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Anwendung von Bach-Blüten beim Hund

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Aus der Gemei­nen Weg­warte wird die Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 8 gewon­nen, auch Chicory genannt.

Im Bereich der Vete­ri­när­me­di­zin lassen sich erstaun­lich viele Mittel aus der Human­me­di­zin anwen­den. Hierzu zählen auch die Bach-Blü­ten­es­sen­zen sowie die zuge­hö­rige Rescue-Mischung. Ihre Anfänge hat die Bach-Blü­ten­the­ra­pie bei dem eng­li­schen Medi­zi­ner Dr. Edward Bach. Um 1930 ent­wi­ckelte er auf der Suche nach alter­na­ti­ven, kräu­ter­ba­sier­ten Heil­mit­teln seine eigene Methode zur Heilung see­li­scher Leiden: die The­ra­pie mit den Essen­zen ver­schie­de­ner Blüten. 38 solcher Blü­ten­mit­tel ent­wi­ckelte er im Laufe der Jahre. Jedes davon ist auf spe­zi­fi­sche, psy­chi­sche Pro­bleme abge­stimmt und soll diese mittels der Energie der Blüten kurie­ren, indem es sozu­sa­gen für inneren, see­li­schen Aus­gleich sorgt. Bachs Theorie zufolge hätte diese »Har­mo­ni­sie­rung« auch die Lin­de­rung oder gar Heilung phy­si­scher Krank­hei­ten zufolge.
Bachs Behand­lungs­me­thode erfuhr zu ihrer Ent­ste­hungs­zeit einige Kritik aus Fach­krei­sen. Noch heute ist umstrit­ten, ob die Bach-Blü­ten­the­ra­pie eine medi­zi­ni­sche Wirkung hat. In kli­ni­schen Studien konnte diese bisher nicht nach­ge­wie­sen werden, wes­we­gen die Bach-Blüten in den Bereich der Alter­na­tiv­me­di­zin fallen. Nichts­des­to­trotz schwö­ren einige Men­schen auf den Erfolg der Bach-Blü­ten­es­sen­zen.

 

 

Herstellung der Bach-Blütenessenzen

Aus der Echten Walnuss wird die Bach-Blütenessenz Walnut gewonnen, die Nummer 33 unter den Essenzen.

Aus der Echten Walnuss wird die Bach-Blü­ten­es­senz Walnut gewon­nen, die Nummer 33.

Bach sam­melte die Blüten für seine Essen­zen selbst an bestimm­ten Orten, wobei manche im Früh­ling, andere im Sommer geschnit­ten wurden. Noch heute halten sich Her­stel­ler von Bach-Blüten meist an dieses Konzept. Für eine Essenz werden die jewei­lige Blüte, Wasser und Alkohol zur Kon­ser­vie­rung benö­tigt. Die Theorie ist, dass die Blüte ihre Energie und ihre Schwin­gung an das Wasser abgibt, welches anschlie­ßend mit der­sel­ben Menge Alkohol ver­setzt und poten­ziert wird. Die Ener­gie­ab­gabe kann auf zwei ver­schie­de­nen Wegen erfol­gen: Bei der Son­nen­me­thode wird die Blüte in eine Schale mit Wasser gelegt und für drei oder vier Stunden in die Sonne gestellt. Bei der Koch­me­thode wird das Wasser mit der Blüte darin etwa eine halbe Stunde lang erhitzt.

Ist nun zu glei­chen Teilen der kon­ser­vie­rende Alkohol bei­ge­mischt, beginnt die der Homöo­pa­thie ähn­li­che Ver­dün­nung. Dies geschieht im Ver­hält­nis eins zu 240, sodass fünf Liter Blü­ten­was­ser mit fünf Litern Alkohol ver­mengt abschlie­ßend 2.400 Liter Bach-Blü­ten­es­senz ergeben.

 

 

Welche Bach-Blüten sind für meinen Hund geeignet?

