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Vitamin K

Vitamin K ist ein Zusam­men­schluss von Chi­no­nen – einer Gruppe orga­ni­scher Ver­bin­dun­gen, welche vor allem an der Bildung von Blut­ge­rin­nungs­fak­to­ren (unter anderem Prot­hom­brin) betei­ligt sind, weshalb es bei einem Mangel zu Gerin­nungs­stö­run­gen oder sogar Ein­blu­tun­gen in Haut und Organen kommen kann. Eine wich­tige Funk­tion ist außer­dem die Akti­vie­rung von Osteo­cal­cin, ein Protein, das Kalzium in die Kno­chen­struk­tur ein­ar­bei­tet.

 

Es kommen 14 ver­schie­dene K-Vit­amine und über 100 Vit­amine mit ähn­li­cher Wirk­sam­keit vor. Die Vitamin-K-Gruppe ghört zu den fett­lös­li­chen Vit­ami­nen und kann daher nur in Ver­bin­dung mit Fett­säu­ren auf­ge­nom­men und für kurze Zeit im Körper gespei­chert werden. Für den Hund spielt Vitamin K2 (Menachi­non) die größte Rolle. Es wird von den Darm­bak­te­rien des Hundes selbst syn­the­ti­siert, womit der größte Teil des Bedarfs bereits gedeckt wird. Über Lebens­mit­tel wird vor allem Vitamin K1 (Phyl­lochi­non) auf­ge­nom­men. Es ist vor allem in den Chlo­ro­plas­ten von Grün­pflan­zen ent­hal­ten. Auch in tie­ri­schen Pro­duk­ten ist Vitamin K ent­hal­ten, da auch andere Tier­ar­ten das Vitamin auf­neh­men und/oder syn­the­ti­sie­ren und im Körper spei­chern. Beson­ders Fisch­mehl und Leber sind daher reich an Vitamin K, aber auch grünes Gemüse, Eigelb und Mee­resal­gen. Im Erhal­tungs­stoff­wech­sel beträgt der Bedarf an Vitamin K 16µg/kg KM/Tag, bei Träch­tig­keit oder in der Still­zeit sowie bei wach­sen­den Hunden vari­iert der Bedarf zwi­schen 44 und 60µg.

Das rein syn­the­tisch her­stell­bare Vitamin K3, auch Mena­dion genannt, steht häufig in der Kritik. Es fand viele Jahre Anwen­dung als Lebens­mit­tel­zu­satz und Medi­ka­ment (unter anderem für die Blut­ge­rin­nung) und noch heute ist es in manchen Tro­cken­fut­ter­sor­ten als Zusatz­stoff zu finden. Im mensch­li­chen Bereich wird das künst­li­che Pro­vit­amin nicht mehr ein­ge­setzt, da es in Ver­dacht steht, ver­schie­dene Erkran­kun­gen wie Krebs zu begüns­ti­gen bezie­hungs­weise in grö­ße­ren Mengen toxisch zu wirken. Das Bun­des­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung stufte Mena­dion im Jahr 2004 im Rahmen einer all­ge­mei­nen Stel­lung­nahme als mäßig toxisch ein. Bei den gerin­gen Mengen, die in Hun­de­fut­ter zur Anwen­dung kämen, sei daher nichts zu befürch­ten. Nichts desto trotz ver­zich­ten viele Fut­ter­mit­tel­her­stel­ler inzwi­schen auf das syn­the­ti­sche Vitamin K3. Gegner des künst­li­chen Vit­amins nennen als schäd­li­che Wir­kun­gen vor allem die Schwä­chung des Immun­sys­tems und die Schä­di­gung von Zellen, vor­wie­gend in Leber und Blut.

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