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Vitamin-D-Komplex

Der Vitamin D-Komplex – oder auch die Cal­ci­fe­role genannt – stellt eine Gruppe fett­lös­li­cher Vit­amine dar. Von Bedeu­tung sind vor allem die Vit­amine D2 (Ergo­cal­ci­fe­rol) und D3 (Chole­cal­ci­fe­rol). Sie liegen in ihrer Funk­tion zwi­schen Vitamin und Hormon. Die Cal­ci­fe­role sind nämlich nichts anderes als die Vor­stufe für Hormone, die den Kalzium- und Phos­phor­stoff­wech­sel regeln. Sie sind also ent­schei­dend für die Frage, wie gut ein Hund mit Kalzium und Phos­phor ver­sorgt ist bezie­hungs­weise wie viel hiervon er aus der Nahrung auf­neh­men kann. Somit beein­flus­sen sie nach­hal­tig den Aufbau und Erhalt der Kno­chen­struk­tur.
Bei einem Mangel an D-Vit­ami­nen kann es folg­lich zu Knochen- und Ske­lett­pro­ble­men kommen, bei einer Über­ver­sor­gung zu einer Ver­gif­tung mit den typi­schen Sym­pto­men Erbre­chen und Durch­fall. Der Bedarf liegt bei Hunden im Erhal­tungs­stoff­wech­sel bei etwa 10 IE/kg KM/Tag, bei Hunden im Wachs­tum sowie träch­ti­gen und säu­gen­den Hün­din­nen bei etwa 20 IE/kg KM/Tag.

 

 

Vitamin D3

Wer sich für die mensch­li­che Ernäh­rung schon einmal mit Vit­ami­nen befasst hat, wird über Vitamin D vor allem eines gelesen haben: Es ent­steht durch die Sonne. UV-Strah­lung trifft auf die Haut einer Person, wo sofort mit der Syn­the­ti­sie­rung von Vitamin D aus Cho­le­ste­rin begon­nen wird – genauer gesagt der Syn­the­ti­sie­rung von Vitamin D3. Ob der­selbe Mecha­nis­mus auch beim Hund wirksam ist, wird in unter­schied­li­chen Quellen ent­we­der bejaht oder ver­neint. Jedoch scheint Vitamin D3 nor­ma­ler­weise bei allein Fleisch- und Alles­fres­sern durch die Syn­these von 7-Dehy­dro­cho­le­ste­rin in der Haut zu ent­ste­hen. Von daher ist davon aus­zu­ge­hen, dass dieser Prozess zumin­dest zu einem gewis­sen Teil auch beim Hund statt­fin­det.
Son­nen­ba­den ist aber nicht die einzige Mög­lich­keit, einen Orga­nis­mus Vitamin D3 zuzu­füh­ren. Chole­cal­ci­fe­rol ist auch in Lebens­mit­teln zu finden und kann damit über die Nahrung zuge­führt werden. Vor allem Hering und Aal ent­hal­ten größere Mengen des Vit­amins, aber auch Eier, Käse und Milch. Da Vitamin D3 in Leber-, Muskel- und Fett­ge­webe gespei­chert wird, ent­hal­ten diese ent­spre­chen­den Teile von fleischlie­fern­den Tieren auch einen nen­nens­wer­ten Gehalt des Vit­amins, wenn sie ver­füt­tert werden.

Jedoch sind die Kon­zen­tra­tio­nen in Lebens­mit­teln im Ver­hält­nis zum Bedarf sehr gering – so gering, dass wohl kein Hund ohne eine Eigen­syn­these des Vit­amins aus­rei­chend damit ver­sorgt wäre. Das unter­sützt die These, dass auch Hunde ihr Chole­cal­ci­fe­rol selbst her­stel­len.

 

Vitamin D2

Ergo­cal­ci­fe­rol spielt für den Hund eher eine unter­ge­ord­nete Rolle. Nicht, weil es nicht die­selbe Funk­tion wie sein Ver­wand­ter erfüllt, sondern weil der Hund es nicht selbst syn­the­ti­sie­ren und nur schwer­lich mit der Nahrung auf­neh­men kann. Vitamin D2 ist jene Ent­spre­chung zum Vitamin D3, die in Pflan­zen durch die Ein­wir­kung von UV-Strah­lung gebil­det wird. Dieser Prozess beginnt schein­bar erst, wenn geern­tete Pflan­zen son­nen­ge­trock­net werden. Da Hunde der­ar­tige Nah­rungs­mit­tel (ein Bei­spiel wäre Heu) eigent­lich nicht zu sich nehmen, nehmen sie auch kein Vitamin D2 auf. Sie decken ihren Vitamin-D-Bedarf also voll­stän­dig über das Vitamin D3.

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