Bierhefe

BierhefeflockenBier­hefe – ein Abfall­pro­dukt der Bier­her­stel­lung – zeich­net sich vor allem durch ihre posi­tive Wirkung auf die Talg­bil­dung und damit auch Haut und Fell aus. Der hohe Gehalt an Biotin und Zink ist dafür ver­ant­wort­lich. Eine pro­bio­ti­sche Wirkung auf den Ver­dau­ungs­trakt wird eben­falls ver­mu­tet. Bier­hefe ist neben Biotin vor allem reich an Vit­ami­nen der B-Gruppe, aber auch an Mine­ra­lien. Bei manchen Hunden löst sie aller­dings Blä­hun­gen aus. Die meisten Fut­ter­mit­tel ent­hal­ten heut­zu­tage bereits Bier­hefe oder ein anderes Produkt mit hohem Gehalt an Biotin und Zink für die Haut­pflege. Eine dau­er­hafte zusätz­li­che Gabe ist daher nicht not­wen­dig, aller­dings bietet sich eine Bier­hefe-Kur bei Bedarf (zum Bei­spiel Fell­wech­sel, stumpfes/talgiges Fell, Haut­pro­bleme, Kot­fres­sen) durch­aus an.

Beim Barfen kann Bier­hefe auch dau­er­haft als Biotin- und Zin­k­lie­fe­rant ein­ge­setzt werden, beson­ders wenn auf die Füt­te­rung ver­schie­de­ner Inne­reien ver­zich­tet wird.

Erhält­lich ist Bier­hefe sowohl in flüs­si­ger Form als auch als Flocken, Pulver oder Tablet­ten. Auf­grund bes­se­rer Ver­träg­lich­keit sind die ersten beiden Formen zu bevor­zu­gen. Ein Tee­löf­fel bis zu einem Ess­löf­fel – je nach Größe des Hundes – reichen für eine Kur aus. Bei Pulver und Tablet­ten ist die Dosie­rung der Packungs­bei­lage bezie­hungs­weise dem Packungs­auf­druck zu ent­neh­men.

Achtung: Bier­hefe darf nicht an Hunde mit Epi­lep­sie ver­füt­tert werden!

2 Kommentare

  1. Frau N. Dietrich

    Bin über­rascht, dass man Bier­hefe darf nicht an Hunde mit Epi­lepsie ver­füt­tert darf! Können Sie mir bitte erklä­ren warum und was ich statt­des­sen als Ergän­zungs­mit­tel BARF ein­set­zen kann? Vielen Dank!

    1. Vitaler Hund

      Hallo Frau Diet­rich,

      es gibt leider einige Lebens­mit­tel, die zumin­dest im Ver­dacht stehen, epi­lep­ti­sche Anfälle bezie­hungs­weise Krampf­an­fälle zu begünstigen/auszulösen. Dazu zählen auch Salbei, Ysop, Fenchel und Ros­ma­rin oder auch Nacht­ker­zenöl. Gluten (Getreide) ist eben­falls ein pro­mi­nen­tes Bei­spiel. Man spricht bei diesen Lebens­mit­teln daher von Epi­lep­sie-Aus­lö­sern.

      Was einen Ersatz angeht: Ging es um die aus­glei­chende Wirkung des ent­hal­te­nen Biotins auf die Talg­pro­duk­tion der Haut, kann auf Eigelb zurück­ge­grif­fen werden. Wobei auch hoch­wer­tige Öle/Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6) positiv auf Haut und Fell wirken. Dazu zählen Oli­venöl oder auch Mischöle (meist beschrif­tet mit »Für eine gesunde, her­z­ori­en­tierte Ernäh­rung« o.ä.).

      Gene­rell gibt es jedoch vieles, was einen Anfall aus­lö­sen kann, liest man die Berichte Betrof­fe­ner durch (ob Hund oder Mensch). Auf der anderen Seite gibt es wohl auch hilf­rei­che Lebensmittel/Nährstoffe, bei­spiels­weise Honig und Taurin. Da das aber ein sehr kom­ple­xes und indi­vi­du­el­les Thema ist, würde ich hier drin­gend zur Abspra­che mit einem Tier­arzt und einem Ernäh­rungs­be­ra­ter raten, die gemein­sam mit Ihnen einen pas­sen­den Plan und eine Liste mit ver­bo­te­nen und nütz­li­chen Lebensmitteln/Nährstoffen erstel­len.

      Alles Gute für Ihren Hund!

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