Allergien

Allergietypen

Auch beim Hund treten All­er­gien inzwi­schen gegen die ver­schie­dens­ten Stoffe auf. Ihnen gemein­sam ist, dass sie kör­per­fremd sind (im Gegen­satz zur Auto­im­mun­er­kran­kung) und der Körper auf sie eine fehl­ge­lei­tete Immun­re­ak­tion zeigt. Er schüt­tet Anti­kör­per – genauer gesagt Immun­glo­bu­lin G – aus, um den kör­per­frem­den Stoff zu ver­nich­ten, was das Immun­sys­tem auf Dauer stark belas­tet. Der aus­lö­sende Stoff wird All­er­gen genannt und von diesen kommen viele in Betracht: Floh­spei­chel, Pollen, Kon­ser­vie­rungs­stoffe, Lebens­mit­tel – der Hund kann gegen fast alles all­er­gisch sein. Es gibt mehrere All­er­gie­ty­pen, wobei beim Hund zwei vor­wie­gend auf­tre­ten – der Sofort­typ oder auch Typ I und Typ IV. Im Falle des Typ I tritt die Reak­tion sofort bei Kontakt mit dem All­er­gen auf, im Falle von Typ IV erst beim zweiten Kontakt, wenn sich beim Erst­kon­takt sen­si­bi­li­sierte T-Gedächt­nis­zel­len (zustän­dig für die Immun­ant­wort des Körpers) gebil­det haben. Misch­for­men dieser beiden Typen sind eben­falls möglich, zum Bei­spiel bei der Floh­spei­chel­all­er­gie. 

 

Sym­ptome für eine All­er­gie sind meist Haut­pro­bleme in Form von Rötun­gen und Bla­sen­bil­dung, auch Ekzeme können auf­tre­ten. Darüber hinaus kommt es häufig zu Schäden am Magen-Darm-Trakt, da dieser den Groß­teil des Immun­sys­tems in seinen Schleim­häu­ten beher­bergt. Eine All­er­gie wird meist sym­pto­ma­tisch behan­delt, das heißt, es werden ledig­lich die Sym­ptome gelin­dert. In vielen Fällen ist es außer­dem möglich, den Aus­lö­ser der All­er­gie zu meiden (zum Bei­spiel bei einer Fut­ter­mit­tel­all­er­gie). Darüber hinaus sollte das Immun­sys­tem gestärkt werden, da dieses sich bei einer All­er­gie sozu­sa­gen im Dau­er­stress befin­det.

 

Fütterung

  • Fischöle bei Haut­re­ak­tio­nen
  • Meiden der Aus­lö­ser, ggf. Umstel­lung auf Frischfutter/Barf
  • Aus­schluss­diät zur Dia­gnos­tik
  • Kom­pres­sen aus schwar­zem Tee bei Hot Spots (lokal begrenzte Haut­ent­zün­dun­gen)
  • Rin­gel­blu­men­salbe bei Haut­rei­zun­gen
  • Kräuter, u.a. Klet­ten­wur­zel, Alfalfa, Knob­lauch, Brenn­nes­sel, Rotklee, Klet­ten­lab­kraut
  • Immun­stär­kung: Anti­oxi­dan­tien, Kur­füt­te­rung zur Immun­stär­kung bei sai­so­na­len All­er­gien (Pollen)
  • Füt­te­rung von MSM

 

 

Fischöle wirken ähnlich wie Bier­hefe positiv auf die Haut, außer­dem wirken die Omega-3-Fett­säu­ren ent­zün­dungs­lin­dernd. Das Meiden der Aus­lö­ser ist nicht immer möglich, kann jedoch bei Fut­ter­mit­tel­all­er­gien einfach umge­setzt werden. Um diese fest­zu­stel­len emp­fiehlt sich eine tier­ärzt­lich beglei­tete Aus­schluss­diät. Die durch All­er­gien begüns­tig­ten Hot Spots können bei Auf­tre­ten mit schwar­zem Tee gelin­dert werden, nicht offene Stellen können auch mit Rin­gel­blu­men­salbe behan­delt werden. Die oben genann­ten Kräuter können bei All­er­gien eben­falls Abhilfe schaf­fen. Zur Immun­stär­kung sollten ver­mehrt Anti­oxi­dan­tien ver­füt­tert werden, die wich­tigs­ten sind Q10, Beta­ca­ro­tin (Pro­vit­amin A), Vitamin E, Vitamin C, Selen, Zink, Mangan und Kupfer. Q10 ist vor allem in Fleisch, Makre­len, Sar­di­nen, Brok­koli, Spinat, grünen Bohnen, Knob­lauch, Wal­nüs­sen und Mandeln zu finden, die Vor­kom­men der anderen genann­ten Stoffe können den jewei­li­gen, hier ver­link­ten Arti­keln ent­nom­men werden. Eine Immun­stär­kung mittels Kur­fut­ter­mit­teln bietet sich beson­ders bei sai­so­nal auf­tre­ten­den All­er­gien wie Pol­len­all­er­gien eben­falls an. Geeig­net sind unter anderem Aloe Vera, See­la­gen, Hage­but­ten­pul­ver, Blü­ten­pol­len und Pro­po­lis. MSM – Methyl­sul­fonyl­me­than – kann bei All­er­gien zur Sym­ptom­lin­de­rung und als Stär­kung für das Immun­sys­tem sehr wirksam sein. MSM wirkt ent­gif­tend, schmerz­lin­dernd und ent­zün­dungs­hem­mend. 

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