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Selbstgemachtes Hunde-Eis

An beson­ders warmen Tagen bietet sich neben einem Schwimm­aus­flug oder anderen gefro­re­nen Klei­nig­kei­ten zur Abküh­lung die Her­stel­lung von Hunde-Eis an. Mit nur wenigen Zutaten lässt sich das Eis in vielen ver­schie­de­nen Geschmacks­rich­tun­gen her­stel­len.

 

 

selbsgemachtes-hundeeisZutaten für Fruchteis:

  • 4 kleine Becher Natur­jo­ghurt (150g je Becher)
  • 2 Bananen (oder andere Früchte nach Wahl)
  • 2 Tee­löf­fel Kokos­ras­peln
  • 1-2 Tee­löf­fel Honig

 

Zubereitung:

Zunächst müssen die Bananen (oder sons­tige Früchte) geschält und püriert werden, damit sie sich mit den rest­li­chen Zutaten richtig ver­rüh­ren lassen. Dann kommen sie zusam­men mit dem Joghurt, den Kokos­ras­peln und dem Honig in eine Schüs­sel, wo alles ordent­lich mit­ein­an­der ver­rührt wird. Am besten funk­tio­niert dies mit einem Pürier­stab, der alle Zutaten zu einem ebenen Brei mischt, weiche Früchte wie Bananen lassen sich aber auch einfach mit einer Gabel zer­drü­cken.

 

Der Joghurt­brei wird anschlie­ßend wieder zurück in die kleinen Becher gefüllt. Die mit Früch­ten ange­rei­cherte Masse reicht für fünf bis sechs Becher. Man kann also ent­we­der bereits zuvor geleerte Joghurt­be­cher aus­wa­schen und auf­be­wah­ren, den Rest der Masse in einem anderen Gefäß ein­frie­ren (das Eis schmeckt immer­hin auch mensch­li­chen Nasch­kat­zen) oder den Früch­te­jo­ghurt unge­fro­ren an den Hund ver­füt­tern.

selbstgemachtes_hundeeis_bananeNun fehlt nur noch der Eisstiel. Dafür eignen sich einer­seits ganz normale Hol­zeisstiele, dann sollte der Hund das Eis aber unbe­dingt nur unter Auf­sicht bekom­men, damit er das Holz nicht aus Ver­se­hen zer­beißt und sich einen Split­ter ein­fängt. Ande­rer­seits machen ver­zehr­bare Eisstiele die gefro­rene Lecke­rei noch einmal inter­es­san­ter für Hunde. Hierfür eignen sich ins­be­son­dere kleine Stangen geroll­ter Kopf­haut. Sie sind in unter­schied­li­chen Größen erhält­lich und lassen sich so an die Joghurt­be­cher­größe anpas­sen.

Der Stiel wird einfach mög­lichst mittig und gerade in die abge­füllte Eis­masse gesteckt. Dann kommt das Hun­de­eis über Nacht (für min­des­tens 12 Stunden) ins Gefrierfach/den Gefrier­schrank. Nun ist es fast ver­zehr­fer­tig, es muss nur noch aus dem Becher: Am besten rutscht es wieder raus, wenn man den Becher zurvor kurz unter warmes Wasser hält oder mit den Händen anwärmt. Nun kann das Eis am Stiel gehal­ten und dem Hund als kleine Abküh­lung im Sommer hin­ge­hal­ten werden. Guten Appetit!

 

Tipp für kleinere Hunderassen:

Ist ein ganzer Joghurt­be­cher eine zu große Eispor­tion für Ihren Hund, kann das­selbe Rezept auch auf klei­nere Behält­nisse oder Eis­wür­fel ange­wen­det werden. Für letz­te­res einfach die Zutaten wie beschrie­ben mit­ein­an­der ver­rüh­ren und in eine Eis­wür­fel­form füllen.

 

Tipp für laktoseintolerante Hunde:

Kennt der Hund kei­ner­lei Milch­pro­dukte oder ver­trägt diese erfah­rungs­ge­mäß nicht so gut, kann das Rezept auch mit lak­to­se­freiem Joghurt oder Quark ange­rührt werden.

 

Andere Variationen:

Die Zube­rei­tung ist bei allen Joghur­teissor­ten im Prinzip die­selbe: Alles zer­klei­nern und wenn nötig pürie­ren, zu einer ebenen Masse ver­rüh­ren, in Becher abfül­len, einen Eisstiel nach Wahl hin­ein­ste­cken und alles in den Gefrier­schrank stellen. Ein paar unter­schied­li­che Geschmacks­rich­tun­gen können noch ein biss­chen mehr Schwung in diese som­mer­li­che Gau­men­freude bringen.

