Giftige Zimmer- und Kübelpflanzen

Für Hunde potentiell giftige Zimmer- und Kübelpflanzen

A

  • Alpen­veil­chen (Cycla­men): Diese Gattung gehört zur Unter­fa­mi­lie der Myr­si­nen­ge­wächse (Myr­si­no­ideae) und zur Familie der Pri­mel­ge­wächse (Pri­mu­la­ceae). Als Zim­mer­pflanze sind von den über 20 Arten eigent­lich nur die Zimmer-Alpen­veil­chen (Cycla­men per­si­cum) aus Klein­asien ver­tre­ten. Häu­fi­ger sind sie als Wild­pflan­zen in den Alpen und im Mit­tel­meer­raum zu finden. Die Wur­zel­knolle der Alpen­veil­chen enthält Sapo­nine. Diese können, wenn die Knolle gefres­sen wird, zu Erbre­chen, Durch­fall und Schwin­der führen. Gerade bei den gezüch­te­ten Alpen­veil­chen ist aber unklar, ob und in welcher Menge über­haupt Sapo­nine ent­hal­ten sind.
  • Eine Dieffenbachia-Art, wie sie häufig in Blumenläden zu finden ist.

    Eine Dief­fen­ba­chia-Art, wie sie häufig in Blu­men­lä­den zu finden ist.

    Ama­ryl­lis: Ist die Bezeich­nung für eine Pflan­zen­gat­tung, die nur im süd­li­chen Afrika wild wächst. In anderen Gebie­ten ist sie aller­dings als Zier­pflanze erhält­lich. Sie gehört zur Familie der Ama­ryl­lis­ge­wächse (Ama­ryl­li­daceae). Im Gar­ten­cen­ter erhält­li­che »Ama­ryl­lis«, wie sie in der Vor­weih­nachts­zeit gerne ver­kauft werden, gehören aller­dings nicht zur Gattung Ama­ryl­lis. Dabei handelt es sich meist um Arten der Gattung Rit­ter­sterne (Hip­peastrum), die aller­dings auch zur Familie der Ama­ryl­lis­ge­wächse zählen. Mit dem umgangs­sprach­li­chen Begriff »Ama­ryl­lis« sind oft diese beiden Gat­tun­gen gemeint. Sys­te­ma­tisch mit ihnen ver­wandt sind die Nar­zis­sen (Nar­cis­sus). Diese Gattung gehört zur Unter­fa­mi­lie Ama­ryll­i­do­ideae, welche wie­derum zur bereits genann­ten Familie der Ama­ryl­lis­ge­wächse gehört. Der bekann­teste Ver­tre­ter der Gattung Nar­zisse ist die Osterglocke/Osterglöckchen (Nar­cis­sus pseudo­nar­cis­sus), auch gelbe Nar­zisse, Fal­scher Nar­zis­sus, Trom­pe­ten-Nar­zisse oder – vor allem in Öster­reich – Mär­zen­be­cher genannt. Vor allem die Blu­men­zwie­beln der genann­ten Arten und Gat­tun­gen sind gefähr­lich. Sie ent­hal­ten Lycorin, was zu in gerin­ger Dosis Erbre­chen und Durch­fall als­lö­sen kann, in höherer Dosis kann es Krämpfe, Läh­mun­gen und Kreis­lauf­ver­sa­gen ver­ur­sa­chen.
  • Azalee: Als Azaleen werden einige Arten und Sorten der Gattung Rho­do­den­dron bezeich­net. Die kleinen Sträu­cher werden meist als Zim­mer­pflan­zen gezüch­tet. Sie ent­hal­ten das Ner­ven­gift Gra­y­a­no­to­xin, was zu Läh­mun­gen der Ske­lett­mus­ku­la­tur führen und die Herz­ak­ti­vi­tät beein­flus­sen kann. Bei Auf­nahme grö­ße­rer Mengen kann es sogar zum Tod durch Atem­läh­mung kommen.

B

  • weihnachtsstern

    Der Weih­nachts­stern ist vor allem zu Weih­nach­ten in vielen Wohn­zim­mern zu finden.

    Becher-Primel (Primula obco­nica): Die Becher­pri­mel – selten auch Gift-Primel genannt – ist eine lang­le­bige Topf­pri­mel und wird dem­entspre­chend als Zim­mer­pflanze kul­ti­viert. Sie gehört zur Familie der Pri­mel­ge­wächse (Pri­mu­la­ceae). In den Haaren der Becher-Primel ist der giftige Stoff Primin ent­hal­ten, welcher bei Berüh­rung Haut­ir­ri­ta­tio­nen her­vor­ru­fen kann. Es gibt aller­dings eine soge­nannte Twilly-Serie (»Touch-Me«), welche als primin­frei gehan­delt wird.
  • Bir­ken­feige (Ficus ben­ja­mina): Die Bir­ken­feige wächst als Baum oder Strauch und wird umgangs­sprach­lich auch »Ben­ja­mini« genannt. Diese Pflan­zen­art gehört zur Gattung der Feigen (Ficus) und zur Familie der Maul­beer­ge­wächse (Mor­aceae). Die Bir­ken­feige umfasst einige Sorten mit unter­schied­li­chen Blatt­fär­bun­gen und Größen. Wie alle anderen Ficus-Arten ist sie bei Verzehr schwach giftig und führt zu Übel­keit, Erbre­chen und Durch­fall. Gefähr­li­cher ist sie für Men­schen mit Latex­all­er­gie, bei denen ein Kontakt mit der Bir­ken­feige zu jeder Art ana­phy­lak­ti­schen Reak­tio­nen (leichte Haut­ir­ri­ta­tio­nen bis hin zu Stö­run­gen der Organ­funk­tion und Kreis­lauf­schock) kommen kann.
  • Bogen­hanf (San­se­vie­ria): Bei Bogen­hanf handelt es sich um eine Pflan­zen­gat­tung, die nahe mit den Dra­chen­bäu­men (Dra­caena) ver­wandt ist. Bei oraler Auf­nahme des Pflan­zen­saf­tes kann es daher auch zu den­sel­ben Sym­pto­men im Faller beider Pflan­zen kommen: Rei­zun­gen der Schleim­häute, Zahn­fleisch­ent­zün­dun­gen und in schwe­ren Fällen Zer­stö­rung roter Blut­kör­per­chen.