Da die Blü­ten­es­sen­zen psy­chi­sche Pro­bleme lösen sollen, richtet sich die Wahl der rich­ti­gen Essenz nach cha­rak­ter­li­chen Eigen­schaf­ten und psy­chi­schen Markern. Das bedeu­tet, dass Anwen­der sich selbst – oder in diesem Fall ihren Hund – kennen und über seine mög­li­chen Pro­bleme bescheid wissen müssen, um die rich­tige Essenz zu wählen. Bei­spiels­weise wird Agri­mony bei Hunden ange­wen­det, die inner­lich unsi­cher und gestresst sind und dies nach außen hin mit starkem Beschwich­ti­gungs­ver­hal­ten zeigen, um Kon­flik­ten aus dem Weg zu gehen. Die­selbe Essenz wäre demnach für einen auf Krawall gebürs­te­ten Hund unge­eig­net. Der Gabe von Bach-Blüten sollte daher eine genaue Cha­rak­te­r­ana­lyse vor­an­ge­hen, um die rich­tige der 38 Essen­zen zu wählen.

 

Dosierung und Darreichungsform der Bach-Blütenessenzen beim Hund

Die Dosie­rung sowie die Gabe an den Hund sind eigent­lich recht einfach, denn die Essen­zen werden in Dosie­rungs­fläsch­chen ver­kauft, die das Abmes­sen ein­zel­ner Tropfen sehr einfach machen. Es gibt grund­sätz­lich auch keinen Unter­schied, welche der Blü­ten­es­sen­zen ver­wen­det wird. Eine gängige Dosie­rung sind 24 Tropfen pro Tag, auf­ge­teilt auf sechs mal täglich vier Tropfen. Es ist jedoch ratsam, zuvor einen kurzen Blick auf die Ver­pa­ckung der Tropfen zu werfen, dort sind grund­sätz­lich genaue Angaben zu finden.

Die Ver­ab­rei­chung an den Hund ist eigent­lich ganz einfach: Die Tropfen werden über das Futter oder in das Trink­was­ser des Vier­bei­ners gegeben. Wer den Weg des Futters wählt, ver­teilt die 24 Tropfen pro Tag gleich­mä­ßig auf die Anzahl an täg­li­chen Mahl­zei­ten. Wer den Weg des Trink­was­sers bevor­zugt, kann ent­we­der regel­mä­ßig beim Nach­fül­len einen Teil der Tages­do­sis bei­mi­schen, oder morgens die Was­ser­menge für den gesam­ten Tag abschät­zen und die gesamte Dosis hin­zu­ge­ben.
Wichtig: Dem Hund sollte immer fri­sches Wasser zur Ver­fü­gung stehen, auch wenn er seine Bach-Blü­ten­do­sis bereits zu sich genom­men hat!

 

