Giftige Garten- und Wildpflanzen

Für Hunde potentiell giftige Garten- und Wildpflanzen

A

  • Ado­nis­rös­chen (Adonis): Die Ado­nis­rös­chen sind eine Pflan­zen­gat­tung aus der Familie der Hah­nen­fuß­ge­wächse (Ranun­cu­la­ceae), deren Arten Herz­gly­ko­side ent­hal­ten. Sie wirken ähnlich dem Roten Fin­ger­hut: Erbre­chen, Durch­fall, Krämpfe und Herz­rhyth­mus­stö­run­gen sind die Folge.

B

  • Blauer Eisen­hut (Aco­ni­tum napel­lus): Diese Wild- und Zier­pflanze gehört zur Gattung Eisen­hut (Aco­ni­tum) und damit zur Familie der Hah­nen­fuß­ge­wäch­sen (Ranun­cu­la­ceae). Was den Blauen Eisen­hut so giftig macht ist der Stoff Ako­ni­tin. Er kann über die Schleim­häute (also auch über den Fang oder den Ver­dau­ungs­trakt) oder die Haut auf­ge­nom­men werden. Es kann zu Durch­fall, Erbre­chen und Koliken, in schwe­re­ren Fällen zur Krampf­an­fäl­len und Läh­mun­gen oder gar zu Herz­kam­mer­flim­mern kommen, was den Tod zur Folge haben kann.
  • Blau­re­gen (Wis­te­ria): Als Blau­re­gen wird eine Pflan­zen­gat­tung bezeich­net, die auch unter den Namen Wis­te­rie, Wis­ta­rie und Glyzine bekannt ist. Sie gehört zur Unter­fa­mi­lie der Schmet­ter­lings­blüt­ler (Fabo­ideae)  und damit zur Familie der Hül­sen­frücht­ler (Fabaceae). Ihre Ver­tre­ter ent­hal­ten Cytisin, ein dem Nikotin ähn­li­ches Alka­loid. Näheres dazu unter »Gold­re­gen«.
  • Bogen­hanf (San­se­vie­ria): Diese Pflan­zen­gat­tung ist nahe mit den Dra­chen­bäu­men (Dra­caena) ver­wandt. Sie gehört zur Unter­fa­mi­lie der Noli­no­ideae und somit zur Familie der Spar­gel­ge­wächse (Aspa­ra­ga­ceae). Nimmt der Hund den Saft des Bogen­hanfs zu sich, kann es auch zu den­sel­ben Sym­pto­men kommen: Rei­zun­gen der Schleim­häute, Zahn­fleisch­ent­zün­dun­gen und in schwe­ren Fällen Zer­stö­rung roter Blut­kör­per­chen.
  • Brun­fel­sia: Der Begriff bezeich­net eine Pflan­zen­gat­tung, welche 46 ver­schie­de­nen Arten umfasst. Die Brun­fel­sia gehören zur Familie der Nacht­schat­ten­ge­wächse (Sola­na­ceae). Wird sie vom Hund ver­speist, geht das selten tödlich aus, aller­dings beein­flus­sen ihre Inhalts­stoffe das Ner­ven­sys­tem und darüber die Motorik. Zuerst kann es zu Krämp­fen, Erbre­chen, Durch­fall und Übel­keit (Spei­cheln) kommen, dann zu Mus­kel­steife und Atemnot. 
  • Buchs­baum: Die Bezeich­nung Buchs­baum beschreibt gleich­zei­tig eine Art (Buxus sem­per­vi­rens) und eine Gattung (Buxus). Vor allem Blätter und Rinde des Buchs­bau­mes (Art wie Gattung) sind giftig für Hunde. Es kann zu Rei­zun­gen des Ver­dau­ungs­trak­tes, Erbre­chen, Durch­fall, Krämp­fen und Läh­mun­gen kommen. Die töd­li­che Dosis wird auf etwa 5 Gramm Blätter pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht des Hundes geschätzt.

C

  • Christ­rose (Hel­le­bo­rus niger): Sie wird auch Schwar­zer Nies­wurz, Weih­nachts­rose oder Schnee­rose genannt und gehört zur Gattung Nies­wurz (Hel­le­bo­rus). Beson­ders die Wurzeln sind giftig, das gilt auch für den grünen Nies­wurz. Bei oraler Auf­nahme kann es zu Erbre­chen, Durch­fall, Koliken, Stö­run­gen des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems und Läh­mun­gen kommen. 
  • Chry­san­the­men (Chry­san­the­mum): Diese Pflan­zen­gat­tung gehört zur Familie der Korb­blüt­ler (Aster­aceae). Sie umfasst über 40 ver­schie­dene Pflan­zen­ar­ten und ist eine der am wei­tes­ten ver­brei­te­ten Zier­pflan­zen. Für Men­schen sind nur Tana­ce­tum-Arten giftig, da sie Pyre­thrum ent­hal­ten, was auch in Insek­ten­ver­nich­tungs­mit­tel zu finden ist. Für Hunde (und Katzen) aller­dings sind Chry­san­the­men grund­sätz­lich giftig, sowohl ihre Blüten als auch Blätter und Äste. Nach dem Verzehr kann es zu Übel­keit, Erbre­chen oder Durch­fall, bei grö­ße­ren Mengen auch Koor­di­na­ti­ons­pro­ble­men, kommen.

