Schwarzkümmelöl

Schwarz­küm­melöl werden zahl­rei­che posi­tive Eigen­schaf­ten nach­ge­sagt, dar­un­ter die Stär­kung des Immun­sys­tems, die För­de­rung der Wund­hei­lung sowie die Abwehr von Para­si­ten. Die Wirkung auf das Immun­sys­tem soll sich ins­be­son­dere bei all­er­gi­schen Reak­tio­nen zeigen. Bei solchen handelt es sich ver­ein­facht gesagt um eine Über­re­ak­tion auf Stoffe, die eigent­lich gar keine Immun­re­ak­tion aus­lö­sen sollten. Ein belieb­tes und häufig All­er­gien aus­lö­sen­des Bei­spiel sind ver­schie­dene Arten von Pollen, die zur Blü­te­zeit ihrer Pflan­zen in der Luft umher­flie­gen. Bei Hunden sind vor allem All­er­gien auf Floh­spei­chel und Fut­ter­mil­ben häufig, doch auch Fut­ter­mit­tel­all­er­gien zeigen sich immer öfter.

 

Doch was bringt da Schwarz­küm­melöl? Ganz einfach: Es soll das Immun­sys­tem nicht nur stärken, sondern aus­glei­chen. Es soll helfen, die Über­re­ak­tion zu dämpfen oder zu unter­bin­den. Der Grund hierfür seien die im Schwarz­küm­melöl ent­hal­te­nen Pro­sta­glan­dine. Bei ihnen handelt es sich um Lokal­hor­mone, also um solche Hormone, die nahe ihrem Wir­kungs­ort gebil­det werden. Sie spielen nicht nur bei der lokalen Schmerz­ver­mitt­lung eine Rolle, sondern bei­spiels­weise auch bei der Ent­ste­hung von Fieber bei Ent­zün­dungs­pro­zes­sen. Eine all­ge­meine Stär­kung des Immun­sys­tems trägt zudem zur Stei­ge­rung des all­ge­mei­nen Wohl­be­fin­dens bei.

Darüber hinaus wird dem Schwarz­küm­melöl eine gene­rell ent­zün­dungs­hem­mende Wirkung nach­ge­sagt, die bei kleinen Haut­ver­let­zun­gen hilf­reich sein kann. Para­si­ten, ins­be­son­dere Flöhe und Zecken, sollen sich durch die Gabe dieses Öls eben­falls vom Hund fern­hal­ten lassen.

Zur Stär­kung des Immun­sys­tems und zur Para­si­ten­ab­wehr wird emp­foh­len, das Öl über das Futter zu geben. Die genaue Dosie­rung sollte mit einem Tier­arzt oder einem Tier­heil­prak­ti­ker bespro­chen werden. Im Schnitt liegt sie bei acht bis zehn kleinen Tropfen, die einmal täglich ins Futter gegeben werden. Mehr sollte nicht ver­ab­reicht werden. Bei klei­ne­ren Hunden unter 20 Kilo sollten nur vier bis fünf Tropfen ver­ab­reicht werden. Eine zu hohe Dosie­rung kann unter anderem zu Durch­fall führen, soll sich in schlim­me­ren Fällen sogar toxisch auf die Leber aus­wir­ken. Wird das Öl bei einem Hund ange­wen­det, der noch nie welches bekom­men hat, sollte die Ver­träg­lich­keit mit maximal der halben Dosis täglich getes­tet werden. Am besten wird ein Schwarz­küm­melöl für Hunde ver­wen­det. Auf diesen sind meist genauere Dosie­rungs­hin­weise auf­ge­druckt.

 

Um Zecken und Flöhe fern­zu­hal­ten, werden täglich zusätz­lich ein paar Tropfen auf das Fell gegeben. Am ein­fachs­ten gelingt dies, indem man das Öl auf seinen Händen ver­teilt und damit einmal von oben bis unten über Beine, Bauch, Hals und Rücken fährt. Aller­dings kann es mehrere Wochen dauern, bis das Öl seine volle Wirk­sam­keit ent­fal­tet, bei anderen Hunden wirkt es gar nicht. Eine höhere Tages­do­sis ändert daran nichts.

Wer kleine Haut­ver­let­zun­gen mit Schwarz­küm­melöl behan­deln möchte, nimmt am besten eine kleine Menge davon auf den Finger und ver­streicht diese vor­sich­tig auf der Wunde.

Achtung: Schwarz­küm­melöl ist kein Des­in­fek­ti­ons­mit­tel und ersetzt kei­nes­falls die Ver­wen­dung eines solchen! Auch ersetzt es keinen Besuch beim Tier­arzt. Es ist wenn über­haupt ein unter­stüt­zen­des Mittel, welches bei Gabe ins Futter zumin­dest essen­zi­elle Fett­säu­ren enthält.

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