Die Bach-Blüten von A bis Z

  • Agri­mony (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 1):
    Diese Essenz wird aus dem Gewöhn­li­chen Oder­men­nig (Agri­mo­nia eupa­to­ria), auch Gemei­ner Oder­men­nig oder Acker­kraut genannt, gewon­nen. Sie ist für Hunde gedacht, die sehr sen­si­bel sind und unter Kon­flik­ten stark leiden, dies aber nicht zeigen. Statt­des­sen werden sie unruhig oder hek­tisch und beschwich­ti­gen stark, um dies zu über­spie­len oder auch für eine Kon­flikt­ver­mei­dung zu sorgen. Dies führt zu Über­for­de­rung, Stress und Ver­span­nung, die mit Agri­mony gelöst werden sollen.
  • Aspen (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 2):
    Die Zit­ter­pap­pel (Populus tremula), auch Espe oder Aspe genannt, wird für diese Essenz ver­wen­det. Sie wird bei schreck­haf­ten, ängst­li­chen Hunden ver­wen­det, die grund­sätz­lich nervös sind und auf Reize ent­spre­chend ange­spannt reagie­ren. Das äußert sich bei jedem Hund anders, mal durch Zittern, mal durch Ver­ste­cken. Die gene­relle Kör­per­spra­che (gekau­ert, ein­ge­knif­fe­ner Schwanz etc.) ist ein Indiz, ins­be­son­dere, wenn sich der Hund häufig so zeigt.
  • Beech (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 3):
    Für diese Essenz wird die Rot­bu­che (Fagus syl­va­tica) ver­wen­det. Zeigt sich ein Hund abwei­send, feind­lich und aggres­siv gegen­über Art­ge­nos­sen und seinem Halter, vor­wie­gend, wenn er von diesem gemaß­re­gelt wird, soll diese Essenz Abhilfe schaf­fen.
  • Cen­taury (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 4):
    Das Tau­send­gül­den­kraut (Cen­tau­rium) gibt dieser Essenz Name und Wirkung. Und diese ent­fal­tet Cen­taury ganz all­ge­mein gesagt bei Schwä­che, Nach­gie­big­keit und Unter­wür­fig­keit. Diese Essenz wird bei Hunden ver­wen­det, die sich un über­nor­ma­lem Maße anderen Hunden unter­wer­fen, die zu Pinkeln als Signal der Unter­wür­fig­keit neigen und sich schlicht nicht behaup­ten und damit keine Grenzen setzen und sich selbst ver­lie­ren. Daraus resul­tie­rend soll die Essenz auch bei kör­per­li­cher Schwä­che und Krank­heits­an­fäl­lig­keit hilf­reich sein.
  • Cerato (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 5):
    Diese Essenz wird aus einem kleinen Strauch gewon­nen – dem Chi­ne­si­schen Blei­wurz (Cera­to­stigma will­mot­tia­num). Er stammt aus Tibet, wo er als Pflanze der Weis­heit gilt. Die Bach-Blü­ten­es­senz soll jedoch nicht den Ver­stand, sondern das Selbst­be­wusst­sein stärken. Hunde, die jedem alles richtig machen wollen und sich des­we­gen unge­wöhn­lich schnell jedem unter­ord­nen, viel­leicht sogar so anhäng­lich sind, dass sie schnell Tren­nungs­ängste erlei­den, sollen durch die Gabe von Cerato zu mehr Selbst­be­wusst­sein gelan­gen.
  • Cherry Plum (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 6):
    Die Kirsch­pflaume (Prunus cera­si­fera), ein kleiner Baum oder Strauch mit weißen Blüten, ist die pflanz­li­che Basis dieser Essenz. Hunde mit einer Indi­ka­tion für diese Essenz unter­schei­den sich stark von den bisher genann­ten Cha­rak­te­ren: Sie sind hys­te­risch, schwer kon­trol­lier­bar, neigen zu Über­re­ak­tio­nen und Unbe­herrscht­heit, die sich bei­spiels­weise in Angst­bei­ßen zeigt. Sie sind stets ange­spannt und ver­krampft, was sich in Form von Ver­stop­fung auf die Ver­dau­ung nie­der­schla­gen kann. Cherry Plum soll beru­hi­gend und stress­min­dernd auf solche Hunde wirken.