D

  • Deut­scher Ginster (Genista ger­ma­nica): Diese Pflan­zen­art gehört zur Familie der Hül­sen­frücht­ler (Fabaceae). Der Deut­sche Ginster enthält das für Hunde giftige Cytisin, siehe hierzu auch »Gold­re­gen«.

E

  • Echter Sei­del­bast (Daphne meze­reum): Er wird auch als Echt-Sei­del­bast, Gewöhn­li­cher Sei­del­bast oder Kel­ler­hals bezeich­net und gehört zur Gattung Sei­del­bast (Daphne) sowie der Familie der Sei­del­bast­ge­wächse (Thy­me­lae­aceae). In Mit­tel­eu­ropa ist der Echte Sei­del­bast der am wei­tes­ten ver­brei­tete Ver­tre­ter seiner Gattung. Seine Samen ent­hal­ten Mezer­ein, alle Teile Daph­ne­to­xin. Mezer­ein führt zu Schwel­lun­gen, Erbre­chen und Durch­fall, Daph­ne­to­xin zu Schäden an Niere, Kreis­lauf und Zen­tral­ner­ven­sys­tem.
  • Efeu (Hedera helix): Geläu­fig sind auch die Bezeich­nun­gen Gewöhn­li­cher oder Gemei­ner Efeu. Er gehört zur Gattung Efeu (Hedera) und damit zu Familie der Ara­li­en­ge­wächse (Ara­li­aceae). Efeu ist sowohl in Wohn­zim­mern, als auch in Gärten zu finden. 2010 war der Efeu (Hedera helix) die Arznei­pflanze des Jahres. Bei Hunden aller­dings reizt er bei oraler Auf­nahme die Schleim­häute und ver­ur­sacht Zittern sowie Fieber. Beim Ver­schlu­cken grö­ße­rer Mengen können Leber- und Nie­ren­ver­sa­gen die Folge sein. Auch klei­nere Dosen, die über Wochen oder Monate gefres­sen werden, können gefähr­lich sein, da sie einen chro­ni­schen Krank­heits­ver­lauf zur Folge haben können.
  • Efeu­tute (Epi­prem­num): Mit Efeu­tute wird sowohl die Gattung Epi­prem­num als auch die Art Epi­prem­num aureum, synonym auch Epi­prem­num pin­na­tum, bezeich­net. Auch wenn der Name es ver­mu­ten lässt, hat sie nichts mit der Gattung Efeu (Hedera) zu tun. Die Efeu­tu­ten gehören zur Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae) und umfas­sen etwa 15 Arten. Manche davon werden auch als Zim­mer­pflanze auf­ge­stellt. Mit dem Efeu gemein haben sie aller­dings, dass sie klet­tern oder krie­chen, anstatt wie ein Strauch zu wachsen. Der Verzehr der Efeu­tute kann bei Hunden Schwel­lun­gen und Brennen von Lefzen, Maul und Rachen sowie Durch­fall her­vor­ru­fen. Irri­ta­tio­nen der Haut sind beson­ders bei häu­fi­gem Kontakt mit der Pflanze möglich. Grund für diese Reak­tio­nen ist das in der Efeu­tute ent­hal­tene Cal­ci­um­oxa­lat.
  • Eibe (Taxus baccata): Ihr voller Name lautet Euro­päi­sche oder Gemeine Eibe. Die Taxus baccata ist ein Nadel­baum aus der Gattung der Eiben (Taxus) – die einzige Eiben­art, die in Europa ver­brei­tet ist. Sie ist der älteste Baum ganz Europas. Ihre Zweige und Äste finden hin und wieder Ver­wen­dung für weih­nacht­li­che Woh­nungs­de­ko­ra­tio­nen. Inter­es­san­ter Weise ist der gesamte Baum hoch­gif­tig – mit Aus­nahme des Frucht­fleischs der roten Schein­bee­ren. Die schwar­zen Kerne der Beeren hin­ge­gen sind ebenso giftig wie der Rest der Pflanze. Wie auch Obst­kerne können sie den Darm aller­dings pas­sie­ren, ohne eine giftige Wirkung zu zeigen, sofern sie am Stück ver­schluckt werden. Damit die Zweige ihre giftige Wirkung ent­fal­ten, genügt es bereits, wenn der Hund an diesen nagt. Klei­nere Mengen führen zu einer Reizung der Schleim­häute, Durch­fall und Erbre­chen sowie zu einer Ent­zün­dung von Nieren und Blase. Bis diese Sym­ptome ein­set­zen dauert es etwa 30 bis 90 Minuten. Wird eine größere Menge auf­ge­nom­men, kann dies zu einem starken Anstieg von Puls und Atem­fre­quenz führen, es kann zu einer Kreis­lauf­schwä­che oder gar zur Atem­läh­mung mit Todes­folge kommen. Läh­mun­gen von Herz und Atmung werden haupt­säch­lich durch das Gift Taxin ver­ur­sacht. 

