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Leishmaniose

Die Leish­ma­niose ist eine Infek­ti­ons­krank­heit und eine Zoonose, das heißt, sie kann von infi­zier­ten Hunden auf den Men­schen über­tra­gen werden. Ursprüng­lich tat sie nur in wär­me­ren, süd­li­chen Ländern auf, da sie von der Sand­mü­cke (Phle­bo­to­mi­nae), einer Unter­art der Schmet­ter­lings­mü­cken (Psy­cho­di­dae) über­tra­gen wird, die dort hei­misch ist. Inzwi­schen sind aber auch in Deutsch­land immer öfter aus dem Ausland ein­ge­brachte, infi­zierte Tiere anzu­tref­fen. Ver­ein­zelte Sand­mü­cken haben den Weg nach Deutsch­land eben­falls hinter sich gebracht. Die Sand­mü­cke befällt Hunde, um Blut zu saugen, wobei sie die Blut­pa­ra­si­ten, das heißt Leish­ma­nien, welche sie von frü­he­ren Sau­g­at­ta­cken an infi­zier­ten Tieren bereits in sich trägt, wei­ter­gibt. Diese nisten sich im Hun­de­kör­per ein und befal­len Geweb­s­zel­len, genauer gesagt die Fress­zel­len (Makro­pha­gen). Etwa sieben bis neun Tage nach Auf­nahme von infi­zier­tem Blut können die Mücken den Erreger wei­ter­ge­ben. Von der Infek­tion bis zum Aus­bruch der Krank­heit können Monate, teil­weise sogar Jahre ver­ge­hen. Eine Inku­ba­ti­ons­zeit von fünf Wochen ist aller­dings min­des­tens zu erwar­ten. Die Sand­mü­cken sind aber nicht die einzige Über­tra­gungs­mög­lich­keit, auch über Kontakt von infi­zier­tem Blut oder anderen erre­ger­hal­ti­gen Kör­per­se­kre­ten mit offenen Ver­let­zun­gen kann eine Anste­ckung erfol­gen. Aller­dings ist eine Infek­tion über Sand­mü­cken häu­fi­ger und wahr­schein­li­cher. Dass Flöhe und Zecken die Leish­ma­nien eben­falls von Tier zu Tier tragen können, ist nicht erwie­sen.

 

Die Sym­ptome sind zunächst unter­schied­lich stark und unspe­zi­fisch. Manche Hunde aus infi­zier­ten Gebie­ten weisen auch bereits Anti­kör­per auf und reagie­ren daher gar nicht. Zunächst äußert sich eine Infek­tion aber durch schub­weise auf­tre­ten­des Fieber, Durch­fall, Lust­lo­sig­keit und Gewichts­ver­lust. Im wei­te­ren Verlauf kommen Sym­ptome wie ein schmerz­emp­find­li­cher Bauch, geschwol­lene Lymph­kno­ten, Haar­aus­fall und vor allem Haut­aus­schläge hinzu. Die Haut­ir­ri­ta­tio­nen sind nicht juckend, bilden große, weiße und fettige Schup­pen und treten vor allem auf dem Nasen­rü­cken, den Ohr­spit­zen und um die Augen herum auf. Ohne Behand­lung breitet sich der Aus­schlag nach und nach auf den gesam­ten Hun­de­kör­per aus. Nasen­blu­ten, starker Kral­len­wuchs und Blut im Kot können wenn auch selten eben­falls auf­tre­ten. 

Eine Dia­gnose erfolgt über Blut- und Gewe­be­tests, bei denen sowohl Anti­kör­per, als auch Erreger nach­ge­wie­sen werden können. Auch im Falle einer stummen Infek­tion, das heißt ohne Sym­ptome, kann so eine Dia­gnose gestellt werden, auch wenn natür­lich immer eine äußer­li­che Unter­su­chung beim Tier­arzt mit dazu gehört. Ohne Behand­lung sterben fast alle infi­zier­ten Hunde inner­halb von 12 Monaten nach dem Aus­bruch. Eine Heilung gibt es nicht und Rück­fälle sind leider häufig, jedoch kann mit­hilfe einer sym­pto­ma­ti­schen Behand­lung ein relativ nor­ma­les Leben für den Hund erreicht werden. 

 

Quellen:

  • www.tiermedizinportal.de/tierkrankheiten/hundekrankheiten/leishmaniose-beim-hund/062806

 

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