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Weihnachten mit Hund

Weihnachten mit Hund BaumschmuckIn der besinn­li­chen Zeit des Jahres kommt die ganze Familie zusam­men – dazu gehört natür­lich auch der beste Freund des Men­schen. Immer mehr Hun­de­hal­ter schen­ken ihrem Hund zu diesem Anlass auch etwas oder packen ihm ein paar Kek­schen mit. Ein paar Dinge sollten hierbei beach­tet werden, die einem aber sicher nicht die Freude am Fest ver­der­ben. Außer­dem gilt bei der Weih­nachts­deko: Vor­sicht ist besser als Nach­sicht!

 

 

Geschenke für Hunde

verschiedene Hundeleckerlis ÜbersichtWer für seinen Hund backen will, sollte auf Zucker und allzu viel Mehl ver­zich­ten. Unter Rezepte für Lecker­lis sind einige Anre­gun­gen für jene zu finden, die ihrem Hund eine kleine Freude backen wollen. Bei gekauf­ten Lecke­reien bieten sich vor allem nicht bear­bei­tete und getrock­nete Kau­sa­chen wie Och­sen­zie­mer, Kopf­haut­strei­fen, getrock­ne­ter Pansen und Rin­de­roh­ren an.

Wer seinem Hund etwas ver­pack­tes schen­ken möchte, sollte darauf achten, wie er es ein­wi­ckelt. Nichts ist nied­li­cher als ein Hund, der freu­de­strah­lend das Papier um einen neues Quietsch­spiel­zeug oder einen Kaukno­chen zer­fled­dert und mit großem Augen seinem Geschenk immer näher kommt. Neigt der Hund aber dazu, Papier zu fressen, sollte hierauf ver­zich­tet werden. Das Ein­pa­cken mit Zei­tungs­pa­pier stand lange Zeit in der Kritik, da die Dru­cker­schwärze in manchen Fällen zu Übel­keit oder anderen Ver­gif­tungs­sym­top­men geführt habe. Von Folien ist abzu­ra­ten, da sie an der Zunge haften bleiben. Am besten ist es also, ganz nor­ma­les (Geschenk-)Papier zu ver­wen­den, von dem in der Weih­nachts­zeit sowieso genug im Haus sein dürfte. Der Rand des Papie­res wird je nach Form des Geschenks am besten nur ein­ge­schla­gen oder mit Geschenk­band ver­schnürt. Bei letz­te­rem ist aller­dings auch Vor­sicht geboten, beson­ders bei ganzen Rollen. Ver­schluckt der Hund den Anfang eines solchen Bandes, kann er es meist nicht mehr aus­spu­cken und muss auch den ganzen Rest hin­un­ter schlu­cken. Dies kann zu einem Darm­ver­schluss führen. Kleber (als Stift oder Kle­be­strei­fern) sollte nicht ver­wen­det werden, da auch dieser beim Aus­pa­cken unab­sicht­lich vom Hund auf­ge­nom­men werden kann.
Für die Vor­weih­nachts­zeit gibt es inzwi­schen sogar diverse Advents­ka­len­der für Hunde von ver­schie­de­nen Her­stel­lern. Manche davon sind mit Lecker­lis gefüllt, andere mit Spiel­zeug. In jedem Fall kann es großen Spaß machen, jeden Abend gemein­sam mit dem Hund eines seiner Türchen zu öffnen und zu schauen, was sich dahin­ter ver­steckt. Es sollte jedoch bei der Kalen­der­aus­wahl darauf geach­tet werden, dass ent­hal­tene Lecke­reien auch nicht allzu unge­sund sind. Lecker­lie­kaln­der, die nur aus Getreide, Kakao­pul­ver und/oder Zucker bestehen sind leider durch­aus üblich. Wer die volle Kon­trolle über den Kalen­der­in­halt haben möchte, kann auch einen selbst­ge­mach­ten Kalen­der mit Holz­tür­chen oder gefal­te­ten Papp­schäch­tel­chen ver­wen­den, wie sie im Handel um diese Jah­res­zeit erhält­lich sind. Daran hat nicht nur der Hund Freude, sie sehen auch noch hübsch aus.

 

 

Weihnachtsdekoration mit Hund im Haus – was ist zu beachten?

WeihnachtsdekorationGrund­sätz­lich können Hun­de­hal­ter ihrer Deko­ra­ti­ons­lust freien Lauf lassen, es sollte nur ein wenig auf die Sicher­heit von Hund und Deko­ra­tion geach­tet werden. Emp­feh­lens­wert ist es, vor allem zer­brech­li­che Deko­ar­ti­kel so weit oben zu plat­zie­ren, dass ein vor Freude wedeln­der Schwanz sie nicht zer­stö­ren kann. Kerzen sollten nur unter Auf­sicht ver­wen­det und außer­halb der Reich­weite des Hundes plat­ziert werden. Zwar haben die meisten Hunde eine natür­li­che Scheu vor Feuer, doch gibt es den ein oder anderen Vier­bei­ner, bei dem die Neugier über­wiegt und im schlimms­ten Fall zu bösen Ver­bren­nun­gen führt. Darüber hinaus können Kerzen natür­lich auch unab­sicht­lich umge­sto­ßen werden.