F

  • Farne: Diese Gruppe von Pflan­zen wächst seit geschätz­ten 400 Mil­lio­nen von Jahren auf der Erde. Der Begriff Farne steht in der bota­ni­schen Sys­te­ma­tik sehr weit oben, direkt unter dem Reich Pflan­zen (Plantae) und der Abtei­lung Gefäß­pflan­zen (Tra­cheo­phyta). Sie werden in vier ver­schie­dene Klasse, diverse Ord­nun­gen und Fami­lien unter­teilt, sodass sie ein breites Spek­trum an Pflan­zen­ar­ten abde­cken. Welt­weit sind es etwa 12.000 Arten, davon die meisten in tro­pi­schen Gebie­ten und rund 170 in Europa. Theo­re­tisch sind alle Arten giftig, die meisten jedoch nur sehr schwach, sodass große Mengen auf­ge­nom­men werden müssten, um über­haupt Sym­ptome aus­zu­lö­sen (Durch­fall und Erbre­chen). In Deutsch­land ist eigent­lich nur beim Adler­farn (Pter­i­dium aqui­li­num) größere Vor­sicht geboten, denn er enthält das Enzym Thia­mi­nase, welches in Ver­dacht steht, das Kno­chen­mark anzu­grei­fen und die Bildung von Krebs zu fördern. Das betrifft aller­dings nicht nur den Verzehr der Blätter, sondern auch das Ein­at­men der Sporen. Der Echte Wurm­farn (Dry­op­te­ris filix-mas), auch Gemei­ner Wurm­farn, Gewöhn­li­cher Wurm­farn oder Män­ner­farn genannt, erlangte als Heil­mit­tel gegen Band­wür­mer eine gewisse Berühmt­heit unter den Haus­mit­teln. Zu hoch dosiert kann diese Art der Wurmkur aller­dings tödlich enden, wes­we­gen sich der Wurm­farn ein­deu­tig nicht als natür­li­ches Wurm­mit­tel eignet. Diese Wirkung wird auch gerie­be­nen Karot­ten, Kokos­flo­cken und Knob­lauch nach­ge­sagt, wobei erstere voll­kom­men ungif­tig sind und letz­te­rer in klei­ne­ren Dosie­rung unbe­denk­lich ist (siehe hierzu auch »Welche Lebens­mit­tel sind poten­ti­ell giftig für Hunde?«) .

G

  • Gefleck­ter Schier­ling (Conium macu­la­tum): Diese Pflan­zen­art aus der Familie der Dol­den­blüt­ler (Apia­ceae) zählt zu den gif­tigs­ten der Dold­en­ge­wächse, zusam­men mit Was­ser­schier­ling (Cicuta virosa) und Hunds­pe­ter­si­lie (Aethusa cyna­pium). Laut Über­lie­fe­rung wurde der grie­chi­sche Phi­lo­soph Sokra­tes im Jahr 399 v. Chr. mit einem Schier­ling­trank hin­ge­rich­tet. Diese hoch­toxi­sche Wirkung ver­dankt die in Europa hei­mi­sche Pflanze dem Alka­loid Coniin. Es ist in allen Teilen der Pflanze ent­hal­ten, in den Samen in beson­ders hoher Kon­zen­tra­tion. Es kann über die Haut und über die Schleim­häute (Ver­dau­ungs­trakt, Augen) auf­ge­nom­men werden. Seine Wirkung ist ähnlich der von Nikotin und Cytisin. In ent­spre­chen­der Dosis führt es zu Mus­kel­schwä­che, Koor­di­na­ti­ons­pro­ble­men, Seh­stö­run­gen, Mus­kel­zit­tern, Krämp­fen, Läh­mun­gen und Tod. Etwa 50mg Coniin pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht können für einen Hund tödlich sein. Die ersten Sym­ptome setzen etwa eine halbe Stunde nach Auf­nahme des Giftes ein. Die Gelbe Schlauch­pflanze (Sar­race­nia flava), eine fleisch­fres­sende Pflanze Nord­ame­ri­kas, weist eben­falls einen hohen Gehalt an Coniin auf.
  • Geiß­klee (Cytisus): Geiß­klee bezeich­net eine Pflan­zen­gat­tung, deren Ver­tre­ter Cytisin ent­hal­ten. Für nährere Infor­ma­tio­nen siehe auch »Gold­re­gen«.
  • Gold­re­gen (Lab­ur­num ana­gy­ro­ides): Ein Zier­strauch, der atem­be­rau­bende Größe errei­chen kann und auf­grund seiner gold­gel­ben Blüten sehr beliebt in Gärten und Parks ist. Er wird auch Boh­nen­baum, Gold­rausch oder Gelb­strauch genannt. Aller­dings enthält er auch das Alka­loid Cytisin. Den höchs­ten Gehalt weisen die Samen der Pflanze auf. Cytisin setzt an den­sel­ben Rezep­to­ren des Gehirns an wie Nicotin, wes­we­gen die Blätter des Gold­re­gens früher als Tabak­er­satz ver­wen­det wurden. Je nach auf­ge­nom­me­ner Dosis kann es zu Rei­zun­gen der Schleim­häute, (blu­ti­gem) Erbre­chen und Läh­mun­gen bis hin zur Atem­läh­mung und damit zum Tod kommen. Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen können schon durch das Benagen der Äste des Gold­re­gens auf­tre­ten.
    Das Gift Cytisin ist noch in wei­te­ren Pflan­zen ent­hal­ten, unter anderem den Ver­tre­tern der Gattung Geiß­klee (Cytisus) sowie der Gattung Blau­re­gen (Wis­te­ria), dem Deut­schen Ginster (Genista ger­ma­nica), dem Japa­ni­schen Schnur­baum (Styph­no­lo­bium japo­ni­cum) und der Mes­kalbohne (Calia secun­diflora, synonym Sophora secun­diflora).

