Kokos

KokosraspelnKokos wird abweh­rende Eigen­schaf­ten in Bezug auf Para­si­ten nach­ge­sagt – vor allem bei Darm­pa­ra­si­ten wie Würmer oder auch Candida albi­cans (ein Hefepilz, der in den Schleim­häu­ten (beson­ders Ver­dau­ungs­trakt, aber auch Geni­ta­lien) zu finden ist). Im Gegen­satz zu vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Wurm­mit­teln wird der Kokos­nuss sogar eine pro­phy­lak­ti­sche – das heißt vor­beu­gende – Wirkung zuge­schrie­ben. Die regel­mä­ßige Füt­te­rung soll einen Wurm­be­fall ver­hin­dern und sogar bei akutem Befall vor­han­dene Para­si­ten abtöten. Zudem soll es sich positiv auf die Ver­dau­ung aus­wir­ken. Diese Wirkung ist aller­dings nicht nach­ge­wie­sen, wes­we­gen zumin­dest bei akutem Befall der Griff zu einem vete­ri­när­me­di­zin­schen Mittel ange­ra­ten ist.

 

Darreichungsformen

Die Kokos­nuss lässt sich aus offen­sicht­li­chen Gründen schlecht am Stück ver­füt­tern. Ohnehin sind frische Kokos­nüsse nur schwer im Laden erhält­lich. Aber zum Glück gibt es Alter­na­ti­ven: Kokos­flo­cken oder Kokos­ras­peln eignen sich am besten für die Füt­te­rung. Etwa ein Tee­löf­fel hiervon pro Tag (je nach Größe des Hundes) soll bereits erwähnte Darm­pa­ra­si­ten fern­hal­ten.

Und dann gibt es noch Kokosöl (auf­grund seiner festen Beschaf­fen­heit hin und wieder auch Kokos­fett genannt). Es wird von vielen Hun­de­hal­tern zur Zecken­pro­phy­laxe ein­ge­setzt. Das Auf­tra­gen ist ganz einfach, da Kokosöl erst ab etwa 25 Grad flüssig wird. Bei nied­ri­ge­ren Tem­pe­ra­tu­ren hat es eine fest-fettige Kon­sis­tenz. Ein kleiner Klecks davon auf den Finger, in den Händen ver­rei­ben und dadurch ver­flüs­si­gen, anschlie­ßend einmal über den Hund (beson­ders im Bein- und Bauch­be­reich, aber auch am Rücken) rüber­strei­cheln, um das Öl gleich­mä­ßig zu ver­tei­len. Diese Pro­ze­dur wird in der ersten Woche täglich, anschlie­ßend alle zwei bis drei Tage wie­der­holt. Erfah­rungs­be­rich­ten zufolge redu­ziert sich der Zecken­be­fall dadurch auf ein Minimum oder stellt sich sogar ganz ein. Wichtig ist die Wahl des rich­ti­gen Kokos­öls. Der für die Zecken­pro­phy­laxe angeb­lich ent­schei­dende Wert ist die Laurin­säure. Von dieser sollten min­des­tens 45, eher noch 60 Prozent (der abso­lute Spit­zen­wert) ent­hal­ten sein. Die höchs­ten Werte erzie­len meist die scho­nend zube­rei­te­ten, nativen und kalt­ge­press­ten Bio-Pro­dukte.

Laurin­säure soll für Zecken, die sich mit ihrem Haller’schen Organ ihre Opfer anhand von Schweiß und che­mi­schen Stoffen suchen, sozu­sa­gen »unan­ge­nehm riechen«. Die Laurin­säure ist es auch, welche die Wirkung der Kokos­rap­seln gegen Würmer und andere Para­si­ten begrün­den soll. Ihr wird zudem eine posi­tive Wirkung gegen Insek­ten­sti­che nach­ge­sagt. Anti­mi­kro­bi­ell und somit ver­nich­tend auf Viren soll die Laurin­säure eben­falls wirken.

Der klare Vorteil bei der Ver­wen­dung von Kokos liegt darin, dass es im Gegen­satz zu che­mi­schen Prä­pa­ra­ten nicht belas­tend auf die Ent­gif­tungs­or­gane des Hundes wirkt und all­er­gi­sche Reak­tio­nen sehr selten sind, während vor allem bei klei­ne­ren Hunden Über­re­ak­tio­nen auf Spot-Ons durch­aus vor­kom­men. Nichts desto trotz ist die Wirk­sam­keit nicht unum­strit­ten und basiert wei­test­ge­hend auf Erfah­rungs­be­rich­ten. Weitere Mög­lich­kei­ten zur Zecken­pro­phy­laxe werden unter »Welche Arten von Zecken­schutz gibt es?« vor­ge­stellt.

