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Hund gefunden / zugelaufen – was tun?

Wer in Deutsch­land einen Hund findet, kann meist davon aus­ge­hen, dass es sich nicht um einen Stra­ßen­hund, sondern um einen ver­miss­ten Haus­hund handelt. Doch wie bringt man den jetzt zurück zu seinem Besit­zer?

 

Zunächst muss man sich dafür dem Hund nähern. Das lässt aber nicht jeder Hund einfach so zu. Geht der Hund zurück, zeigt die Zähne, knurrt und zeigt sons­tige Anzei­chen von Angst oder Aggres­sion, ist es besser, den Tier­schutz um Hilfe beim Ein­fan­gen zu bitten. Schließ­lich will keiner die Zähne eines ver­ängs­tig­ten Hundes zu spüren bekom­men. Die meisten Tiere lassen sich aber wenigs­tens mit Futter (Wurst, Käse oder ähn­li­che Lecke­reien) an Ort und Stelle halten, bis Hilfe ein­ge­trof­fen ist. Wer den Hund auf Anhieb als gesucht erkennt kann auch gleich TASSO ver­stän­di­gen (bezie­hungs­weise die Nummer aus der Such­mel­dung wählen) und auf den Halter warten. 

Sollte sich der Hund ein­fan­gen lassen hängt es von der Situa­tion des Finders ab, was nun getan werden kann. Zunächst freut sich das Tier sicher­lich über etwas Wasser und viel­leicht sogar Futter, je nachdem, wie lange der Hund schon unter­wegs ist. Soweit möglich sollte der Hund nach Ver­let­zun­gen unter­sucht werden, die even­tu­ell einer sofor­ti­gen Behand­lung bedür­fen. Ist dies der Fall und kein Besit­zer in Sicht, sollte vor dem Gang zum Tier­arzt das Ord­nungs­amt über den Fund infor­miert werden. Ansons­ten bleibt der Finder mit etwas Pech auf den Behand­lungs­kos­ten für das Tier sitzen.
TASSO-Marke RückseiteUm den Halter zu finden gibt es ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten: Trägt der Hund eine Marke mit seiner Hei­ma­t­adresse ist er einfach nach Hause zu bringen. Trägt er eine TASSO-Marke muss ledig­lich die darauf ste­hende Nummer tele­fo­nisch an TASSO durch­ge­ge­ben werden. Sollte der Hund eine Täto­wie­rung haben lohnt eben­falls ein Anruf bei TASSO, sel­bi­ges gilt, wenn der Hund eine Plakete eines anderen, even­tu­ell nicht erreich­ba­ren Haus­tier­re­gis­ters trägt. Sollten weder noch erkenn­bar sein kann – wer Zeit und Mög­lich­keit hat – den Hund zum Tier­arzt bringen und dort einen mög­li­cher Weise vor­han­de­nen Trans­pon­der­chip ablesen lassen. Auch über diese Nummer kann bei TASSO tele­fo­nisch eine mög­li­che Such­mel­dung abge­fragt werden. Bei Petmaxx kann mit der Trans­pon­der­num­mer online geprüft werden, ob der Hund bereits bei irgend­ei­nem Portal gesucht wird. Sollte der Hund keine Kenn­zeich­nung haben lohnt sich ein all­ge­mei­ner Blick in die Such­mel­dun­gen von TASSO. Bleibt auch das frucht­los sollten die umlie­gen­den Tier­heime und Tier­schutz­ver­eine infor­miert werden. Man­cher­orts gehen solche Such­mel­dun­gen auch bei der Polizei ein, wenn kein ent­spre­chen­der Verein vor Ort exis­tiert. Ein paar Nach­fra­gen in der wei­te­ren Nach­bar­schaft, ob jemand den Hund kennt, lohnen sich unter Umstän­den eben­falls. Wenn nun noch immer kein Halter gefun­den werden konnte sollte spä­tes­tens jetzt das ört­li­che Ord­nungs­amt infor­miert werden. 

Wenn das alles nichts bringt und man den Hund nicht selbst behal­ten kann, muss er wohl oder übel ins Tier­heim gebracht werden. Wer seinen Hund sucht sollte der­ar­tige Ein­rich­tun­gen bereits ver­stän­digt haben oder dem­nächst über den Verlust infor­mie­ren. Wer sich selbst enga­gie­ren und den Halter finden möchte kann eine Fund­mel­dung bei TASSO erstel­len und Plakate in Tier­hei­men, bei Tier­ärz­ten sowie in Tier­lä­den und an schwar­zen Bret­tern ver­tei­len. Wer weder Zeit noch Mög­lich­keit hat, die Suche nach dem Halter zu über­neh­men, kann den Hund auch gleich an den Tier­schutz über­ge­ben, wo sich um alles weitere geküm­mert wird.

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