  • Ches­t­nut Bud (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 7):
    Ihr Hund lernt einfach nicht aus seinen Fehlern, egal wie oft er diese wie­der­holt? Es wirkt schon fast, als habe er eine Lern­schwä­che? Dem könnte die Essenz Ches­t­nut Bud, gewon­nen aus den Knospen der Gewöhn­li­chen Ross­kas­ta­nie (Aes­cu­lus hip­po­ca­s­ta­num) ent­ge­gen­wir­ken. Manch­mal wird diese Essenz auch für Hunde emp­foh­len, die immer wieder an den­sel­ben Erkran­kun­gen leiden (nicht chro­nisch, sondern immer wieder auf’s Neue).
  • Chicory (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 8):
    Die pflanz­li­che Basis dieser Essenz ist die Gewöhn­li­che Weg­warte (Cicho­rium intybus), auch Zicho­rie genannt – ein krau­ti­ger Korb­blüt­ler, der in Mit­tel­eu­ropa häufig an Weg­rän­dern zu finden ist und durch seine bläu­lich-lilanen Blü­ten­blät­ter ins Auge sticht. Sie soll Hunden helfen, die sich sehr extrem an jeman­den binden und dadurch besitz­ergrei­fend, eifer­süch­tig und auf­dring­lich werden. Chicory soll es diesen Hunden erleich­tern, sich damit abzu­fin­den, dass sie nicht immer die volle Auf­merk­sam­keit ihrer Bezugs­per­son haben können.
  • Cle­ma­tis (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 9):
    Diese Essenz wird aus der Gewöhn­li­chen Wald­rebe (Cle­ma­tis vitalba) gewon­nen und soll müde Hunde wieder fit machen. Sie ist für Hunde gedacht, die teil­nahms­los, abwe­send, unmo­ti­viert, lustlos und ständig irgend­wie müde wirken. Cle­ma­tis soll in diesen Hunden wieder ein wenig Feuer ent­fa­chen.
  • Crab Apple (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 10):
    Diese aus dem Holz­ap­fel (Malus syl­ves­tris) gewon­nene Essenz soll Abhilfe schaf­fen, wenn sich der Hund »unrein« oder »ver­gif­tet« fühlt. Ein solches Emp­fin­den soll sich durch über­mä­ßi­ges Putzen und Kratzen oder gene­rell zer­stö­re­ri­sches Ver­hal­ten zeigen. Eben­falls emp­foh­len wird die Anwen­dung von Crab Apple bei Imp­fun­ver­träg­lich­kei­ten, Para­si­ten­be­fall, Ver­gif­tun­gen, Unsau­ber­keit, All­er­gien und Stoff­wech­sel­stö­run­gen – eben jeder Form von Beein­träch­ti­gung, die ein Gefühl von Unrein­heit her­bei­füh­ren könnte. Wichtig: Die Gabe der Essenz Crab Apple ersetzt keinen Gang zum Tier­arzt!
  • Elm (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 11):
    Elm bezeich­net die Bach-Blü­ten­es­senz der Eng­li­schen Ulme (Ulmus procera), auch bekannt als Haar-Ulme. Sie wird ange­wen­det, wenn sich ein ohnehin sen­si­bler Hund plötz­lich über­for­dert zeigt, bei­spiels­weise beim Trai­ning oder beim Lernen eines neuen Kom­man­dos. Er macht auf einmal viele Fehler, wirkt in sich gekehrt, als hätte er kein Selbst­ver­trauen mehr und käme daher mit der gesam­ten Situa­tion nicht klar. Elm soll ihm helfen, aus diesem Zustand wieder her­aus­zu­fin­den, auch wenn das nicht die Ursache der Über­for­de­rung – bei­spiels­weise ein zu inten­si­ves Trai­ning – behebt.
  • Gentian (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 12):
    Für die Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 12 wird der Bittere Franse­nen­zian (Gen­tia­nella ama­rella) – eben­falls bekannt unter den Namen Herbs­ten­zian, Bit­te­rer Enzian oder Blatt­win­kel­blü­ti­ger Enzian – ver­wen­det. Gentian ist für Hunde gedacht, die ent­mu­tig, fast schon depres­siv und ent­spre­chend antriebs­los und wil­lens­schwach wirken. Sie geben schnell auf, wenn es mal schwie­ri­ger wird, wes­we­gen sie wirken, als würden sie schnell das Inter­esse ver­lie­ren. Diese Blü­ten­es­senz soll der­ar­ti­gen Hunden mehr Durch­hal­te­ver­mö­gen besche­ren.