H

  • Herbst­zeit­lose (Colchi­cum autum­nale): Die rosa-lilane Wild­blume gehört zur Familie der Colchi­caceae, der Zeit­lo­sen­ge­wächse. Im Jahr 2010 wurde sie auf­grund ihrer viel­sei­ti­gen Anwen­dungs­ge­biete in den Berei­chen der Medizin, aber auch der Pflan­zen­zucht, als Gift­pflanze des Jahres aus­er­ko­ren. Ihre Blätter sind denen des Bär­lauchs (Allium ursinum) sehr ähnlich, wes­we­gen es beim Men­schen häufig zu Ver­gif­tun­gen auf­grund von Ver­wechs­lun­gen kommt. Die Herbst­zeit­lose enthält nämlich in allen Pflan­zen­tei­len das Alka­loid Colchi­cin (wie auch die Zim­mer­pflanze Pracht-Lilie (Lilium spe­cio­sum)). Den höchs­ten Gehalt weist die Blüte auf, doch auch die anderen Teile können eine Ver­gif­tung ver­ur­sa­chen. Sym­t­pome sind Schluck­be­schwer­den, Übel­keit, Erbre­chen (blu­ti­ger) Durch­fall und bei höheren Dosen Nie­ren­schä­di­gun­gen, Atem­läh­mung oder Kreis­lauf­ver­sa­gen, was zum Tod führen kann.
  • Holun­der (Sam­bu­cus): Holun­der ist eine Gattung von Wild­pflan­zen aus der Familie der Moschus­kraut­ge­wächse (Ado­xaceae), die über zehn Arten auf der ganzen Welt umfasst. In Mit­tel­eu­ropa sind nur drei Arten hemisch. Die bekann­teste davon ist der Schwarze Holun­der (Sam­bu­cus nigra), der als so typisch für die Gattung betrach­tet wird, dass er häufig als »der Holun­der« bezeich­net wird. Was die Gattung Holun­der für Hunde so pro­ble­ma­tisch macht, sind die ent­hal­te­nen Gly­ko­sid (bspw. Sam­bu­ni­grin beim Schwar­zen Holun­der, Amyg­da­lin im Zwerg­ho­lun­der). In abge­koch­ten und entsam­ten Beeren sowie in über­rei­fen Beeren sind diese nicht zu finden, in der Rinde, den Blät­tern, unrei­fen Beeren und den Samen hin­ge­gen schon. Die Gly­ko­side können zu Erbre­chen, Durch­fall und Atem­be­schwer­den führen, auch wenn nur die ver­holz­ten Äste benagt werden.
  • Hor­ten­sie (Hydran­gea): Bezeich­net eine Gattung von Garten-, sel­te­ner auch Zim­mer­pflan­zen, die zur Familie der Hor­ten­si­en­ge­wächse (Hydran­ge­aceae) gehört. Die Blüten der Hor­ten­sie werden in getrock­ne­ter Form häufig zur Deko­ra­tion in der Flo­ris­tik benutzt. Hor­ten­sien ent­hal­ten Sapo­nine, deren Wir­kungs­weise sehr unter­schied­lich und nicht voll­stän­dig geklärt ist. Außer­dem ent­hal­ten sie das Gly­ko­sid Hydran­gin sowie Hydran­ge­nol. Bei Men­schen kann es nach dem Verzehr von Hor­ten­sien (häufig als aus den Blät­tern gekoch­ter Tee auf­ge­nom­men) zu Beklem­mun­gen und Übel­keit kommen. Bei Hunden kann der Verzehr zu einer Reizung des Ver­dau­ungs­trak­tes führen, die mit (blu­ti­gem) Durch­fall ein­her­geht. Selten kann es auch zu Zittern oder Kreis­lauf­pro­ble­men kommen. Todes­fälle auf­grund einer Ver­gif­tung mit Hor­ten­sien sind bisher nicht bekannt.

