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Einreisebestimmungen einzelner Länder für Hunde

Bei Aus­lands­rei­sen mit dem Hund ist immer zu beach­ten, welche Ein- und Aus­rei­se­re­ge­lun­gen für das jewei­lige Land gelten. Dabei sind immer auch lokale Vor­schrif­ten wie zum Bei­spiel die ver­schie­de­ner Bun­des­län­der zu Leinen- und Maul­korb­pflicht, aber auch zu Kampf­hund­lis­ten zu beach­ten. Eine Auf­lis­tung aller lokalen Bestim­mun­gen würde an dieser Stelle aller­dings den Rahmen spren­gen, da nicht nur jedes Bun­des­land eigene Ver­ord­nun­gen besitzt, sondern auch jede Gemeinde eigene Regeln zur Lei­nen­pflicht auf­stel­len kann. Gemein­den- und Bun­des­län­der­be­stim­mun­gen können inzwi­schen aber bequem im Inter­net abge­fragt werden. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, klärt ein Anruf auf dem zustän­di­gen Rathaus die Lage. Bei dieser Gele­gen­heit sollten Sie auch gleich die Bestim­mun­gen des Bun­des­lan­des abfra­gen. Außer­dem zu beach­ten sind län­der­spe­zi­fi­sche Krank­hei­ten, beson­ders die Mit­tel­meer­krank­hei­ten.

 

 

Ein- und Ausreise bei EU-Ländern

Dank ver­ein­heit­li­cher EU-Ver­ord­nung und EU-Heim­tier­aus­weis (bitte immer mit­füh­ren!) ist das Reisen mit Hund inner­halb von EU-Ländern inzwi­schen relativ einfach gewor­den. Vor­aus­set­zung für die Ein- und Aus­reise sind eine Kenn­zeich­nung des Hundes (Transponder/Chip, Tatö­wie­run­gen genügen nicht mehr) sowie ein gül­ti­ger EU-Heim­tier­aus­weis (diese sind blau und tragen die EU-Sterne auf der Vor­der­seite). Sollten Sie keinen solchen Ausweis besit­zen oder Ihr Hund nicht gechipt sein, sollten Sie dies recht­zei­tig beim Tier­arzt nach­ho­len lassen, da ein Über­trag alter Imp­fun­gen in den EU-Ausweis nicht immer möglich ist und daher eine erfor­der­li­che Toll­wut­imp­fung erneut erfol­gen muss. Außer­dem ent­spre­chen nicht alle erhält­li­chen Trans­pon­der der EU-Norm, sodass sie an Flug­hä­fen nicht aus­ge­le­sen werden können. In diesem Fall müssen Sie selbst ein ent­spre­chen­des Lese­ge­rät mit­füh­ren, ein­fa­cher ist es aller­dings, beim Tier­arzt gleich nach einem der EU-Norm ent­spre­chen­den Trans­pon­der zu ver­lan­gen. 

Inner­halb der Mit­glieds­staa­ten der EU muss die Toll­wut­imp­fung aller­dings nicht wie früher vor jeder Reise auf­ge­frischt oder der Anti­kör­per­ti­ter im Blut gemes­sen werden, inzwi­schen genügt es, wenn aus dem Impf­pass die Gül­tig­keit der Impfung hervor geht. Es sollte ledig­lich beach­tet werden, dass der Impf­stoff der WHO-Norm ent­spre­chen muss, das sollte aber zum einen bei allen hier erhält­li­chen Impf­stof­fen der Fall sein, zum anderen sollte der Tier­arzt beson­ders darauf achten, wenn Sie eine Aus­lands­reise erwäh­nen. Bei Hunden, die jünger als drei Monate sind, ist keine Toll­wut­imp­fung möglich. Diese dürfen daher in der Regel nicht ins Ausland reisen, bis die Impfung nicht erfolgt und gege­be­nen­falls ein Anti­kör­per­test gemacht worden ist. Es können Aus­nah­me­re­ge­lun­gen erwirkt werden, welche mit dem ent­spre­chen­den aus­wer­ti­gen Amt abzu­stim­men sind. Aller­dings ist frag­lich, ob sich dieser Aufwand lohnt, um einen so jungen Welpen mit in den Urlaub zu nehmen. Der­ar­tige Rege­lun­gen kommen wohl eher aus­län­di­schen Tier­schutz­ver­ei­nen mit mut­ter­lo­sen Welpen zugute.

 

England fordert zusätz­lich zu Toll­wut­imp­fung, EU-Heim­tier­aus­weis und Trans­pon­der noch eine Band­wurm­be­hand­lung, die auch im Impf­pass ein­ge­tra­gen werden muss. Diese sollte ein bis fünf Tage vor Abreise abge­schlos­sen sein. Nur wenn sie von Malta, Irland, Nor­we­gen oder Finn­land kommen ist diese nicht not­wen­dig. Außer­dem muss die Toll­wut­imp­fung nach dem Setzen des Trans­pon­ders und min­des­tens 21 Tage vor der Ein­reise erfol­gen.

 

Ein- und Ausreise bei Drittländern

Nicht-EU-Länder haben je nach Situa­tion (beson­ders die Tollwut betref­fend) unter­schied­li­che Bestim­mun­gen. Ein EU-Heim­tier­aus­weis muss auch hier auf jeden Fall mit­ge­führt werden, um den Besitz des Hundes bewei­sen zu können, auch ein Trans­pon­der zur Iden­ti­fi­zie­rung ist in jedem Fall not­wen­dig. Eine gültige Toll­wut­imp­fung ist eben­falls erfor­der­lich, je nach Land fällt zusätz­lich noch eine Anti­kör­per­mes­sung an. Außer­dem werden häufig tier­ärzt­li­che Gesund­heits­zeug­nisse für die Ein- und Ausfuhr ver­langt. In jedem Fall sind die genauen Ein­rei­se­be­din­gun­gen in aus­rei­chen­der Zeit – das heißt mehrere Wochen, falls eine Toll­wut­imp­fung spä­tes­tens vier Wochen vor der Ein­reise erfol­gen muss – bei der deut­schen Bot­schaft oder dem ent­spre­chen­den aus­wär­ti­gen Amt zu erfra­gen.

Die EU-Ver­ord­nung im Ganzen können Sie hier ein­se­hen: Ver­ord­nung (EG) Nr 9982003 des euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 26. Mai 2003

2 Kommentare

  1. Julia

    Hallo,
    ich möchte mit meinem Pitbull nach Italien reisen für ein paar Tage.
    Darf er ein­rei­sen?
    was muss ich beach­ten?
    Ist er als Lis­ten­hund ver­bo­ten?
    mit lieben Grüßen
    Julia

    1. Vitaler Hund

      Hallo Julia,

      Italien hat keine Liste mehr, sodass es kein Problem geben dürfte. Zur Sicher­heit würde ich eine Nach­frage bei der deut­schen Ver­tre­tung in Italien emp­feh­len: http://www.italien.diplo.de/Vertretung/italien/de/Startseite.html

      Liebe Grüße und viel Spaß in Italien!

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