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Der Verdauungstrakt des Hundes

Am Anfang war der Fang…

Geöffneter FangDer Ver­dau­ungs­ka­nal wird als ein großer Darm ver­stan­den, welcher sich in vier Berei­che auf­teilt: Den Kopf­darm (Lefzen bis Schlundkopf/Rachen), den Vor­der­darm (Spei­se­röhre bis Magen), den Mit­tel­darm (der Dünn­darm, näher unter­teilt in Zwölf­fin­ger­darm, Leer­darm und Hüft­darm) und den Enddarm (Dick­darm mit Blind­darm, Grimm­darm und Mast­darm). Die Ver­dau­ung beginnt also, sobald der Hund das Futter zwi­schen die Zähne bezie­hungs­weise in den Fang bekommt. Der gesamte Ver­dau­ungs­ka­nal macht etwa 3-7% der Kör­per­masse des Hundes aus, ohne Inhalt gerech­net. Der Dünn­darm ist der längste Teil, der Magen hat mit zwei Drit­teln des Gesamt­vo­lu­mens das größte Fas­sungs­ver­mö­gen.

 

Der Ver­dau­ungs­ka­nal ist von Anfang bis Ende mit Schleim­häu­ten gesäumt, welche sowohl für die Sekre­tion als auch die Absorp­tion zustän­dig sind, das heißt sie sondern Stoffe ab und nehmen Stoffe auf. Die Darm­wand funk­tio­niert dem­zu­folge wie eine Art zwei­we­gi­ges Sieb mit Filter. Außer­dem ist der Ver­dau­ungs­ka­nal mit einer eigenen Mus­ku­la­tur aus­ge­stat­tet, welche den soge­nann­ten Chymus – den Spei­se­brei – durch den Ver­dau­ungs­ka­nal »drückt«, ihn durch­mischt und sozu­sa­gen por­tio­niert. Dieser Vorgang wird auch als mecha­nisch bezie­hungs­weise mecha­ni­sche Darm­funk­tion bezeich­net, fach­sprach­lich auch als Peris­tal­tik (Mus­kel­tä­tig­keit von Hohl­or­ga­nen wie dem Darm). Neben seiner mecha­ni­schen Funk­tion hat der Darm auch eine che­mi­sche, welche durch ver­schie­dene mine­ral­stoff­hal­tige Sekrete, dem daraus ent­ste­hen­den pH-Wert, diver­sen Ver­dau­ungs­en­zy­men und Darm­bak­te­rien bestimmt wird. 

Aufbau und beteiligte Organe

Kopfdarm/Mundhöhle/Gebiss

Bekann­ter ist der Kopf­darm ver­mut­lich als Mund­höhle, das heißt er umfasst im Wesent­li­chen Lefzen, Zähne und Zunge. Der Haus­hund verfügt über 42 Zähne, 28 Milch­zähne im Wel­pe­n­al­ter. Die ersten drei Wochen seines Lebens ist der Welpe zahnlos, inner­halb der ersten vier bis sechs Lebens­wo­chen bildet sich aller­dings rasch das voll­stän­dige Wel­pen­ge­biss. …

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Verdauungssäfte

Neben dem Aufbau des Ver­dau­ungs­ka­nals und der mecha­ni­schen Funk­tion der Darm­mus­ku­la­tur spielen für die Fut­ter­ver­wer­tung auch noch andere Fak­to­ren eine Rolle: Ver­dau­ungs­en­zyme, pH-Werte, Darm­bak­te­rien und ver­schie­dene Sekrete. Letz­tere bestim­men mit ihrer Zusam­men­set­zung unter anderem den pH-Wert und nehmen damit vor allem auf die Eiweiß­ver­dau­ung Ein­fluss, sind Trans­port­mit­tel für Ver­dau­ungs­en­zyme und dienen der »Schmie­rung« auf­ge­nom­me­nen Futters (zur Unter­stüt­zung …

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pH-Werte

Eine wich­tige Rolle bei der Ver­dau­ung spielt der pH-Wert in den ein­zel­nen Regio­nen des Ver­dau­ungs­ka­nals. Dieser gibt all­ge­mein an, ob eine wäss­rige Lösung sauer, neutral oder basisch (alka­lisch) ist. Für die Messung werden ein­fa­che Zah­len­werte benutzt: Ein Wert unter 7 bezeich­net eine saure Lösung, ein Wert von genau 7 eine neu­trale sowie ein … 

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Verdauungsenzyme

Unter Ver­dau­ungs­säfte wurden bereits die ein­zel­nen Sekrete des Ver­dau­ungs­trak­tes sowie ihre nicht-enzy­mati­sche Zusam­men­set­zung vor­ge­stellt. An dieser Stelle soll es nun um die Enzyme, welche die Nähr­stoffe tat­säch­lich spalten, gehen. Beson­ders der Pan­kre­as­saft sowie die Darm­schleim­haut sind reich an Enzymen, jedoch sorgt das Vor­han­den­sein von Enzymen im Spei­chel für die größte Dis­kus­sion. Im Fol­gen­den …

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Bakterienbesatz

Vom Magen bis zum Dick­darm hin enthält der gesamte Ver­dau­ungs­ka­nal des Hundes einen mehr oder weniger großen Bak­te­ri­en­be­satz. Während im Magen noch recht wenige zu finden sind, sind im Dick­darm bis zu 100 Mil­li­ar­den Bak­te­rien pro Gramm zu finden. Die Zahl steigt also vom Anfang bis zum Ende des Ver­dau­ungs­ka­nals stetig an. Es sind … 

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