C

  • Clivie (Clivia miniata): Die Clivie – auch Klivie, Rie­men­blatt oder Zimmer-Clivie – gehört zur Gattung der Klivien (Clivia) und zur Familie der Ama­ryl­lis­ge­wächse (Ama­ryl­li­daceae). Ihr ursprüng­li­ches Zuhause hat die Clivie in Süd­afrika, doch ist sie welt­weit als Zier­pflanze zu finden. Alle Teile dieser Pflanze ent­hal­ten das Alka­loid Lycorin, welches bei oraler Auf­nahme schon in gerin­gen Dosen zu Übel­keit, Erbre­chen und Durch­fall führen kann. Größere Mengen können Krämp­fen, Läh­mun­gen und Kreis­lauf­ver­sa­gen zur Folge haben.
  • Chris­tus­dorn (Euphor­bia milii, synonym auch Euphor­bia bojeri oder Euphor­bia splendens): Die Milch dieser Pflanze kann die Schleim­häute im Maul und den Augen reizen. Siehe hierzu auch »Wolfs­milch­ge­wächse«.

D

  • Dief­fen­ba­chie (Dief­fen­ba­chia seguine): Sie wird selten auch als Gift­aron oder Schweig­rohr bezeich­net. Sie wird in die Gattung der Dief­fen­ba­chien (Dief­fen­ba­chia) und die Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae) ein­ge­ord­net. Behei­ma­tet ist die Dief­fen­ba­chie ursprüng­lich in Bra­si­lien. Im deutsch­spra­chi­gen Raum ist sie daher nur als Zim­mer­pflanze oder in tro­pi­schen Gärten zu sehen. Beißt der Hund in die Pflanze, kann es zu Schwel­lun­gen der Schleim­häute und Bla­sen­bil­dung kommen. Das Ver­schlu­cken kann zu Erbre­chen und (blu­ti­gem) Durch­fall sowie Schluck­be­schwer­den führen. Wird das ver­schluckte Mate­rial voll­stän­dig verdaut, kann das unter anderem zu Krämp­fen, Nie­ren­schä­di­gung oder Koor­di­na­ti­ons­pro­ble­men nach sich ziehen. Vor­sicht ist auch beim Milch­saft geboten. Kommt dieser in Kontakt mit den Augen, kann das schwere Ver­let­zun­gen und Rei­zun­gen zur Folge haben. Die Zim­mer­calla (Zan­te­de­schia aethio­pica) soll die­selbe Wirkung auf Hunde haben.
  • Dra­chen­baum (Dra­caena): Die Dra­chen­bäume bilden eine Pflan­zen­gat­tung, deren wilde Art­ver­tre­ter teil­weise schwin­del­erre­gende Größen errei­chen können. In Europa sind sie aber nur als Zim­mer­pflan­zen oder in spe­zi­el­len Gärten zu finden. Der Saft der Dra­chen­bäume kann zu Rei­zun­gen der Schleim­häute, Zahn­fleisch­ent­zün­gun­gen sowie zur Zer­stö­rung roter Blut­kör­per­chen führen. Dem­entspre­chend ist mit Erbre­chen und Durch­fall, in schwe­re­ren Fällen auch mit Bewe­gungs­stö­run­gen und Blu­tun­gen zu rechnen. Der Bogen­hanf als naher Ver­wand­ter des Dra­chen­baums löst die­sel­ben Sym­ptome aus. Beide gehören zur Familie der Spar­gel­ge­wächse (Aspa­ra­ga­ceae).