J

  • Japa­ni­sche Aralie (Aralia elata): Die Japa­ni­sche Aralie ist eine Pflan­zen­art aus der Gattung der Ara­li­en­ge­wächse (Ara­li­aceae), zu der auch Efeu gehört. Dieser Strauch wird auch Japa­ni­scher Ange­li­ka­baum oder Teu­fels­krück­stock genannt. Wild ist er nur in China, Japan, Korea und Russ­land zu finden, in anderen Ländern kann man ihn in Gärten und Parks sehen.
  • Japa­ni­scher Schnur­baum (Styph­no­lo­bium japo­ni­cum): Er wird auch als Honig­baum, Schnur­baum, Perl­schnur­baum, Japa­ni­scher Perl­schnur­baum, Japa­ni­scher Pago­den­baum oder Sauer­scho­ten­baum bezeich­net. Der Japa­ni­sche Schnur­baum enthält Cytisin, siehe hierzu auch der Abschnitt zu »Gold­re­gen«.
  • Johan­nis­kraut (Hype­ri­cum per­fo­ra­tum): Es wird auch als Echtes oder Gewöhn­li­ches Johan­nis­kraut sowie Tüpfel-Johan­nis­kraut oder Tüpfel-Hartheu bezeich­net. Es gehört zur Gattung der Johan­nis­kräu­ter (Hype­ri­cum). Als Heil­pflanze findet es vor allem gegen Depres­sio­nen Anwen­dung. Es hat aber auch einen unan­ge­neh­men Neben­ef­fekt: Es kann pho­to­to­xisch wirken. Das heißt, es führt zu Über­re­ak­tio­nen der Haut auf Son­nen­licht und es kommt zu Ver­bren­nun­gen. Dieses Phä­no­men wird als Hype­ri­cis­mus bezeich­net und ent­steht durch die Inhalts­stoffe Hype­ri­cin und Pseudo­hy­pe­ri­cin. Zuerst beob­ach­tet wurde es bei gra­sen­den Tieren wie Schafen, Ziegen und Pferden, die beim Fressen sehr große Mengen Johan­nis­kraut zu sich nahmen. Auch bei Hunden kann dieser Effekt durch die Auf­nahme großer Mengen auf­tre­ten.

L

  • Lebens­bäume (Thuja): Sie werden auch als Thujen bezeich­net und sind eine Gattung in der Familie der Zypres­sen­ge­wächse (Cup­res­saceae). Zwei Arten von Lebens­bäu­men sind in Nord­ame­rika hei­misch, drei in Asien. Im deut­schen Sprach­raum sind die Nadel­bäume in Kul­tu­ren oder als Hecken­pflan­zen im hei­mi­schen Garten zu finden. Nimmt der Hund die Blätter der Lebens­bäume auf, kann es zu Ent­zün­dun­gen des Ver­dau­ungs­trak­tes und zu Krämp­fen kommen. Auch auf Leber und Niere können die ent­hal­te­nen, ent­zün­dungs­för­dern­den Stoffe schäd­lich wirken.
  • Lupinen (Lupinus): Sie sind eine Gattung der Unter­fa­mi­lie der Schmet­ter­lings­blüt­ler (Fabo­ideae), welche wie­derum zur Familie der Hül­sen­frücht­ler (Fabaceae oder synonym Legu­mi­no­sae) gehört. Die Arten der Lupinen treten als Zier-, Gemüse-, Futter- und Wild­pflanze in Erschei­nung. Sie ent­hal­ten Bitter- und Gift­stoffe, die auf Herz und Atmung lähmend wirken können. Den höchs­ten Gehalt dieser Gift­stoffe weist die gelbe Lupine (Lupinus luteus) auf. Süß­lu­pi­nen hin­ge­gen weisen nur einen sehr gerin­gen Gehalt an Bitter- und Gift­stof­fen auf. Der­ar­tige Sorten werden seit Anfang der 1930er Jahre in Kul­tu­ren gezüch­tet.

M

  • Mai­glöck­chen (Con­vallaria majalis): Deutsch­schwei­ze­risch werden die Mai­glöck­chen auch Maieriesli genannt. Diese Pflan­zen­art wird von Wild­tie­ren meist instink­tiv gemie­den. SIe ent­hal­ten über 30 Gly­ko­side, was sie relativ giftig macht. Werden gerin­gere Mengen auf­ge­nom­men, kann es zu lokalen Rei­zun­gen der Schleim­häute im Fang, Magen und/oder Darm kommen, die meist auch Durch­fall zur Folge haben. Bei grö­ße­ren Mengen kann es zum Tod durch Herz­still­stand kommen.
  • Mes­kalbohne (Calia secun­diflora, synonym Sophora secun­diflora): Die Mes­kalbohne gehört zur Unter­fa­mi­lie der Schmet­ter­lings­blüt­ler (Fabo­ideae) und zur Familie der Hül­sen­frücht­ler (Fabaceae). Sie auf­grund ihres Cytisin-Gehal­tes giftig, siehe hierzu auch »Gold­re­gen«.
  • Mistel (Viscum album): Die Mistel – auch Weiß­bee­rige Mistel, Weiße Mistel oder Laub­holz­mis­tel genannt – gehört zur Familie der San­del­holz­ge­wächse (San­tala­ceae). Sie ist eine para­si­täre Pflan­zen­art, welche direkt an der Spross­achse ihres Wirts wächst. Beson­ders zu Weih­nach­ten kommt es häu­fi­ger zur Ver­gif­tun­gen bei Hunden, da die Mistel gerne in natür­li­cher Deko­ra­tion ver­wen­det wird. Sie enthält Mistel­lek­tine und Vis­co­to­xine, die unter anderem zu Durch­fall, Erbre­chen, Fieber und Krämp­fen führen können. In der Vete­ri­när­me­di­zin finden Mis­tel­ex­trakte im Rahmen der Che­mo­the­ra­pie bei Kres­ber­kran­kun­gen als Zyto­sta­tika Anwen­dung – das heißt zur Hemmung des Zell­wachs­tums und der Zell­tei­lung. Bei einer Über­do­sie­rung dieser Arzein­mit­tel kann es zu den­sel­ben Sym­pto­men kommen.