Bei allem anderen kommt es auf den Hund an – und darauf, wie aus­ge­prägt sein Spiel­trieb ist. Vor manchen ist keine Christ­baum­ku­gel sicher, andere beach­ten die ganze neue Ein­rich­tung zu den Fei­er­ta­gen über­haupt nicht. Grund­sätz­lich gilt, dass der Hund keine Weih­nachts­de­ko­ra­tion – sei es Lametta, eine Glas­ku­gel oder kleine Figür­chen für den Baum – zwi­schen die Zähne bekom­men sollte. Beson­ders Glas­ku­geln führen, wenn sie für einen Ball gehal­ten werden, schnell mal zu Ver­let­zun­gen im Maul, der Spei­se­röhre oder dem Magen. Wer seinem Hund nicht ver­trauen kann, sollte ihn nicht unbe­auf­sich­tigt mit der Deko­ra­tion lassen.
Deko kann zudem pro­ble­ma­tisch werden, wenn sie mit dem Schwanz vom Baum gewe­delt wird. Beson­ders Glas­ku­geln können zer­bre­chen und der Hund kann sich an den Scher­ben Ver­let­zun­gen zuzie­hen. Eine etwas siche­rere Alter­na­tive sind Kunst­stoff­ku­geln (oder Deko­ra­tio­nen Holz, Stoff und anderen, schwer zer­stör­ba­ren und nicht split­tern­den Mate­ria­lien). Sie sind zwar nicht unzer­stör­bar, über­le­ben einen Sturz vom Baum aber eher unver­sehrt als Schmuck aus Glas oder Por­zel­lan.
Die Sorge, dass beson­ders Rüden dazu neigen könnten, den Weih­nachts­baum zu mar­kie­ren, ist in den meisten Fällen unbe­grün­det. Ein stu­ben­rei­ner Hund ver­steht nor­ma­ler­weise, dass der Baum nichts anderes als eine Zim­mer­pflanze ist. Zu sehr mögen sollte der Vier­bei­ner den Tan­nen­baum aber auch nicht, denn die äthe­ri­schen Öle der Nadeln sind bei oraler Auf­nahme giftig für Hunde und führen zu Rei­zun­gen des Ver­dau­ungs­trak­tes. Die Öle können sich auch in Wasser befin­den, in dem ein Baum oder Tan­nen­zweige gestan­den habe. Der Hund sollte dieses also nicht trinken. Aus dem­sel­ben Grund ist auch bei über­mä­ßi­gem Gebrauch von Duf­tölen Vor­sicht geboten. Die äthe­ri­schen Öle können zu Rei­zun­gen der Atem­wege führen.
Gene­rell befin­det sich zu Weih­nach­ten meist mehr gif­ti­ges im Haus­halt als sonst. Dazu zählt unter anderem der beliebte Weih­nachts­stern. Werden seine Blätter gefres­sen, kann dies im schlimms­ten Fall tödlich enden (siehe hierzu auch »Giftige Zimmer- und Kübel­pflan­zen«). Die meisten Weih­nachts­na­sche­reien für Men­schen ent­hal­ten Scho­ko­lade, die in klei­ne­ren Mengen zu Ver­dau­ungs­pro­bleme, in grö­ße­ren Mengen zum Tod führen kann. Wer Essens­reste des Fest­me­nüs an den Hund ver­füt­tert, sollte darauf achten, dass keine Knochen ent­hal­ten sind. Diese können im gekoch­ten Zustand split­tern und zu schwe­ren Ver­let­zun­gen im Ver­dau­ungs­trakt führen. Gewürze sind in der Menge, die wir Men­schen meist ver­wen­den, eigent­lich kein Problem. Hunde, die gewürz­tes Essen nicht gewohnt sind, können aber mit Durch­fall oder Blä­hun­gen darauf reagie­ren. Ansons­ten dürfen Hunde nahezu alles fressen, was auch der Mensch zu sich nimmt.

 

Ein Weih­nach­ten mit Hund unter­schei­det sich also nicht beson­ders von einem ohne. Mit ein biss­chen Vor­sicht müssen Hun­de­hal­ter auch auf nichts ver­zich­ten. Statt­des­sen haben sie sogar noch ein Fami­li­en­mit­glied mehr, das sich freut, wenn es beschenkt und vor allem geliebt wird – umso mehr, wenn sich in dem ganzen Weih­nachts­stress ein wenig gemein­same Zeit für Kuscheln und Spielen findet.

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