E

  • Efeu (Hedera helix): Der Pflan­zen­art Efeu – auch Gemei­ner oder Gewöhn­li­cher Efeu genannt – zählt zur gleich­na­mi­gen Gattung Efeu (Hedera) und damit zur Familie der Ara­li­en­ge­wächse (Ara­li­aceae). Efeu ist als Zimmer- und als Gar­ten­pflanze erhält­lich. Auch wenn der Gemeine Efeu 2010 die Arznei­pflanze der Jahres war, ist sie für Hunde nicht unbe­dingt bekömm­lich. Beim Verzehr grö­ße­rer Mengen kann es zu Rei­zun­gen der Schleim­häute, Zittern und Fieber kommen. In schwe­ren Fällen kann die Auf­nahme von Efeu zu Leber- und Nie­ren­ver­sa­gen führen und damit tödlich enden. Ein chro­ni­scher Verlauf ist ebenso möglich, wenn der Hund über mehrere Wochen oder Monate täglich eine kleine Dosis der Pflanze zu sich nimmt.
  • Efeu­tute (Epi­prem­num): Die Bezeich­nung Efeu­tute steht sowohl für eine Gattung (Epi­prem­num) als auch für eine Art (Epi­prem­num aureum, synonym auch Epi­prem­num pin­na­tum) inner­halb der Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae). Die Gattung Efeu­tute umfasst etwa 15 Arten, wovon manche als Garten-, andere als Zim­mer­pflan­zen gezüch­tet werden. Sie alle ent­hal­ten Cal­ci­um­oxa­lat, was bei Verzehr zu Schwel­lun­gen und Brennen im Bereich der Lefzen, des Mauls und des Rachens führen kann. Durch­fall ist ebenso eine Folge des Fres­sens von Efeu­tu­ten. Häu­fi­ger Kontakt mit der Pflanze kann Haut­ir­ri­ta­tio­nen her­vor­ru­fen.
  • Ein­blatt (Spa­thi­p­hyl­lum): Das Ein­blatt ist auch als Schei­den­blatt, Blatt­fahne oder Frie­dens­li­lie bekannt und bezeich­net eine Pflan­zen­gat­tung in der Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae). Etwa 60 Arten gehören zu dieser Gattung. Hei­misch sind sie im tro­pi­schen Amerika und am West­rand des Pazi­fiks, hier­zu­lande sind einige Arten als Zim­mer­pflan­zen beliebt. Blätter und Stiel der Pflanze ent­hal­ten Kal­zi­um­oxa­lat-Kris­talle sowie Oxal­säure, welche die Schleim­häute reizen und schä­di­gen können. Schluck­be­schwer­den, Erbre­chen, Durch­fall und starkes Spei­cheln können die Folge sein, selten auch Blu­tun­gen im Magen-Darm-Trakt und Nie­ren­schä­den.
  • Engel­strom­pe­ten (Brug­man­sia): Der Begriff Engel­strom­pe­ten bezeich­net eine Pflan­zen­gat­tung inner­halb der Familie der Nacht­schat­ten­ge­wächse (Sola­na­ceae). Cha­rak­te­ris­tisch ist die namens­ge­bende Form ihrer Blüten, welche dem Schall­stück einer Trom­pete sehr ähnlich sehen. Ursprüng­lich stammen die Engel­strom­pe­ten aus Süd­ame­rika, doch ihr unge­wöhn­li­ches Aus­se­hen machte sie so beliebt, dass sie inzwi­schen welt­weit kul­tu­viert werden. Jedoch ent­hal­ten alle Arten dieser Gattung giftige Alka­lo­ide (unter anderem Atropin). Kleine Mengen können zu Hal­lu­zi­na­tio­nen und Benom­men­heit führen. Die Auf­nahme grö­ße­rer Mengen kann die Hemmung des Neu­ro­trans­mit­ters Ace­tyl­cho­lin zur Folge haben, ein Deli­rium aus­lö­sen und im schlimms­ten Fall zum Tod führen. Sym­t­pome können Darm­läh­mung, Bla­sen­läh­mung, erwei­terte Pupil­len, gehemmte Spei­chel­bil­dung, tro­ckene, rote und warme Haut, Herz­ra­sen, Unruhe, Erre­gung, Krämpfe und Bewusst­sein­stö­run­gen bis hin zum Koma sein. Dieser Sym­ptom­kom­plex ist typisch für eine Ace­tyl­cholin­hem­mung und wird auch anti­cho­liner­ges Syndrom genannt.

