ten­den Spei­se­plan, da mein Hund über­haupt nichts frisst aus dem Zoo­han­del!!!

    1. Vitaler Hund

      Hallo,

      leider ist es nicht ganz so einfach. Zum einen sollte abge­klärt werden, ob der Hund das Futter ver­wei­gert, oder ob er krank ist.
      Dann stellt sich die Frage, was der Hund bekom­men soll, was er ver­trägt, ob er All­er­gien hat, wie alt er ist und wie hoch ent­spre­chend die Ration berech­net werden sollte. Dann ist es jedoch recht einfach: Etwa 50 Prozent Mus­kel­fleisch, 10 Prozent Knochen, 10 Prozent Inne­reien, 30 Prozent Obst, buntes Gemüse und grünes Gemüse zu glei­chen Teilen. Genaue­res zur Zube­rei­tung etc. finden Sie im gesam­ten Barf­be­reich hier auf der Seite.
      Ich würde aber zu aller­erst die gesund­heit­li­chen Aspekte abklä­ren lassen, ehe Sie eine kom­plette Fut­ter­um­stel­lung in Betracht ziehen.

      Liebe Grüße

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