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Teilbarf

Der Begriff Teil­barf wird immer häu­fi­ger ver­wen­det, aber meist nicht genau defi­niert. Unter Teil­barf wird im Prinzip jede Füt­te­rungs­weise zusam­men gefasst, bei welcher Fer­tig­fut­ter – egal ob Nass­fut­ter oder Tro­cken­fut­ter – und Roh­fleisch abwech­selnd gefüt­tert werden. So gesehen ist das Teil­bar­fen eine gute Mög­lich­keit, für Abwechs­lung im Spei­se­plan des Hundes zu sorgen, auch wenn man nicht voll­wer­tig barfen möchte. 

 

Einfach nur etwas Abwechslung…

Es gibt ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten, dem Hund auf diese Weise Abwechs­lung in der Ernäh­rung zu bieten: Ab und an ein Knochen oder ein paar Gramm rohes Fleisch oder Inne­reien können nahezu ohne weitere Kennt­nisse ver­füt­tert werden. Man muss ledig­lich wissen, welche Knochen und welches Fleisch ver­füt­tert werden dürfen und sollte den Hund beson­ders bei der Kno­chen­füt­te­rung nicht aus den Augen lassen. Auch Obst und Gemüse kann hin und wieder zum Futter des Hundes gegeben werden, man sollte ledig­lich um Nacht­schat­ten­ge­wächse, Trauben und Rosinen einen Bogen machen, das Gemüse oder Obst gut zer­klei­nern und ein wenig Öl dazu geben, sodass es auch ver­wer­tet werden kann. Öle und Zusatz­fut­ter­mit­tel, aber zum Bei­spiel auch Nüsse können natür­lich eben­falls jeder­zeit die Hun­de­mahl­zeit ergän­zen. Beim Auf­pep­pen des Futters sind also kaum Grenzen gesetzt. 

 

Vollwertige Teilbarfmahlzeiten

Wenn es aller­dings an Teil­barf im Sinne mehrere Barf­mahl­zei­ten zusätz­lich zu den Trocken- oder Nass­fut­ter­mahl­zei­ten geht, sollte sich in die The­ma­tik des Barfens genauer ein­ge­le­sen und auch die Ration berech­net werden. Als Faust­re­gel geht man davon aus, dass ab etwa 20% der Tages- oder Wochen­ra­tion in Form von Barf diese in sich aus­ge­wo­gen sein müssen. Das heißt Fleisch, Knochen, Inne­reien, Gemüse, Obst und Öl, gege­be­nen­falls auch Milch­pro­dukte und Ei, sollten ver­füt­tert werden. So soll Man­gel­er­schei­nun­gen aus dem Weg gegan­gen werden. Um also die Barf­mahl­zei­ten für diesen Fall zu berech­nen, wird zunächst berech­net, wie viel Prozent der Gesamt­ra­tion (nach Belie­ben Tages- oder Wochen­ge­samt­ra­tion) der Hund an Roh­fleisch bekom­men soll. Anschlie­ßend berech­net man die voll­stän­dige Barf­ra­tion für diesen Zeit­raum, welche dann auf den ent­spre­chen­den Pro­zent­satz her­un­ter gerech­net und von der Trocken- oder Nass­fut­ter­ra­tion abge­zo­gen wird. 

 

 

Einteilung der Mahlzeiten

So wie Getreide und Fleisch wegen der Quell­zeit des Getrei­des getrennt werden sollten, sollten auch Fleisch und Tro­cken­fut­ter getrennt ver­füt­tert werden, auch wenn manche Hunde dies durch­aus ver­tra­gen. Zumin­dest für die Phase der Umstel­lung bezie­hungs­weise die Test­phase, ob der Hund das rohe Fleisch über­haupt ver­trägt, emp­fiehlt sich aber die getrennte Füt­te­rung. Ähnlich wie beim reinen Barfen sollte die Tages- und Wochen­ra­tion berech­net und dann sinn­voll auf in den eigenen Tages­ab­lauf pas­sende Mahl­zei­ten ver­teilt werden. In jeder Mahl­zeit alles zu ver­füt­tern bietet sich auf­grund der recht gerin­gen Mengen beim Teil­barf kaum an, es ist daher emp­feh­lens­wer­ter, Knochen und Inne­reien auf eine Ration pro Woche auf­zu­tei­len, um eine loh­nende Menge zu erhal­ten. Auch die Bei­la­gen müssen nicht immer alles umfas­sen, es genügt bereits, bei einer Mahl­zeit nur Gemüse, bei der anderen nur Obst dazu zu geben.

 

Teil­barf ist also eine schöne Mög­lich­keit, dem Hund etwas Abwechs­lung zu bieten und sein Futter auf­zu­pep­pen, aller­dings sollten auch hier die Grund­la­gen des Barfens beach­tet und zur Sicher­heit berech­net werden, wie eine voll­stän­dige Ration für den Hund aus­se­hen müsste. Und wie immer gilt: Der Hund muss es auch mögen und ver­tra­gen.

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