F

  • Farne: Die Farne gehören zur Abtei­lung der Gefäß­pflan­zen (Tra­cheo­phyta), welche direkt dem Reich Pflan­zen (Plantae) unter­ge­ord­net ist. Die Farne stehen also sehr weit oben in der bota­ni­schen Sys­te­ma­tik. Ent­spre­chend viele Klassen, Ord­nun­gen, Fami­lien und Arten gehören den Farnen an. In Europa sind es zwar »nur« rund 170 Arten, welt­weit aller­dings rund 12.000, die meisten davon in tro­pi­schen Gebie­ten hei­misch. Alle Arten sind streng genom­men Gift­pflan­zen, jedoch sind die meisten nur schwach giftig und ver­ur­sa­chen daher meist nur Übel­keit, Erbre­chen und Durch­fall, wenn sie vom Hund gefres­sen werden. Eine Aus­nahme bilden der Adler­farn (Pter­i­dium aqui­li­num) und der Echte Wurm­farn (Dry­op­te­ris filix-mas), auch Gemei­ner Wurm­farn, Gewöhn­li­cher Wurm­farn oder Män­ner­farn genannt. Im Adler­farn ist das Enzym Thia­mi­nase ent­hal­ten. Dieses soll das Kno­chen­mark angrei­fen und krebs­er­re­gend sein, sowohl beim Verzehr der Blätter als auch beim Ein­at­men der Sporen. Der Wurm­farn gilt als Haus­mit­tel gegen Band­wür­mer, kann bei zu hoher Dosie­rung aller­dings tödlich für den Hund sein. Dadurch ist er als Heil­mit­tel absolut unge­eig­net und es sollte nicht damit expe­ri­men­tiert werden. Alter­na­tive und ungif­tige natür­li­che Wurm­mit­tel sind bei­spiels­weise gerie­bene Karot­ten, Kokos­flo­cken und Knob­lauch (näheres zum Knob­lauch finden Sie unter »Welche Lebens­mit­tel sind poten­ti­ell giftig für Hunde?«).
  • Fens­ter­blät­ter (Mons­tera): Die Fens­ter­blät­ter stellen eine eigene Pflan­zen­gat­tung in der Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae) dar. Sie sind nah mit den Phi­lo­dend­ren ver­wandt und führen daher zu den­glei­chen Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen. Näheres dazu unter »Phi­lo­dend­ren«.
  • Ficus: Bei diesen ver­hol­zen­den Pflan­zen mit grün-weißen Blät­tern handelt es sich um eine Gattung, die zu deutsch auch Feigen genannt wird. Die Gattung Ficus zählt etwa 1.000 ver­schie­dene Arten. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass diese Feigen all­ge­mein – also alle Arten – giftig für Hunde sind. Am wei­tes­ten ver­brei­tet sind die Bir­ken­feige (Ficus ben­ja­mina) und der Gum­mi­baum (Ficus elastica).
  • Fla­min­go­blu­men (Anthu­rium): In Anleh­nung an ihren latei­ni­schen Namen werden die Ver­tre­ter dieser Pflan­zen­gat­tung auch Anthu­rien genannt. Die Gattung gehört zur Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae) und umfasst nahezu 1.000 ver­schie­dene Arten. Ein typi­scher und in Deutsch­land häufig als Zim­mer­pflanze ver­wen­de­ter Art­ver­tre­ter ist die Große Fla­min­go­blume (Anthu­rium andraea­num). Sie hat rote, manch­mal auch weiße, herz­för­mige, glatte Blüten mit einem auf­fäl­lig abste­hen­den gelben Blü­ten­kol­ben sowie große, grüne, herz­för­mige Blätter. Leider ent­hal­ten eben diese Blätter Kal­zi­um­oxa­lat-Kris­talle und Oxal­säure, welche die Schleim­häute reizen und anschwel­len lassen können. Werden die Blätter ver­schluckt, kann es zu Durch­fall, Erbre­chen, Durch­fall und – in schwe­ren Fällen – Darm­blu­tun­gen kommen.

G

  • Grün­li­lie (Chlo­ro­phy­tum comosum): Diese Pflanze mit langen, halm­ar­ti­gen Blät­tern wird häufig zur Deko­ra­tion in Büros auf­ge­stellt. So erhielt sie die Spitz­na­men »Beam­ten­gras« und »Beam­ten­palme«. Theo­re­tisch sind die Samen der Grün­li­lie auf­grund ihres Sapo­n­in­ge­hal­tes leicht giftig und können zu Rei­zun­gen der Magen­schleim­haut führen. Jedoch bilden Grün­li­lien als Zim­mer­pflan­zen nur selten über­haupt Samen aus. Und selbst wenn dies einmal der Fall sein sollte, ist die Blü­te­zeit sehr kurz (zwi­schen Mai und Juni). Hinter der Blüte bildet sich dann ein kleiner gelber Beutel, welcher die kleinen schwar­zen Samen enthält. Der Verzehr der Blätter kann zu Übel­keit, Durch­fall und Erbre­chen führen, aller­dings nicht auf­grund bestimm­ter toxi­scher Inhalts­stoffe, sondern schlicht, weil sie unbe­kömm­lich sind. Hin und wieder wird darauf hin­ge­wie­sen, dass sich die Gif­tig­keit der Blätter in Rau­cher­haus­hal­ten oder durch giftige Dämpfe in der Luft (Che­mi­ka­lien) erhöhen könnte. Die Luft­fil­ter­funk­tion der Grün­li­lie sei hierfür ver­ant­wort­lich, denn dabei ent­nimmt die Grün­li­lie Schad­stoffe aus der Umge­bungs­luft und spei­chert sie kurz­zei­tig in ihren Blät­tern. Erwie­sen ist dies aller­dings nicht.
  • Gum­mi­baum (Ficus elastica): Der Gum­mi­baum gehört zur Gattung der Feigen (Ficus) und ist somit wie alle anderen Fei­gen­ar­ten giftig. Aller­dings sind die Feigen und damit auch der Gum­mi­baum nur schwach giftig. Er führt im Ver­gleich zu anderen Pflan­zen zu recht harm­lo­sen Reak­tio­nen wie Übel­keit, Durch­fall und Erbre­chen. Dennoch sollte ver­mie­den werden, dass der Hund die Blätter zu sich nimmt oder die ver­hol­zen­den Äste benagt. Men­schen mit einer All­er­gie gegen Latex sollten eben­falls vor­sich­tig sein, denn der Gum­mi­baum kann bei Haut­kon­takt jede Art von ana­phy­lak­ti­scher Reak­tion her­vor­ru­fen. Die Liste mög­li­cher Sym­ptome beginnt bei leich­ten Haut­ir­ri­ta­tio­nen, kann aber bis hin zu Stö­run­gen der Organ­funk­tion und Kreis­lauf­schock reichen.