O

  • Ole­an­der (Nerium ole­an­der): Er wird auch Rosen­lor­beer genannt und ist eine Pflan­zen­art inner­halb der Gattung Ole­an­der (Nerium), welche zur Familie der Hunds­gift­ge­wächse (Apo­cy­naceae) zählt. Alle Teile der Pflanze sind giftig, auch für Men­schen, da sie Ole­an­drin ent­hal­ten. Dabei handelt es sich um ein Herz­gly­ko­sid, das heißt, es stei­gert die Schlag­kraft und senkt die Herz­fre­quenz. Werden kleine Mengen auf­ge­nom­men, kann das Erbre­chen, Durch­fall und Spei­cheln zur Folge haben, aber auch Pupil­len­er­wei­te­rung, Krämp­fen, Unter­küh­lung und Atem­be­schwer­den. Bei Auf­nahme grö­ße­rer Mengen kann es inner­halb weniger Minuten zum Tod kommen.
  • Osterglocke/Osterglöckchen (Nar­cis­sus pseudo­nar­cis­sus): Sie wird auch Gelbe Nar­zisse, Fal­scher Nar­zis­sus, Trom­pe­ten-Nar­zisse oder – vor allem in Öster­reich – Mär­zen­be­cher genannt. Das giftige an der Oster­glo­cke ist ihr Gehalt an Lycorin. Werden kleine Dosen auf­ge­nom­men, kann es zu Erbre­chen und Durch­fall kommen. Größere Mengen können zu Krampf­an­fäl­len, Läh­mun­gen und Kreis­lauf­ver­sa­gen führen.

R

  • Riesen-Bären­klau (Hera­cleum man­te­gaz­zia­num oder synonym Hera­cleum gigan­teum): Alter­na­tive Bezeich­nun­gen sind Her­ku­les­staude, Her­ku­les­kraut und Hera­kles­staude. Diese Pflan­zen­art gehört zur Familie der Dol­den­blüt­ler (Apia­ceae). Als Wild­pflanze ist der Riesen-Bären­klau inzwi­schen auch in Europa und Nord­ame­rika zu finden, ursprüng­lich stammt er aber aus dem Kau­ka­sus. Er ist ein soge­nann­ter Neophyt – eine Pflanze, die ohne die Hilfe des Men­schen ein neues Ver­brei­tungs­ge­biet für sich erobert hat. Der Wiesen-Bären­klau oder Gemeine Bären­klau (Hera­cleum sphondy­lium) hin­ge­gen ist in Europa hei­misch. Er ist eben­falls eine Art aus der Familie der Dol­den­blüt­ler (Apia­ceae). Die Riesen- sowie der Wie­sen­bä­ren­klau haben eines gemein­sam: Ihr Saft enthält pho­to­to­xi­sche Sub­stan­zen. Werden diese vom Hund in ent­spre­chen­der Menge auf­ge­nom­men, kann es zu Über­re­ak­tio­nen auf Son­nen­licht kommen, bei­spiels­weise in Form von Rötun­gen, Schwel­lun­gen und Bla­sen­bil­dung. Auch Haar­ver­lust an den betrof­fe­nen Stellen ist möglich. Es kommt zu einer soge­nann­ten »Wie­sen­grä­ser­der­ma­ti­tis«. Ursache hierfür sind Furo­cu­ma­rine. Sie kommen häufig in Dol­den­blüt­lern (Apia­ceae), aber auch in Arznei-Engel­wurz sowie Rautenge­wäch­sen (Rut­aceae) vor. Zu letz­te­ren gehören unter anderem Zitrus­pflan­zen wie Zitrone, Limette oder Grape­fruit (die reifen Zitrus­früchte sind nicht bedenk­lich, siehe hierzu auch »Welche Lebens­mit­tel darf mein Hund fressen?« oder »Obst­füt­te­rung«).
