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Mittelmeerkrankheiten

Die Mit­tel­meer­krank­hei­ten ver­dan­ken ihren Namen ihrem ursprüng­li­chen Ver­brei­tungs­ge­biet – den süd­li­chen Ländern am Mit­tel­meer. Inzwi­schen sind die ver­schie­de­nen Erkran­kun­gen aber auch in Mit­tel­eu­ropa und Amerika zu finden. Bei Urlaubs­rei­sen in ent­spre­chende Gebiete sollte daher abge­wo­gen werden, ob der Hund über­haupt mit­ge­nom­men werden sollte. Derzeit werden Hunde aus dem Ausland stan­dard­mä­ßig auf die gän­gi­gen Erkran­kun­gen getes­tet, bezie­hungs­weise sollten sie es. Beson­ders bei Hunden aus dem Aus­land­s­tier­schutz ist darauf zu achten, dass vor der Einfuhr ein solcher Test durch­ge­führt wurde, auch wenn er nicht vor­ge­schrie­ben ist. 

 

Aller­dings ist der dafür ange­wandte Blut­test erst ab einem Alter von etwa einem Jahr zuver­läs­sig. Dies hat den Grund, dass meist ledig­lich die Anti­kör­per im Blut gemes­sen werden, diese können aber auch bei nicht vor­han­de­ner Infek­tion nach­ge­wie­sen werden, sofern die Mut­ter­hün­din Anti­kör­per besaß, welche sie über die Mut­ter­milch wei­ter­ge­ge­ben hat. Daher sollte der ent­spre­chende Test, wenn er im Wel­pe­n­al­ter durch­ge­führt wurde, ab einem Jahr wie­der­holt werden. Bei Erkran­kun­gen wie der Babe­siose ist außer­dem möglich, die Erreger mittels Blut­test direkt nach­zu­wei­sen, was eine zuver­läs­si­gere Dia­gno­se­me­thode dar­stellt. Näheres sollte aber in jedem Fall mit dem Tier­arzt abge­spro­chen werden, beson­ders wann der Test durch­zu­füh­ren und gege­be­nen­falls zu wie­der­ho­len ist.

Babesiose

Zecken können nicht nur die in Deutsch­land bekannte Bor­re­liose über­tra­gen, sondern auch die Babe­siose – auch Hunde-Malaria oder Piro­plas­mose genannt. Ursprüng­lich waren nur Hunde aus süd­li­chen Ländern davon betrof­fen, wes­we­gen die Babe­siose als Mit­tel­meer­krank­heit zu Berühmt­heit gekom­men ist. Inzwi­schen tritt die Erkran­kung auch in Mit­tel­eu­ropa auf. In Deutsch­land sind die Auwald­ze­cke und die … 

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Ehrlichiose

Unter der Ehr­li­chiose ver­steht man eine von dem Bak­te­rium Ehr­li­chia canis her­vor­ge­ru­fene Infek­ti­ons­krank­heit. Diese Bak­te­ri­en­art ist dazu fähig, sich aus­schließ­lich inner­halb von Zellen auf­zu­hal­ten. Als Über­trä­ger benö­ti­gen sie einen Vektor, in diesem Fall Zecken der Gattung Rhipice­pha­lus san­gui­n­eus (Braune Hun­de­ze­cke), welche sich bei warmem bis mildem Klima wohl fühlen. Aus diesem Grund ist die Krank­heit am häu­figs­ten …

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Anaplasmose

Die Canine Ana­plas­mose ist eine weitere, von Zecken über­tra­gene Mit­tel­meer­krank­heit. Der gemeine Holz­bock (Ixodes ricinus) über­trägt die Bak­te­rien der Gattung Ana­plasma – genauer Ana­plasma pha­go­cy­to­philum – auf den Hund, wo sie einen Teil der weißen Blut­kör­per­chen, die Gra­nu­lo­zy­ten, angrei­fen. Sie ver­meh­ren sich in den Zellen und zer­stö­ren sie schließ­lich. Die Erkran­kung tritt logi­scher Weise in … 

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Hepatozoonose

Die Hepa­to­zoo­nose wird in Europa durch den Erreger Hepa­to­zoon canis her­vor­ge­ru­fen. Es handelt sich um eine para­si­täre Infek­ti­ons­krank­heit, die aller­dings nicht durch den Biss der Zecke über­tra­gen wird, sondern durch das Zer­bei­ßen oder Ver­schlu­cken einer Zecke. Träger sind Zecken der Arten Rhipice­pha­lus san­gui­n­eus (Braune Hun­de­ze­cke) und Ixodes hexa­go­nus (Igel­ze­cke). Der Erreger tritt haupt­säch­lich in Süd­frank­reich, Italien, Slo­we­nien, Kroa­tien, …

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Herzwurmkrankheit

Die Herz­wurm­krank­heit, auch Diro­fi­la­riose, ist ein para­si­tä­rer Befall mit Diro­fi­la­ria immitis, also Herz­wür­mern. Diese werden über einen Zwi­schen­wirt, bevor­zugt Mücken, über­tra­gen. Die Mücke über­trägt dabei nicht den fer­ti­gen Wurm, sondern ledig­lich die Larve, welche sich erst im Hund ent­wi­ckelt. Sie dringt in die Gefäße und damit in den Blut­kreis­lauf und das Herz ein, wo … 

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Leishmaniose

Die Leish­ma­niose ist eine Infek­ti­ons­krank­heit und eine Zoonose, das heißt, sie kann von infi­zier­ten Hunden auf den Men­schen über­tra­gen werden. Ursprüng­lich tat sie nur in wär­me­ren, süd­li­chen Ländern auf, da sie von der Sand­mü­cke (Phle­bo­to­mi­nae), einer Unter­art der Schmet­ter­lings­mü­cken (Psy­cho­di­dae) über­tra­gen wird, die dort hei­misch ist. Inzwi­schen sind aber auch in Deutsch­land immer … 

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