H

  • Hanf (Can­na­bis): Der Begriff Hanf bezeich­net eine Pflan­zen­gat­tung, die zur Familie der Hanf­ge­wächse gehört. Die Pflanze ist vor allem durch ihre Ver­wen­dung als Rausch- und Arzei­mit­tel bekannt, doch eigent­lich ist sie eine der ältes­ten Nutz- und Zier­pflanze der Welt. Schon 2.800 vor Chris­tus wurde Hanf in China als Kul­tur­pflanze gezüch­tet und ver­wen­det. Pro­dukte aus Hanf­fa­sern sind bei­spiels­weise Papier, Ruck­sä­cke, Kos­me­tika und Beklei­dung. Laut dem deut­schen Hanf­ver­band können derzeit über 50.000 Pro­dukte aus Hanf her­ge­stellt werden. Für Haschisch, Mari­huana oder auch Gras werden nur die Blü­ten­trau­ben sowie die blü­ten­na­hen kleinen Blätter der weib­li­chen Pflanze ver­wen­det. Als Droge sind sie wegen des Can­na­bi­no­ids THC so beliebt. Es beein­flusst das zen­trale Ner­ven­sys­tem – was es für Hunde gefähr­lich macht. Bis zu 36 Stunden lang kann das THC hal­lu­zi­no­gen auf den Hund wirken, zu Über­erreg­bar­keit und Zittern führen. Dies gilt auch, wenn der Hund den Rauch ver­bren­nen­den Haschischs ein­at­met.
  • Hor­ten­sie (Hydran­gea): Die meisten Arten inner­halb dieser Pflan­zen­gat­tung sind Gar­ten­pflan­zen, einige wenige werden aber auch als Zim­mer­pflan­zen kul­ti­viert. Die Hor­ten­sien gehören zur Familie der Hor­ten­si­en­ge­wächse (Hydran­ge­aceae). An gif­ti­gen Sub­stan­zen ent­hal­ten Hor­ten­sien Sapo­nine, das Gly­ko­sid Hydran­gin sowie Hydran­ge­nol. Knab­bert der Hund an einer Hor­ten­sie und ver­schluckt ein paar Pflan­zen­teile, kann das Rei­zun­gen des Darms und daraus resul­tie­rend (blu­ti­gen) Durch­fall zur Folge haben. Sel­te­nere Sym­ptome sind Zittern und Kreis­lauf­pro­bleme, gemel­dete Todes­fälle gibt es bisher nicht.

K

  • Kol­ben­fa­den (Aglao­n­ema): Die Pflan­zen­gat­tung Kol­ben­fa­den gehört zur Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae). Die Ver­tre­ter dieser Gattung sind eigent­lich Tro­pen­pflan­zen, sodass sie nir­gends wild vor­kom­men, wo die Mög­lich­keit auf Frost besteht. Jedoch gedei­hen sie als Zim­mer­pflan­zen sehr gut. Bei Kontakt mit der Haut kann es zu Rötun­gen und Ent­zün­dun­gen kommen. Werden Teile der Pflanze ver­schluckt, kann es zu Schwel­lun­gen und Brennen der Schleim­häute im Bereich des Mauls kommen. Zahn­fleisch­blu­tun­gen, Erbre­chen, Durch­fall, Krämpfe, Blu­tun­gen in Magen, Darm und Uterus sowie Leber- und Nie­ren­schä­den sind bei hohen Dosen möglich.

M

  • Mada­gas­kar­palme (Pac­hy­po­dium lamerei): Die Mada­gas­kar­palme ist, anders als der Name ver­mu­ten lässt, nicht mit der Familie der Palmen (Palmaceae) ver­wandt. Sie gehört viel­mehr zu den Hunds­gift­ge­wächse (Apo­cy­naceae) – wie auch die beliebte und für Hunde ebenso giftige Gar­ten­pflanze Ole­an­der (Nerium ole­an­der). Während der Ole­an­der eher selten im Haus gepflegt wird, gedeiht die Mada­gas­kar­palme nur als Zim­mer­pflanze. Eines haben sie aller­dings gemein­sam: Beide ent­hal­ten Herz­gly­ko­side, der Ole­an­der Ole­an­drin, die Mada­gas­kar­palme Car­de­n­o­lide. Dem­entspre­chend kann der Verzehr der Palme die Leis­tung des Herzens beein­träch­ti­gen und dieses schä­di­gen. Der Saft der Mada­gas­kar­palme reizt darüber hinaus bei Kontakt die Haut.