3 Kommentare

  1. Anonymous

    Ein wei­te­rer toller Effekt bei Kokosöl und Kokos­fett im Fell ist das der Hund sehr gut riecht – zum anbei­ßen xD

  2. Tanja

    Das kann ich nur besta­e­ti­gen. Wir wohnen in Costa Rica und haben vor 5 Jahren 2 Hunde zu uns genom­men. Vor allem der aeltere Hund ist wild auf Kokos­nuss. Frische Kokos­nuss gibt es zum Fressen (als erstes weg). Gegen Floehe, Zecken gibt es eine geliebte Ganz­ko­er­per­mas­sage mit dem Oel. Der Boden von der Veranda, wo die Hunde schla­fen wird zuerst mit mit Chlor gerei­nigt und dann mit Koko­soel abge­rie­ben, das tut dem Holz gut und ver­treibt alles Unge­zie­fer fuer mind. 2 Wochen (Tro­pen­klima). Dazu das Floh­hals­band, ohne das geht es hier nicht. Am Anfang (bevor wir Kokos dazu genom­men haben) hat es 1 Monat gewirkt. Nun wirkt es die ver­spro­che­nen 3 Monate. Vor allem die Kokos­nuss als Futter ist sehr wichtig. Keine Wuermer mehr, und wir riechen es extrem, wenn wir mal eine Zeit lang keine Kokos zum futtern gegeben haben. Nach dem ersten Tag Kokos wird gepupst was die Nase nicht aus­ha­ellt. Heisst der Dreck kommt raus. Unsere Huendin ist topfit, der Tier­arzt hat ihr vor 5 Jahren noch 1/2 Jahr gegeben. Heute meint er das gibt noch viele Jahre und sie ist heute 13. Der juen­gere Ruede hatte Staupe, ewige Hot­spots und hatte schon eine VIP Ecke beim Tier­arzt. Heute der Chef vom Dorf und seine Flo­hall­er­gie mit Kokos „und“ Hals­band voll im Griff. Eins alleine reicht fuer ihn nicht aus, da er extrem auf Floh­be­fall reagiert und wie es so ist die Floehe ihn abgoet­tisch lieben. Fuer unsere alte Dame ist nur Kokos gut und aus­rei­chend. Keine Zecken, wenig Floehe (dazu reagiert sie mit Erbre­chen auf die gif­ti­gen Hals­ba­en­der)
    Mit Kokos­nuss im Futter, Koko­soel im Fell und auf der Veranda ist das Leben fuer unsere Hunde leich­ter gewor­den. Und fuer uns auch, da die mit­ge­brach­ten Blut­sauger auch uns oft ange­sto­chen haben. Von wegen Hun­de­flo­ehe gehen nicht auf Men­schen los… die hier schon. Achja und das Futter besteht sonst aus Tro­cken­fut­ter und unseren Essens­res­ten, inkl. Hueh­ner­kno­chen, Reis, gekochte Zwie­beln Paprika Nudeln, Brot, Kohl, viel Knob­lauch, Reis, Fisch­gra­et­ten (die lieben sie und werden aber langsam gekaut und die feinen Graeten aus­ge­spu­ckelt, wie wir Men­schen die Oli­ven­kerne etc.) hier ist noch nie ein Hund erstickt, nur ueber­fah­ren oder ver­gif­tet worden. Oder eben am Unge­zie­fer ein­ge­gan­gen. Kokos hilft hier den Hunden und den Men­schen. „Gegen Zahn­stein“, Wuermer, Pilz, Blut­rei­ni­gend und somit die Immun­kra­efte staer­kend. Ich habe gesehen in Europa kann man schon fertig gescha­elte Kokos­nuesse kaufen, ein Bon­bon­gros­ses Stueck am Tag reicht und wird auch gerne geknab­bert wenn es ver­schrum­pelt ist, fehlt ja nur das Wasser. Oder ganz einfach Kokos­ras­peln ins Futter, aber dann nimmt es der Hund nicht mehr frei­wil­lig. Viele Gruesse aus Costa Rica und hier auf der Kari­bik­seite ist die Kokos­nuss eine der wich­tigs­ten Nah­rungs- und Heil­mit­tel. Das Oel leider sehr teuer und nur abge­kocht (riecht leicht ranzig), aber funk­tio­niert auch.

    1. Vitaler Hund

      Hallo Tanja,

      vielen lieben Dank für diesen aus­führ­li­chen Erfah­rungs­be­richt. Es ist immer schön zu lesen, wenn ein so ein­fa­ches, natür­li­ches Haus­mit­tel solche Wirkung zeigt. Ich freue mich sehr für Sie und Ihre Hunde und wünsche Ihnen nur das Beste!

      Liebe Grüße

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