  • Rho­do­dend­ren: Dieser Begriff bezeich­net eine Pflan­zen­gat­tung inner­halb der Familie der Hei­de­kraut­ge­wächse (Eri­caceae). Die bunt blü­hen­den Sträu­cher sind in deut­schen Gärten häu­fi­ger als Zier­pflanze zu finden. Etwa 1.000 Arten von Rho­do­dend­ren sind auf der ganzen Welt zu finden – alle mit unter­schied­li­chen Ansprü­chen an ihren Stand­ort. Die Anzahl der Sorten ist noch um ein Viel­fa­ches größer. Jedoch sind alle Ver­tre­ter dieser Gattung für Hunde giftig. Sie ent­hal­ten das Ner­ven­gift Gra­y­a­no­to­xin, wie auch einige andere Hei­de­kraut­ge­wächse. Wird das Toxin vom Hund auf­ge­nom­men, kann das zu Läh­mun­gen der Ske­lett­mus­ku­la­tur und zur Beein­flus­sung der Herz­ak­ti­vi­tät führen. In schwe­ren Fällen kann es zum Tod durch Atem­läh­mung kommen. Zu den Rho­do­dend­ren zählen auch die Azaleen, ein Sam­mel­be­griff für mehrere Arten und Sorten des Rho­do­den­drons.
  • Rit­ter­sporne (Del­phi­nium): Diese Pflan­zen­gat­tung gehört zur Familie der Hah­nen­fuß­ge­wächse (Ranun­cu­la­ceae). Die Rit­ter­sporne mit ihren etwa 350 ver­schie­de­nen Arten wurden 2015 zur Gift­pflanze des Jahres gewählt (im Rahmen einer öffent­li­chen Abstim­mung im Bota­ni­schen Son­der­gar­ten in Hamburg-Wands­bek). Im Alter­tum (4. Jahr­hun­dert v. Chr. bis 6. Jahr­hun­dert n. Chr.) wurden Rit­ter­sporne auf­grund der ent­hal­te­nen Alka­lo­ide als Arznei­pflanze ver­wen­det. Die Menge ent­hal­te­ner Alka­lo­ide ist groß, haupt­säch­lich handelt es sich um Del­phi­nin, Methyl­ly­caco­ni­tin, Del­phi­sin, Del­phi­no­idin, Del­co­sin, Del­so­nin, Lycoc­to­nin und Elatine. Diese Mischung kann lokal starke Ent­zün­dun­gen (Haut und Schleim­häute) ver­ur­sa­chen, was auch den Magen-Darm-Trakt betrifft. Dadurch kann es zu Bauchschmerzen/Krämpfen und starkem Durch­fall kommen. Bei der Aus­schei­dung über den Urin können die Alka­lo­ide eine Nie­ren­rei­zung her­vor­ru­fen. Emp­fin­dungs­stö­run­gen im gesam­ten Körper können ebenso auf­tre­ten. Das Herz kann unter Umstän­den so stark beein­flusst werden, dass es zum Herz­still­stand kommt. Methyl­ly­caco­ni­tin im Spe­zi­el­len wirkt neu­ro­mus­ku­lär und kann daher zu Mus­kel­läh­mun­gen führen. Del­phi­nin ist ein Neu­ro­to­xin, welches auf das Rücken­mark ein­wir­ken, die Gefäße beein­flus­sen und eine schlaffe Lähmung des Herz­mus­kels zur Folge haben kann. Nicht alle Rit­ter­sporne ent­hal­ten alle diese Alka­lo­ide in glei­cher Menge oder Zusam­men­set­zung. Dennoch sind sie alle mehr oder minder giftig für Hunde. Sie sollten unter keinen Umstän­den ver­speist werden, aber auch all­ge­mei­ner Kör­per­kon­takt, beson­ders mit den Schleim­häu­ten, sollte ver­mie­den werden.
  • Roter Fin­ger­hut (Digi­ta­lis pur­pu­rea): Diese Pflan­zen­art hat noch viele weitere Namen: Fin­ger­hut, Fin­ger­kraut, Fuchs­kraut, Schwulst­kraut, Unserer-lieben-Frauen-Hand­schuh, Wald­glöck­chen oder auch Wald­schelle. Die Wild- und Zier­pflanze gehört zur Gattung der Fin­ger­hüte (Digi­ta­lis) inner­halb der Familie der Wege­rich­ge­wächse (Plan­ta­gi­n­aceae). Der Rote Fin­ger­hut hat auf­grund seines Gehal­tes an Digi­ta­lis eine schäd­li­che Aus­wir­kung auf Hunde, die ihn ver­schlu­cken. Das Gift greift zunächst den Ver­dau­ungs­trakt, dann das Herz an.