P

  • Palm­li­lie (Yucca): Die Gattung der Palm­li­lien aus der Familie der Spar­gel­ge­wächse (Aspa­ra­ga­ceae) ist einigen Hun­de­hal­tern inzwi­schen unter dem latei­ni­schen Namen Yucca bekannt. Aller­dings nicht, weil sie eine so hübsche Zim­merf­palnze abgibt, sondern weil manche Fut­ter­mit­tel­her­stel­ler einen Extrakt der Art Yucca schidi­gera in ihrem Hun­de­fut­ter ver­wen­den. Dieser soll dafür sorgen, dass der Kot besser riecht. Es wurden sogar Studien ange­fer­tigt, die der Yucca-Palme eine durch­aus posi­tive gesund­heit­li­che Wirkung zuschrei­ben. Zum einen sollen die Inhalts­stoffe Res­ver­a­trol und Yuccaol ent­zün­dungs­hem­mend wirken (Mar­zocco, S. et al.: Inhi­bi­tion of indu­ci­ble nitric oxide syn­t­hase expres­sion by yuccaol C from Yucca schidi­gera roezl; Life Sci­en­ces Magazin, August 2004, S. 1491-1501.). Zum anderen soll sie Blä­hun­gen ent­ge­gen­wir­ken (Giffard, C.J. et al.: Admi­nis­tra­tion of char­coal, Yucca schidi­gera, and zinc acetate to reduce malo­do­rous fla­tu­lence in dogs; Journal of the Ame­ri­can Vete­ri­nary Medical Asso­cia­tion, März 2001, S. 892-896.). Ander­seits sollen die im Pflan­zen­saft ent­hal­te­nen Sapo­nine Rei­zun­gen der Schleim­haut her­bei­füh­ren können. Der Hund sollte also unab­hän­gig von der ver­mu­te­ten Wirk­sam­keit nicht mit der Pflanze gefüt­tert werden (zumal der Extrakt im Futter ent­spre­chend ver­ar­bei­tet wurde). Wer nach einer Nah­rungs­er­gän­zung bei Ent­zün­dun­gen (vor allem im Gelenk­be­reich) oder Blä­hun­gen sucht, findet hier Alter­na­ti­ven: Kuren/Zusatzfuttermittel
  • Pas­si­ons­blu­men (Pas­si­flora): Zu dieser Gattung in der Familie der Pas­si­ons­blu­men­ge­wächse (Pas­si­flor­aceae) gehören etwa 530 Arten, wovon die meisten in Süd- und Mit­tel­ame­rika behei­ma­tet sind. Ledig­lich etwa 25 Arten ver­tei­len sich auf Aus­tra­lien, Asien, Mada­gas­kar und auf die Gala­pa­gos-Inseln. Berühmt sind die Pas­si­ons­blu­men für ihre Blüten, die von christ­li­chen Ein­wan­de­rern als ein Symbol der Passion Christi inter­pre­tiert wurden. Daher auch der Name „Pas­si­ons­blume“. Auf­grund der Arten­viel­falt kann nicht von einer gene­rel­len toxi­schen Wirkung dieser Pflan­zen­gat­tung die Rede sein. Die Arten P. edulis, P. qua­dran­gu­la­ris und P. ligu­la­ris bei­spiels­weise tragen als Früchte die Mara­cuja bezie­hungs­weise die Gre­na­dilla. Beide sind für Mensch und Hund durch­aus bekömm­lich. Die Unter­gat­tung Unter­gat­tung Decaloba hin­ge­gen trägt unge­nieß­bare bis giftige Früchte. In der Natur­heil­kunde finden vor allem die Blätter der Art Pas­si­flora incar­nata Ver­wen­dung. Sie sollen unter anderem gegen Unruhe und Angst­zu­stände wirken. Pro­ble­ma­tisch ist jedoch, dass alle Arten der Pas­si­flora Alka­lo­ide, Sapo­nine und Fla­vo­no­ide in bisher unbe­kann­ter und je nach Art vari­ie­ren­der Menge ent­hal­ten. Darüber hinaus ist nicht bekannt, welche wei­te­ren Inhalts­stoffe in dieser Pflanze zu finden sind. Aus diesem Grund ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Pas­si­ons­blu­men (mit Aus­nahme der zum Verzehr geeig­ne­ten, kul­ti­vier­ten Früchte) für Hunde poten­zi­ell giftig sind, wenn sie gefres­sen werden, wenn auch nicht so stark wie andere Pflan­zen.
  • Phi­lo­dend­ren (Phi­lo­den­dron): Sie sind die einzige Gattung inner­halb des Tribus Phi­lo­dend­reae, gehören zur Unter­fa­mi­lie Aro­ideae und damit zur Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae). Ursprüng­lich wachsen die ein­zel­nen Arten der Phi­lo­dend­ren in den neo­tro­pi­schen Regen­wäl­dern Ame­ri­kas. In hie­si­gen Brei­ten­gra­den sind einige Arten als Zim­mer­pflan­zen anzu­tref­fen. Mit ihnen ver­wandt sind die Fens­ter­blät­ter (Mons­tera). Sie sind eine Gattung inner­halb der Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae). Sowohl die Phi­lo­dend­ren als auch die Fens­ter­blät­ter ent­hal­ten Gly­ko­side, Alka­lo­ide und Sapo­nine, was sie für Hunde giftig macht. Das größte Problem ist aber die ent­hal­tene Oxal­säure, welche bei Kontakt mit den Schleim­häu­ten für Rei­zun­gen, Schwel­lun­gen und Bla­sen­bil­dung sorgen