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Staupe

Die Krankheit

Staupe ist eine Virus­er­kran­kung, die sich über die Aus­schei­dun­gen (Urin und Kot, aber auch Nasen­se­kret) infi­zier­ter Tiere ver­brei­tet und vor allem Rachen­raum sowie Magen-Darm-Trakt befällt. Sie kann bei Hunden, aber auch bei Wölfen, Mardern, Wasch­bä­ren, Füchsen und anderen Tieren auf­tre­ten. Da der Erreger einige Tage an der Luft über­le­ben kann, ist eine Anste­ckung über die Umge­bung eines infi­zier­ten Tieres – Decken, Körb­chen usw. – eben­falls möglich. Eine Infek­tion beginnt im Rachen­raum und den Lymph­kno­ten, wandert dann ins Kno­chen­mark und Lymph­ge­webe und schluss­end­lich landen die Erreger in den Schleim­häu­ten (Atem­wege, Ver­dau­ungs­trakt, Geschlechts­or­gane). Je nach Ver­brei­tung der Krank­heit im Körper können ver­schie­dene Sym­ptome auf­tre­ten: Erbre­chen, Durch­fall und Appe­tit­lo­sig­keit zeigen sich bei Betrof­fen­heit des Magen-Darm-Traktes, eit­ri­ger Aus­fluss und Atem­be­schwer­den bei Betrof­fen­heit der Atem­wege, epi­lep­ti­sche Anfälle und Läh­mungs­er­schei­nun­gen bei Betrof­fen­heit von Gehirn und Ner­ven­sys­tem sowie Hyper­ke­ra­to­sen (starke Ver­hor­nun­gen) von Nase und Pfo­ten­bal­len bei Betrof­fen­heit der Haut. In Deutsch­land tritt die Staupe zum Glück nur noch selten auf, da die meisten Tiere geimpft sind. 

 

 

Der Impfstoff

Die Stau­peimp­fung (abge­kürzt S) wird meis­tens als Kom­bi­na­ti­ons­impf­stoff mit Hepa­ti­tis und Par­vo­vi­rose ver­wen­det, was sich auf­grund glei­cher Wir­kungs­dauer anbie­tet (siehe Imp­fun­gen). Es sind auch Kom­bi­na­ti­ons­imp­fun­gen mit Hepa­ti­tis, Par­vo­vi­rose und Parain­flu­enza ver­füg­bar, ebenso ein Pup­py­impf­stoff bestehend aus Staupe und Par­vo­vi­rose. Letz­te­rer kann laut Bei­pack­zet­tel im Gegen­satz zu den anderen Kom­bi­na­tio­nen, welche erst ab einem Alter von min­des­tens acht Wochen ver­ab­reicht werden dürfen, bereits mit vier Wochen ver­wen­det werden. Aller­dings ist dann eine Wie­der­ho­lungs­imp­fung mit acht sowie eine mit zwölf Wochen erfor­der­lich, bei anderen Kom­bi­na­tio­nen genügt eine Impfung mit acht Wochen und eine mit zwölf, oder auch eine ein­ma­lige Impfung ab der zwölf­ten Woche. Die Wirk­dauer von Staupe beträgt laut Bei­pack­zet­tel einiger Impf­stoff­her­stel­ler (Aus­nah­men bestä­ti­gen die Regel) gesi­chert drei Jahre und kann daher auch für diesen Zeit­raum vom Tier­arzt gültig geschrie­ben werden. Bei dem Wirk­stoff handelt es sich um abge­schwächte, lebende, in Gewe­be­kul­tu­ren ver­mehrte und anschlie­ßend gefrier­ge­trock­nete Erreger des Onder­s­tepo­ort-Stammes der Staupe. Der Hund wird also aktiv immu­ni­siert – das heißt, er soll durch den Erre­ger­kon­takt eigene Anti­kör­per bilden. Das Gegen­teil wäre die passive Immu­ni­sie­rung, bei welcher Anti­kör­per gespritzt werden. Dies wird meist ange­wen­det, wenn das Tier bereits infi­ziert ist. 

 

Quellen:

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