  • Gorse (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 13):
    Ein dor­ni­ger Strauch mit kräf­ti­gen Zweigen ist die Basis der Gorse-Essenz: der Stech­gins­ter (Ulex euro­pa­eus). Hunde, die eine Behand­lung mit dieser Essenz nötig haben, sind durch und durch Pes­si­mis­ten. Sie haben jede Hoff­nung auf­ge­ge­ben und wirken ent­spre­chend nie­der­ge­schla­gen und traurig. Diese Hoff­nungs­lo­sig­keit kann auch von einer schwer­wie­gen­den Erkran­kun­gen mit schlech­ten Hei­lungs­chan­cen her­rüh­ren. Gorse soll den Lebens­wil­len des Hundes neu ent­fa­chen und ihm helfen, mit nega­ti­ven Gefüh­len wie Ent­täu­schung besser umzu­ge­hen.
  • Heather (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 14):
    Es gibt viele Hei­de­kräu­ter (Erica), genau genom­men etwa 860 Arten. Für die Bach-Blüte Heather jedoch wird zumeist die Besen­heide (Calluna vul­ga­ris) ver­wen­det. Sie ist auch als Schot­ti­sches Hei­de­kraut bekannt, da schot­ti­sche Ein­wan­de­rer die Pflanze im 19ten Jahr­hun­dert erst­mals nach Kanada brach­ten, wo sie bis heute – genau genom­men als Neophyt, als Ein­dring­ling in ein fremdes Öko­sys­tem – gedeiht. Von der Ver­wen­dung von Heather pro­fi­tie­ren Hunde, die ein gewis­ses Gel­tungs­be­dürf­nis haben, einen Drang, im Mit­tel­punkt zu stehen. Sie tun sich dem­entspre­chend schwer damit, mal alleine zu bleiben und zeigen das durch zer­stö­re­ri­sches Ver­hal­ten. Das auf­dring­li­che Ver­hal­ten dieser Hunde soll durch die Ver­wen­dung der Bach-Blüt­ten­es­senz Nummer 14 gemin­dert werden.
  • Holly (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 15):
    Diese Essenz wird aus der Euro­päi­schen Stech­palme (Ilex aqui­fo­lium) gewon­nen. Sie soll auf aggres­sive, cho­le­ri­sche, gewalt­be­reite Cha­rak­tere beru­hi­gend und aus­glei­chend wirken. Ihre Anwen­dung wird daher bei Hunden emp­foh­len, die sich auf­grund von Eifer­sucht aggres­siv gegen­über Art­ge­nos­sen und/oder Men­schen zeigen, schnell reizbar sind oder zu »Wut­aus­brü­chen« neigen.
  • Honey­suckle (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 16):
    Trauer ist zen­trale Stich­wort bei Ver­wen­dung der aus dem Gar­ten­geiß­blatt (Loni­cera capri­fo­lium) gewon­nen Bach-Blü­ten­es­senz Honey­suckle. Ihre Anwen­dung wird vor allem bei Hunden emp­foh­len, die Ver­gan­ge­nem nach­trau­ern, nost­al­gisch wirken, sich mit Ver­än­de­run­gen schwer tun und auf diese nega­ti­ven Gefühle mit Lust­lo­sig­keit, Abwe­sen­heit oder – im Extrem­fall – totaler Apathie reagie­ren. Sie ver­lie­ren das Inter­esse an ihrer Umwelt, wirken weh­mü­tig und nie­der­ge­schla­gen. Honey­suckle soll sie aus diesem Tief her­aus­ho­len können.
  • Horn­beam (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 17):
    Hinter dem eng­li­schen Begriff Horn­beam ver­birgt sich ein zu deutsch Hain­bu­che (Car­pi­nus betulus) oder auch Weiß­bu­che genann­ter Baum. Diese Essenz ist für hün­di­sche Cha­rak­tere gedacht, die mit Antriebs­lo­sig­keit zu kämpfen haben, die zwar prin­zi­pi­ell über die Fähig­kei­ten ver­fü­gen, die es braucht, um den Alltag zu bewäl­ti­gen, die aber schein­bar dennoch unter dem Gefühl leiden, es nicht zu können. Viele Men­schen kennen dieses Gefühl am Mon­tag­mor­gen, wenn sie den ersten Arbeits­tag nach dem Wochen­ende bestrei­ten, der nächste freie Tag noch weit weg ist und das Gefühl in ihnen auf­steigt, viel zu viel zu tun zu haben und das einfach nicht schaf­fen zu können. Diese Hunde fühlen sich einfach über­for­dert, wobei Horn­beam Abhilfe schaf­fen kann.