kann. Infolge dessen ver­su­chen die meisten Hunde, gegen den Schmerz­reiz anzu­kämp­fen, bei­spiels­weise durch Kopf­schüt­teln oder Reiben mit der Pfote. Sobald die Gift­stoffe her­un­ter­ge­schluckt und verdaut wurden, kann es zu Matt­heit, Übel­keit, Erbre­chen, Durch­fall, Krämp­fen und Mus­kel­zit­tern kommen. Bei schwe­ren Fällen kann der Tod durch akutes Leber- und Nie­ren­ver­sa­gen ein­tre­ten. Gelan­gen die Pflan­zen­säfte ins Auge, kann es zu schwe­ren, mehr­wö­chi­gen Ent­zün­dun­gen kommen. Bei regel­mä­ßi­ger raler Auf­nahme kleiner Mengen über einen län­ge­ren Zeit­raum ist ein schlei­chen­der, chro­ni­scher Krank­heits­ver­lauf möglich.
  • Por­zel­lan­blu­men (Hoya): Die Pflan­zen dieser Gattung werden auch als Wachs­blu­men bezeich­net. Sys­te­ma­tisch gehören sie zur Unter­fa­mi­lie der Sei­den­pflan­zen­ge­wächse (Asclepia­do­ideae) und damit zur Familie der Hunds­gift­ge­wächse (Apo­cy­naceae). In freier Natur sind sie in Asien, Aus­tra­lien und Ozea­nien (Bezeich­nung für die Pazi­fik­in­seln nörd­lich und östlich von Aus­tra­lien) anzu­tref­fen. In Europa werden manche Arten als Zim­mer­pflan­zen ver­kauft, vor­wie­gend die Hoya carnosa. Beson­ders zum Valen­tins­tag ist die umgangs­sprach­lich Herz­blatt (Hoya kerrii) genannte Art beliebt. Sie hat große, herz­för­mige Blätter, die einzeln Wurzeln können. Sie werden von der Pflanze abge­schnit­ten und sozu­sa­gen als »Pflan­zen­herz« in einen Topf gesetzt. Laut dem Insti­tut für Vete­ri­när­phar­ma­ko­lo­gie und -toxi­ko­lo­gie der Uni­ver­si­tät Zürich ist die Pflanze beson­ders für Vögel stark toxisch. Für Hunde und Katzen ist sie nur sehr schwach giftig, obwohl hin und wieder vor ihr gewarnt wird. Als beson­ders gefähr­lich sind die Pro­zel­lan­blu­men also nicht ein­zu­stu­fen, da große Mengen ver­speist werden müssten, damit es zu Sym­pto­men (Erbre­chen, Durch­fall, Übel­keit) kommen kann. Gefahr hierfür besteht eigent­lich nur bei Hoya-Arten, die reich­lich wohl­schme­cken­den Nektar abson­dern, wie es bei­spiels­weise beim Hoya carnosa der Fall ist. Sogar manche Men­schen lecken gerne mal an diesem Nektar, was bei Tieren auch vor­kom­men kann. Das bedeu­tet aber weder, dass der Hund die gesamte Pflanze gleich mit­frisst, noch, dass das Biss­chen abge­leck­ter Nektar für eine Ver­gif­tung sorgt. Im Grunde pas­siert nach dem Verzehr grö­ße­rer Mengen der Pflanze meist nur das, was immer pas­siert, wenn Hund (oder Mensch) größere Mengen unbe­kömm­li­cher Pflan­zen zu sich nehmen: Bauch­schmer­zen und Ver­dau­ungs­be­schwer­den sind die Folge.
  • Pracht-Lilie (Lilium spe­cio­sum): Die Pracht-Lilie ist eine Pflan­zen­art aus der Gattung der Lilien (Lilium) in der Familie der Lili­en­ge­wächse (Lili­aceae). Hei­misch ist sie in Asien und Afrika. In anderen Ländern gedeiht sie ledig­lich als Zim­mer­pflanze. Sie enthält das giftige Alka­loid Colchi­cin (wie auch die Wild­pflanze Herbst­zeit­lose (Colchi­cum autum­nale)). Beim Verzehr kann es zu Schluck­be­schwer­den, ver­mehr­ter Spei­chel­fluss, Erbre­chen, Koliken, blu­ti­gem Durch­fall, Kreis­lauf­stö­run­gen und Läh­mun­gen kommen. Je nach Grad der Ver­gif­tung kann es ein bis drei Tage nach Auf­nahme der Pracht-Lilie zum Tod durch Atem­läh­mung kommen.
  • Pur­purt­ute: Mit diesem Begriff werden sowohl die Pflan­zen­gat­tung Syn­go­nium als auch die Pflan­zen­art Syn­go­nium podo­phyl­lum aus der Familie der Aronstab­ge­wächse (Araceae) bezeich­net. Die Gattung umfasst etwa 34 Arten, die alle in Mittel- und Süd­ame­rika hei­misch sind. In Europa sind kul­tu­vierte Ver­tre­ter dieser Gattung als Zim­mer­pflanze erhält­lich. Nach­weis­lich giftig ist die Art Syn­go­nium podo­phyl­lum, wobei davon aus­zu­ge­hen ist, dass dies auch für andere, wenn nicht sogar alle Ver­tre­ter der Gattung gilt. Die Syn­go­nium podo­phyl­lum enthält Kal­zi­um­oxa­lat-Kris­talle und Oxal­säure, wie auch zahl­rei­che andere für Hunde giftige Pflan­zen. Diese können die Schleim­häute reizen und beschä­di­gen, was Blu­tun­gen im Ver­dau­ungs­trakt zur Folge haben kann. Bei schwe­ren Ver­gif­tun­gen sind Nie­ren­schä­den möglich.