 

Zutaten für Nusseis:

  • 1 Tee­löf­fel Kokos­ras­peln
  • 1 Tee­löf­fel gehackte Hasel­nüsse
  • 1 Tee­löf­fel gemah­lene Wal­nüsse ohne Schale
  • 4 kleine Becher Natur­jo­ghurt (150g je Becher)

Diese Varia­tion ist beson­ders wegen der ver­schie­de­nen Kon­sis­ten­zen (geras­pelt, gehackt, gemah­len) inter­es­sant und span­nend für fleißig schle­ckende Hunde. Je nach Men­gen­in­halt der Joghurt­be­cher sollte nur nicht zu viel Nuss unter­ge­mischt werden. Auf 150g Natur­jo­ghurt sollte nicht mehr als ein Tee­löf­fel Nüsse kommen.

 

Zutaten für Kräutereis:

  • 4 kleine Becher Natur­jo­ghurt (150g je Becher)
  • ein kleiner Büschel frische Peter­si­lie, Basi­li­kum und Schnitt­lauch

Die Kräuter werden für dieses Rezept ledig­lich gehackt, nicht püriert. Ansons­ten erfolgt die Zube­rei­tung wie oben beschrie­ben – Joghurt und Kräuter ver­mi­schen, ein­frie­ren, fertig!

Wer seinem Hund Heil­kräu­ter ver­füt­tert, kann diese mit dem Kräu­te­reis­re­zept natür­lich ebenso in ein Hun­de­eis ver­wan­deln.

 

Zutaten für buntes Eis:

Natur­jo­ghurt hat den Vorteil, dass er weiß und leicht ein­zu­fär­ben ist. Für rotes Eis eigent sich ins­be­son­dere rote Beete (gekocht und püriert oder als Saft). Grün wird das Eis am besten mit gekoch­tem und pürier­tem Spinat oder grünem Salat wie Romana, Feld­sa­lat oder Eis­berg­sa­lat. Aller­dings sind hierbei größere Mengen der ein­fär­ben­den Gemü­ses­ro­ten not­wen­dig als beim Frucht­eis ver­an­schlagt, um wirk­lich knal­lige Farben zu erzie­len. Die Beigabe von ent­spre­chen­dem Saft ist daher emp­feh­lens­wert. Orange kann bei­spiels­weise mit Karot­ten­saft erzielt werden, einen hüb­schen Lilaton erzielt man mit Hei­del­beer­saft.

 

Für die ganz Mutigen:

Wer seinem Hund eine ganz beson­dere Freude machen will, kann es mit einem Bluteis ver­su­chen. Manche Barfer haben sowieso immer ein Fläsch­chen hiervon im Gefrier­fach, wieso also kein Eis daraus machen? Mit dem Blut lässt sich sogar eine Art »Was­ser­eis« ohne Natur­jo­ghurt her­stel­len. Blut pur zum Schle­cken sozu­sa­gen. Die Eisstiele können aller­dings nur in leicht ange­fro­re­nes Blut gesteckt werden, sonst kippen sie um.

 

Was die Varia­tio­nen angeht sind der Fan­ta­sie beim Hun­de­eis keine Grenzen gesetzt! Vor­sicht ist nur bei den wenigen Lebens­mit­teln geboten, die für Hunde nicht unbe­dingt bekömm­lich sind (siehe hierzu auch »Welche Lebens­mit­tel sind poten­ti­ell giftig für Hunde?«). Alles andere kann dem Hund so in das Eis gemischt werden, wie es auch für den mensch­li­chen Verzehr geeig­net wäre (zum Bei­spiel Obst ent­steint und/oder geschält, Hül­sen­früchte gekocht). Wer Inspi­ra­tion für eigene Rezept­zu­ta­ten sucht, wird viel­leicht in der Liste fress­ba­rer Lebens­mit­tel fündig.

 

Wenn Sie eines der Rezepte nach­ge­kocht (oder nach­ge­fro­ren) haben und das Ergeb­nis zeigen möchten, Anre­gun­gen zu einem der Rezepte haben oder eine eigene Krea­tion vor­stel­len wollen, schauen Sie doch einfach mal im Vitaler-Hund-Forum.de vorbei. Dort gibt es ein Unter­fo­rum für Rezepte und Bas­tel­an­lei­tun­gen. Wir freuen uns über jeden Beitrag – gerne auch mit Bildern!

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