  • Impa­ti­ens (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 18):
    Diese Essenz ist für Hunde gedacht, die hyper­ak­tiv, auf­ge­dreht und nervös sind, die sich schwer damit tun, abzu­schal­ten. Solche Cha­rak­tere stehen häufig »unter Strom«, sind dadurch gestresst und ange­spannt. Die Essenz Impa­ti­ens, gewon­nen aus dem Drü­si­gen Spring­kraut (Impa­ti­ens glanduli­fera, auch Indi­sches oder Rotes Spring­kraut genannt), soll für Ent­span­nung sorgen – bei chro­ni­schem und akutem Stress.
  • Larch (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 19):
    Die Bach-Blü­ten­es­senz der Euro­päi­schen Lärche (Larix decidua) soll das Selbst­ver­trauen stärken. Sie wird daher bei Hunden emp­foh­len, die sich – beson­ders im Rudell­eben – als schüch­tern erwei­sen und so an die letzte Stelle der Rang­ord­nung rut­schen. Ihnen fehlt das nötige Selbst­ver­trauen, um ihr Bestes zu geben.
  • Mimulus (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 20):
    Die Gelbe Gauk­ler­blume (Mimulus gut­ta­tus) blüht nicht nur schön, sondern macht auch Mut. Die Mimulus-Essenz wird bei Hunden emp­foh­len, die all­ge­mein ängst­lich sind, sei es in Bezug auf Dun­kel­heit, Unwet­ter, Geräu­sche oder das Allein­sein. Selbst wenn ein Hund nach dem Heilen einer Ver­let­zung Angst hat, das betrof­fene Bein wieder zu belas­ten, kann diese Essenz Abhilfe schaf­fen.
  • Mustard (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 21):
    Die Essenz des Wilden Senf (Sinapis arven­sis), auch Acker-Senf genannt, soll Hunden helfen, die unter Schwer­mut oder Depres­sion leiden, die oft frus­triert sind und dabei selbst­zer­stö­re­ri­sches Ver­hal­ten wie an den Pfoten knab­bern oder Aus­rup­fen von Fell zeigen.
  • Oak (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 22):
    Oak, zu deutsch Eiche (Quercus), soll bei Hunden helfen, die so starr­sin­nig sind, dass sie trotz Erschöp­fung niemals auf­hö­ren oder auf­ge­ben. Sie bringen sich selbst zur Ver­zweif­lung und setzen sich Dau­er­stress aus, können mit even­tu­ell vor­han­de­nem neu­ro­ti­schem Ver­hal­ten nicht auf­hö­ren. Die Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 22 soll ihnen helfen, dieses Ver­hal­ten abzu­le­gen, einfach mal los­zu­las­sen.
  • Olive (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 23):
    Als Oliven werden die Früchte des Echten Ölbau­mes (Olea euro­paea) oder auch Oli­ven­bau­mes bezeich­net. Die aus ihnen gewon­nene Essenz soll see­lisch und kör­per­lich extrem erschöpf­ten Hunden zugute kommen. Hiermit ist keine Erschöp­fung nach einem aus­gie­bi­gen sport­li­chen Trai­ning gemeint, sondern Erschöp­fung nach Erkran­kun­gen, lang­wie­ri­gen Behand­lun­gen oder gar Miss­hand­lun­gen.
  • Pine (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 24):