S

  • Strah­len­a­ra­lien (Scheff­lera): Die Scheff­lera gehören zur Familie der Ara­li­en­ge­wächse (Ara­li­aceae) und kommen vor­wie­gend in Asien und Aus­tra­lien vor. Schät­zun­gen zufolge zählen 500 bis über 1.100 ver­schie­dene Arten zu dieser Gattung. Die meisten davon sind ver­hol­zende Pflan­zen und wachsen als große Sträu­cher oder Bäume. Als Zim­mer­pflan­zen sind ein paar dieser Arten in deutsch­spra­chi­gen Gebie­ten erhält­lich, vor­wie­gend die Scheff­lera actino­phylla, das Lack­blatt (Scheff­lera arbo­ri­cola) und die Scheff­lera ele­gan­tis­sima. Selten sind ein­zelne Arten in tro­pi­schen Parks zu finden. Wie die Grün­li­lie (Chlo­ro­phy­tum comosum) fun­giert beson­ders das Lack­blatt Ver­mu­tun­gen zufolge als Luft­fil­ter, der giftige Stoffe wie Nikotin aus der Raum­luft auf­nimmt. Ent­spre­chend wird auch beim Lack­blatt ver­mu­tet, dass die kurz­zei­tig gespei­cher­ten Gift­stoffe beim Verzehr der Pflanze schäd­lich für den Hund sein könnten. Dies ist aller­dings nicht erwie­sen. Außer­dem wird dem Milch­saft der Scheff­lera, ins­be­son­dere der Scheff­lera  arbo­ri­cola, eine rei­zende Wirkung auf Haut und Schleim­häute nach­ge­sagt. Diese könnte bei Kontakt mit dem Auge zu Schwel­lun­gen, beim Verzehr zu Übel­keit, Durch­fall und Erbre­chen führen – abhän­gig von der ver­schluck­ten Menge.

W

  • Wan­del­rös­chen (Lantana camara): Bei dieser Pflan­zen­art handelt es sich um Sträu­cher mit gelb-orangen Blüten, die sich im Verlauf der Blü­te­zeit rötlich-violett färben. Das Wan­del­rös­chen gehört zur Gattung Wan­del­rös­chen (Lantana), welche etwa 150 Arten umfasst. In freier Natur ver­brei­tet sind diese vom süd­li­chen Nord­ame­rika bis nach Mit­tel­ame­rika. Als Zier­pflanze kul­ti­viert werden die zahl­rei­chen Sorten der Lantana camara. Die Wan­del­rös­chen gehören zur Familie der Eisen­kraut­ge­wächse (Ver­be­naceae). Die Sorten des Wan­del­rös­chens (Lantana camara) gedei­hen im deutsch­spra­chi­gen Raum als Kübel- und Bal­kon­pflan­zen. Die gesamte Gattung der Wan­del­rös­chen ist in unter­schied­li­cher Schwere giftig, Lantana camara ist die gif­tigste Art. Dies gilt für Blätter und Früchte. Giftige Stoffe im Wan­del­rös­chen sind Lan­ta­den A und B, Icte­ro­ge­nin sowie Tri­ter­pene ent­hal­ten. Als Sym­ptome sind Pupil­len­er­wei­te­rung, Erbre­chen, Durch­fall, Haut­ver­fär­bun­gen und unkon­trol­lierte Mus­kel­re­ak­tio­nen möglich. Des­wei­te­ren ist eine pho­to­to­xi­sche Wirkung möglich. Dies führt zu starker Emp­find­lich­keit gegen­über Son­nen­licht, die sich in schmerz­haf­ten Haut­ir­ri­ta­tio­nen äußern kann. Schä­di­gun­gen der Leber sind ebenso möglich.
  • Wolfs­milch­ge­wächse (Euphor­bi­aceae): Die meisten Pflan­zen dieser Familie stellen kein Problem dar. Aller­dings können ein­zelne Arten giftig für Hunde sein. Dies gilt bei­spiels­weise für die Zim­mer­pflan­zen Chris­tus­dorn (Euphor­bia milii, synonym Euphor­bia splendens oder Euphor­bia bojeri) und Weih­nachts­stern (Euphor­bia pul­cherrima) – auch bekannt als Advents­stern, Christ­stern oder Poin­set­tie, beide aus der Gattung der Wolfs­milch (Euphor­bia), sowie den Kroton (Codiaeum varie­ga­tum, auch Wun­der­strauch oder Krebs­blume) aus der Gattung Codiaeum. Die Milch dieser Pflan­zen kann zu Schleim­haut­ent­zün­dun­gen im Ver­dau­ungs­trakt oder an den Augen führen. Auch bei Haut­kon­takt kann es zu Aus­schlä­gen kommen. Aller­dings sind in allen Fällen größere Mengen erfor­der­lich, um über­haupt eine Reak­tion aus­zu­lö­sen. Diese zeigt sich haupt­säch­lich in Erbre­chen und Durch­fall. Die Milch der Wolfs­milch­ge­wächse selbst führt eigent­lich nicht zu einer töd­li­chen Ver­gif­tung, jedoch kann starker Durch­fall und Erbre­chen ins­be­son­dere bei geschwäch­ten, älteren und/oder kranken Hunden tödlich enden, sofern die Sym­ptome nicht tier­ärzt­lich behan­delt werden. Manche Arten der Wolfs­milch­ge­wächse sind auch als Gar­ten­pflan­zen erhält­lich.

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