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Parainfluenza

Die Krankheit

Die Parain­flu­enza – auch Zwin­ger­hus­ten genannt – ist eine durch Viren und Bak­te­rien aus­ge­löste Infek­tion der oberen Atem­wege, auch infek­tiöse Tracheo-Bron­chi­tis gennant, da sie vor allem die Luft­röhre (Trachea) sowie die Bron­chien befällt. Die Infek­tion kann durch schlechte Lebens­um­stände, man­gelnde Hygiene, ein geschwäch­tes Immun­sys­tem, Stress, Wurm­be­fall oder Man­gel­er­schei­nun­gen begüns­tigt werden. Wie im Artikel zur Hepa­tits bereits erwähnt wird die Parain­flu­enza haupt­säch­lich von vier Erre­gern aus­ge­löst: Dem Canine Ade­no­vi­rus Typ 2 (CAV-2), welcher eine Kreu­zim­mu­ni­tät mit dem CAV-1 Erreger der Hepa­tits auf­weist und daher in den Impf­stof­fen mit Hepa­ti­tis­kom­po­nente ver­wen­det wird, dem Canine Parain­flu­en­za­vi­rus (CPIV), dem Canine Her­pes­vi­rus (CHV) sowie dem Bak­te­rium Bor­de­tella bron­chisep­tica. 

 

Als erstes greifen meist Viren die Atem­wege des Hundes an, lassen sich in den Bron­chien nieder und schä­di­gen das Flim­mer­epi­thel (eine zum Groß­teil die Atem­wege aus­klei­dende Schicht aus Deck- oder Drü­sen­ge­webe). Somit ebnen sie den Weg für eine Sekun­där­in­fek­tion mit Bak­te­rien oder Pilzen. Über­tra­gen wird die Parain­flu­enza mittels soge­nann­ter Tröpf­chen­in­fek­tion, das heißt über kleine Spei­chel­t­röpf­chen, welche durch die Luft auf die Schleim­haut eines anderen Hundes gelan­gen und sich dort ver­meh­ren können. Aus diesem Grund sind große Hun­de­an­samm­lun­gen wie auf Hun­de­plät­zen oder in Hun­de­pen­sio­nen und Tier­hei­men meist stärker davon betrof­fen. 

Die Inku­ba­ti­ons­zeit kann wenige Tage bis einen Monat dauern. Der Aus­bruch des Zwin­ger­hus­tens zeigt sich bei einer viralen Infek­tion zunächst durch tro­cke­nen Husten, bei einer bak­te­ri­el­len Infek­tion durch feuch­ten Husten, ras­selnde Atem­ge­räu­sche, Niesen sowie Augen­aus­fluss. Man­del­ent­zün­dung, Schnup­fen und Fieber können zu den Sym­pto­men hinzu kommen. Selten kann es auch zu einer Lun­gen­ent­zün­dung kommen. Auch wenn das All­ge­mein­be­fin­den durch den Zwin­ger­hus­ten eher selten beein­träch­tigt wird, leiden die Hunde meist unter Unruhe auf­grund der Atem­be­schwer­den.

Eine Infek­tion kann beim Tier­arzt mit Anti­bio­tika und gege­be­nen­falls der Gabe von Hus­ten­saft behan­delt werden. Beson­ders Welpen oder alte – bezie­hungs­weise bereits ange­schla­gene – Hunde sind infek­ti­ons­ge­fähr­det und bilden meist auch stär­kere Sym­ptome aus. Zwin­ger­hus­ten kann daher bei zu später Behand­lung unter Umstän­den zum Tode führen. 

 

 

Der Impfstoff

Gegen die Parain­flu­enza ist ein Impf­stoff – abge­kürzt Pi – ver­füg­bar, welcher meist in Kom­bi­na­tion mit SHP ver­ab­reicht wird. Der Erreger CAV-2 wird bereits durch die Hepa­ti­ti­s­imp­fung abge­deckt, das Canine Parain­flu­en­za­vi­rus (CPIV) wird durch die Pi-Kom­po­nente der Impf­stoffe abge­deckt. Im Falle des Ein­zel­impf­stof­fes BbPi wird sowohl der das Virus CPIV als auch das Bak­te­rium Bor­de­tella bron­chisep­tica abge­deckt. Gegen das Canine Her­pes­vi­rus besteht durch die Impfung kein Schutz. Unab­hän­gig aller­dings vom Impf­stoff oder der Kom­bi­na­tion handelt es sich auch hier um Lebend­impf­stoffe, das heißt eine aktive Immu­ni­sie­rung, bei welcher der Körper selbst Anti­kör­per gegen den Erreger bilden soll. Die Impfung ver­hü­tet meist keine Infek­tion, sondern schwächt nur die Sym­ptome ab. Ein wei­te­res Problem ist, dass die Wirk­dauer nur etwa ein halbes Jahr beträgt, weshalb die Impf­stoff­her­stel­ler min­des­tens eine jähr­li­che, eher aber eine halb­jähr­li­che Impfung in gefähr­de­ten Gebie­ten emp­feh­len. Im Falle von Kom­bi­na­ti­ons­impf­stof­fen ist aber darauf zu achten, dass Kom­po­nen­ten wie Staupe, Hepa­tits und Par­vo­vi­rose – sofern von diesem Her­stel­ler grund­sätz­lich so aus­ge­schrie­ben – dennoch drei Jahre wirksam sind, was der Packungs­bei­lage der ein­zel­nen Impf­stoff­her­stel­ler zu ent­neh­men ist. 

 

Quellen:

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