    Gewon­nen wird die Essenz mit der Nummer 24 aus der Wald­kie­fer (Pinus syl­ves­tris), auch Gemeine Kiefer, Weiß­kie­fer, Rot­föhre, Forche oder Schot­ti­sche Kiefer genannt. Sie wird zur Behand­lung von Schuld­ge­füh­len emp­foh­len – beim Hund wie beim Men­schen. Im Detail heißt das: Hunde, die zwar fleißig und pflicht­be­wusst, aber auch mit sich unzu­frie­den sind und sich bei jeder Kritik sofort nie­der­ge­schla­gen und schul­dig fühlen. Sie streben Per­fek­tio­nis­mus an und sind sofort emo­tio­nal betrof­fen, wenn sie glauben, nicht perfekt zu sein. Solche Hunde fühlen sich bei­spiels­weise ange­spro­chen, wenn ein anderer Hund oder auch ein Mensch scharf ange­spro­chen oder ange­pfif­fen wird. Darauf reagie­ren sie sofort mit Beschwich­ti­gungs­ges­ten.
  • Red Ches­t­nut (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 25):
    Die Rote (Ross-)Kastanie (Aes­cu­lus rubi­cunda) dient dieser Essenz als pflanz­li­che Grund­lage. Helfen soll sie bei Hunden, die sich immer und überall Sorgen um andere Machen und dadurch zu »Glucken« werden. Solche Hunde ver­set­zen sich selbst in Stress, weil sie meinen, ständig ihre Liebs­ten (seien es andere Hunde, die eigenen Nach­kom­men oder mensch­li­che Bezugs­per­so­nen) im Auge behal­ten und beschüt­zen zu müssen, was zu starkem Bewa­chen führen kann. Dem­entspre­chend haben sie Angst, sich von diesen Lebe­we­sen zu trennen oder gar ganz alleine zu bleiben.
  • Rock Rose (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 26):
    Die Essenz Nummer 26, gewon­nen aus dem Gelben Son­nen­rös­chen (Heli­an­the­mum num­mu­la­rium), soll Lin­de­rung bei Schock­zu­stän­den oder Panik jeder Art ver­schaf­fen.
  • Rock Water (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 27):
    Die Basis für diese Essenz ist keine Pflanze, sondern mit Son­nen­kraft auf­ge­la­de­nes Wasser aus einer Fel­sen­quelle. So geschmei­dig und beweg­lich wie dieses Wasser durch stei­nige Bach­läufe rinnt, soll es auch seinen Anwen­der machen. Es ist für Hunde gedacht, die unfähig sind, sich anzu­pas­sen oder Kritik anzu­neh­men, die viel­leicht sogar kör­per­lich ver­steift sind.
  • Scle­r­an­thus (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 28):
    Der Ein­jäh­rige Knäuel (Scle­r­an­thus annuus) liefert eine Bach-Blü­ten­es­senz, die Hunden helfen soll, sozu­sa­gen ihre innere Mitte zu finden. Sie ist für Hunde gedacht, die an starken see­li­schen oder auch orga­ni­schen Schwan­kun­gen leiden, die inner­lich zer­ris­sen sind und sich nur schwer ent­schei­den können.
  • Star of Beth­le­hem (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 29):
    Als Stern von Beth­le­hem wird auch der Dolden-Milch­stern (Orni­tho­g­alum umbel­la­tum) bezeich­net. Die aus ihm gewon­nene Essenz soll beim Über­win­den von ein­schnei­den­den Erleb­nis­sen, einem Schock oder einem Schreck nach einem Unfall helfen.
  • Sweet Ches­t­nut (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 30):
    Die aus der Ess- oder Edel­kas­ta­nie (Cas­ta­nea sativa) gewon­nene Bach-Blü­ten­es­senz wird bei Hunden emp­foh­len, die so ver­zwei­felt sind, dass sie kurz vor einem Zusam­men­bruch stehen. Dies zeigt sich häufig in selbst­zer­stö­re­ri­schem Ver­hal­ten.
  • Vervain (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 31):
    Die Bach-Blü­ten­es­senz des Echten Eisen­krauts (Verbena offi­c­ina­lis), auch Tauben- oder Kat­zen­blut­kraut, soll bei Hunden helfen, die sich über­eif­rig zeigen und dadurch selbst bis zur totalen Erschöp­fung treiben. Sie laden sich zu viel auf, auch nach Ver­let­zun­gen, und zeigen eine gewisse gene­relle Unruhe.