S

  • Sade­baum (Juni­pe­rus sabina): Diese Pflan­zen­art gehört zur Gattung Wachol­der (Juni­pe­rus) und wird auch Stink-Wachol­der, Gift-Wachol­der, Sefistrauch oder Seben­strauch genannt. Alle Teile des Sade­baums ent­hal­ten das giftige äthe­ri­sche Sade­baumöl. Es weist einen hohen Gehalt an Ester und Acetyl auf, höher als das Öl des Gemei­nen Wachol­ders (Juni­pe­rus com­mu­nis). Darüber hinaus sind unter anderem Sabine, Sabi­nyl­ace­tat, α-Pinen und Cadinen und Dia­ce­tyl ent­hal­ten. Auch für den Men­schen ist das Öl hoch­gif­tig und greift die Organe an. Es führt bei schwan­ge­ren Frauen (auch im letzten Schwan­ger­schafts­drit­tel) zu Fehl­ge­bur­ten und fand des­we­gen Ver­wend­nung als mit­tel­al­ter­li­ches Abtrei­buns­me­di­ka­ment. Das Öl kann über die Schleim­häute, die Ver­dau­ung oder die Haut auf­ge­nom­men werden. Bei Hunden wirkt es ebenso wie beim Men­schen. In schwe­ren Fällen führt die Ver­gif­tung zuerst zu Mus­kel­krämp­fen, dann zum Tod des Tieres.
  • Stech­äp­fel (Datura): Diese Pflan­zen­gat­tung gehört zur Familie der Nacht­schat­ten­ge­wächse (Sola­na­ceae). Alle rund 20 welt­weit exis­tie­ren­den Arten sind hoch­gif­tig – für Mensch und Tier. Sie sind als Gar­ten­pflan­zen, aber auch als wilde Gewächse zu finden. Was die Ver­tre­ter dieser Gattung so giftig macht, sind die ent­hal­te­nen Alka­lo­ide, ins­be­son­dere Hyo­scy­amin (Atropin) und Sco­pola­min. Atropin ist unter anderem auch in Alrau­nen (Man­dra­gora), Engel­strom­pe­ten (Brug­man­sia) und Schwar­zen Toll­kir­schen (Atropa bel­la­donna) ent­hal­ten. Es kann bei Verzehr zu Herz­pro­ble­men und -schä­di­gun­gen führen, außer­dem kann es die Darm­tä­tig­keit hemmen (Peris­tal­tik), die Rezep­to­ren der Ner­ven­zel­len blo­ckie­ren, die Bron­chien weiten, eine starke Licht­emp­find­lich­keit (Pho­to­pho­bie) her­vor­ru­fen und die Seh­fä­hig­keit ver­min­dern. Sco­pola­min ist im Prinzip in den­sel­ben Pflan­zen ent­hal­ten wie Atropin. In klei­ne­ren Dosen wirkt es ledig­lich beru­hi­gend und unter­dürckt den Brech­reiz, in höheren Dosen führt es zur voll­stän­di­gen Apathie. Dieser Effekt reicht so weit, dass es bis in die 1950er Jahre als Wahr­heits­se­rum benutzt wurde. Noch heute wird es als K.O.-Tropfen miss­braucht.
  • Stech­palme (Ilex): Als Ilex wird eine Gattung von Laub­bäu­men mit sehr sta­che­li­gen Blät­tern bezeich­net. In Mit­tel­eu­ropa ist ledig­lich die Ilex aqui­fo­lium hei­misch – die Euro­päi­sche Stech­palme, auch Gewöhn­li­che oder Gemeine Stech­palme sowie Holly genannt. Sie gehört zur Familie der Stech­pal­men­ge­wächse (Aqui­fo­li­aceae). Das Bekauen oder Ver­schlu­cken von Teilen der Stech­palme kann zu Übel­keit, Erbre­chen, Durch­fall und Schläf­rig­keit führen. Ein töd­li­cher Verlauf ist theo­re­tisch möglich, aller­dings braucht es hierfür recht große Mengen an ver­schluck­tem Mate­rial.

W

  • Wolfs­milch­ge­wächse (Euphor­bi­aceae): Ein paar Arten dieser Pflan­zen­fa­mi­lie können die Schleim­häute der Augen und des Ver­dau­ungs­trak­tes reizen, wenn ihre Milch damit in Berüh­rung kommt. Es gibt sowohl giftige Zim­mer­pflan­zen­ar­ten (siehe hierzu Wolfs­milch­ge­wächse) als auch Gar­ten­pflan­zen­ar­ten. Zu letz­te­ren zählen der Wun­der­baum (Ricinus com­mu­nis) und die Zypres­sen-Wolfs­milch (Euphor­bia cypa­ris­sias). Im Falle des Wun­der­baums ent­hal­ten die Samen zusätz­lich das hoch­gif­tige Zyto­to­xin Ricin.
  • Wun­der­baum (Ricinus com­mu­nis): Diese Pflan­zen­art gehört zu den Wolfs­milch­ge­wäch­sen und ihre Milch kann dem­entspre­chend Rei­zun­gen der Schleim­häute ver­ur­sa­chen. Der Wun­der­baum hat aber zusätz­lich sehr giftige Samen – genauer gesagt Samen­scha­len. Sie ent­hal­ten Ricin, einen sehr gif­ti­gen Eiweiß­stoff, welcher das Abster­ben von Zellen ver­ur­sacht. Es ist für den Men­schen ebenso giftig wie für Hunde. Rizi­nusöl enthält den Stoff eben­falls, aller­dings ist er durch das Erhit­zen inak­ti­viert.

Z

  • Zan­te­de­schien (Zan­te­de­schia): Diese Pflan­zen­gat­tung mit ihren acht Arten gehört zur Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae). Die Zan­te­de­schien sind nicht son­der­lich bekannt, dafür aber die vier als Calla, Kalla oder Calla-Lilien bezeich­ne­ten Arten dieser Gattung. Diese Namen sind aller­dings keine offi­zie­len Art­be­zeich­nun­gen, sondern umgangs­sprach­li­che Namen. Eigent­lich gemeint sind damit die Gewöhn­li­che Calla (Zan­te­de­schia aethio­pica, auch Zim­mer­k­alla), Gefleckte Calla (Zan­te­de­schia albo­ma­cu­lata), die Goldene Calla (Zan­te­de­schia elliot­tiana, auch Elliott-Calla) und die Rosa­far­bene Calla (Zan­te­de­schia reh­man­nii, auch Rehmann-Calla). Nach­weis­lich giftig – und das auch nur leicht – ist davon aber nur die Gewöhn­li­che Calla oder Zim­mer­k­alla, dafür aber alle Teile. Bei Haut­kon­takt können sie starke Rei­zun­gen (beim Men­schen Nes­sel­fie­ber und Aus­schlag) ver­ur­sa­chen. Auf die Schleim­häute (Fang, Darm, aber auch Augen) haben sie die­selbe Wirkung. Bei Zan­te­de­schien gibt es noch eine Beson­der­heit: Sie sondern über­schüs­sige Flüs­sig­keit in Form kleiner Tropfen über die Blatt­spit­zen ab. Diese sind können die Haut ebenso reizen wie die Blätter selbst.

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