  • Vine (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 32):
    Wenn ein Hund so selbst­si­cher ist, dass er schon fast wieder into­le­rant gegen­über anderen Hunden und Men­schen wird, kann die Essenz der Wein­rebe (Vitis vini­fera) helfen. Solche Hunde zeigen bei Begeg­nun­gen mit Art­ge­nos­sen gerne domi­nan­tes Ver­hal­ten, buttern sie unter und fühlen sich ihnen gerne über­le­gen.
  • Walnut (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 33):
    Die Essenz der Echten Walnuss (Juglans regia) kann bei Hunden helfen, denen es an innerer Sta­bi­li­tät mangelt. Sie tun sich ent­spre­chend schwer, wenn sich ihre Umge­bung ver­än­dert, bei­spiels­weise durch einen Umzug oder den Wechsel der Bezugs­per­son. Auch neue Erfah­run­gen können solchen Hunden zu schaf­fen machen.
  • Water Violet (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 34):
    Aus der Euro­päi­schen Was­ser­fe­der (Hot­to­nia palustris), auch Was­ser­pri­mel genannt, wird die 34. der Bach-Blü­ten­es­sen­zen gewon­nen. Sie ist für Cha­rak­tere gedacht, die Ein­zel­gän­ger und nicht kon­takt­freu­dig sind.
  • White Ches­t­nut (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 35):
    Die Nummer 35 in der Liste der Bach-Blü­ten­es­sen­zen ist die aus der Weißen oder Gewöhn­li­chen (Ross-)Kastanie (Aes­cu­lus hip­po­ca­s­ta­num) gewon­nene White Ches­t­nut. Sie soll Hunden helfen, die sich schwer damit tun, sich zu kon­zen­trie­ren, und gene­rell ange­spannt wirken.
  • Wild Oat (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 36):
    Die Wald­trespe (Bromus ramosus) ist die Grund­lage dieser Essenz, die bei Hunden emp­foh­len wird, die zwar über viel Taten­drang ver­fü­gen, aber kein Ventil dafür finden oder an gege­be­nen Auf­ga­ben dennoch schnell wieder das Inter­esse ver­lie­ren. Darüber hinaus kann Wild Oat bei Hyper­se­xua­li­tät hilf­reich sein.
  • Wild Rose (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 37):
    Hinter Wild Rose ver­birgt sich die Hecken­rose (Rosa corym­bi­fera). Sie soll Hunde von Resi­gna­tion befreien, die meist daher rührt, dass sie zu lange unter­for­dert waren. Des­in­ter­esse, Apathie und feh­len­der Kampf­geist sind Anzei­chen hierfür.
  • Willow (Bach-Blü­ten­es­senz Nummer 38):
    Die letzte der 38 Essen­zen ist Willow, her­ge­stellt mit der Gelben Weide (Salix alba), auch Sil­ber­weide genannt. Sie findet bei Hunden Anwen­dung, die ver­bit­tert, miss­trau­isch, unzu­frie­den und/oder belei­digt sind.
  • Rescue-Remedy-Tropfen:
    Bei den Rescue-Remedy-Tropfen – auch als Erste-Hilfe-Tropfen bekannt – handelt es sich nicht um eine Bach-Blü­ten­es­senz, sondern eine Mischung aus meh­re­ren der Essen­zen. Im Detail sind dies Cherry Plum (Nummer 6), Cle­ma­tis (Nummer 9), Impa­ti­ens (Nummer 18), Rock Rose (Nummer 26) sowie Star of Beth­le­hem (Nummer 29). Anwen­dung findet die Mischung bei Stress, Schock und Angst sowie nach Trau­mata oder Unfäl­len. Eines der bekann­tes­ten Anwen­dungs­ge­bie­ten für die Rescue-Remedy-Tropfen ist wohl die Sil­ves­ter­angst, unter der viele Hunde leiden.

 

Ein Hinweis zum Schluss: Eine The­ra­pie mit Bach-Blü­ten­es­sen­zen sollte nicht nur immer mit einem Fach­mann abge­spro­chen werden. Sie ersetzt außer­dem nicht die Erzie­hung eines Hundes. Ist ein Hund bei­spiels­weise apa­thisch, da er unter­for­dert ist, wird eine Blü­ten­es­senz alleine nicht helfen, der Hund muss auch mehr gefor­dert werden.