↑ Zurück zu Innereienfütterung

Ist ein hoher Nährstoffgehalt ein guter Nährstoffgehalt?

Wie im Artikel »Welche Nähr­stoffe sind in Inne­reien ent­hal­ten?« bereits erwähnt, gibt es einige Nähr­stoffe, die in den ver­schie­de­nen Inne­reien in weit grö­ße­rer Menge vor­kom­men als in Mus­kel­fleisch. An dieser Stelle geht es nun um die Bewer­tung dieser erhöh­ten Vor­kom­men, was erklärt, wieso ich unter »Inne­rei­en­füt­te­rung« im Gegen­satz zu manch anderen Bar­f­an­sät­zen zu einer reinen Füt­te­rung von Pansen, Blät­ter­ma­gen und einer klei­ne­ren Menge Leber rate.

 

 

Der Schlüssel: Das Verhältnis von Nährstoffgehalt und -bedarf

Bei fast allen Nähr­stoff­wer­ten sticht die Leber mit einem deut­lich höheren Gehalt als andere Inne­reien oder zumin­dest als Mus­kel­fleisch hervor. Sie wird dicht gefolgt von Niere und Milz. Aus diesem Grund wird vor allem die Leber in manchen Bar­f­an­sät­zen als so unglaub­lich wichtig ange­se­hen. Dabei sollte aber der täg­li­che Bedarf nicht außer Acht gelas­sen werden, wes­we­gen dieser in der unters­ten Zeile dieser Über­sichts­ta­belle auch zu finden ist.

Ein hoher Gehalt an ver­schie­de­nen Nähr­stof­fen klingt im ersten Moment positiv, aller­dings ist er das nicht zwangs­läu­fig. Hin und wieder berich­ten Hun­de­hal­ter von Durch­fäl­len oder weichem Kot nach der Füt­te­rung der wöchent­li­chen Leber­ra­tion. Dies ist ein erster Hinweis auf eine Unver­träg­lich­keit sowie eine Über­ver­sor­gung, die auf den hohen Vitamin-A-Gehalt der Leber zurück­zu­füh­ren ist. Denn auch wenn fett­lös­li­che Vit­amine wie das Vitamin A im Körper gespei­chert werden können, ist dies nicht endlos möglich. Ein Über­schuss wird nichts desto trotz ab einer gewis­sen Menge aus­ge­schie­den.

 

Es bringt daher für die Nähr­stoff­ver­sor­gung des Hundes nichts, die gesamte Vitamin-A-Ver­sor­gung auf die Füt­te­rung einer Leber­ra­tion in der Woche zu redu­zie­ren. Außer­dem kann eine zu hohe oder stetige Über­do­sie­rung zur soge­nann­ten Hyper­vit­ami­nose führen – zu Krank­heits­sym­pto­men wie dem bereits erwähn­ten Durch­fall, aber auch Erbre­chen, Schwin­del oder Haut­schä­den auf­grund der Über­ver­sor­gung.

Es ist also ent­schei­dend, nicht nur den mög­lichst hohen Nähr­stoff­ge­halt eines Lebens­mit­tel im Auge zu haben, sondern auch den tat­säch­li­chen Bedarf des Hundes. Eine Über­ver­sor­gung ist ebenso wenig erstre­bens­wert wie eine Unter­ver­sor­gung. Außer­dem sollte die Inne­rei­en­füt­te­rung nicht zu stark auf wenige Mahl­zei­ten kon­zen­triert, sondern gleich­mä­ßig auf zwei bis drei Mahl­zei­ten in der Woche ver­teilt werden.

Nach­ste­hend werden daher Gehalt und Bedarf jener Nähr­stoffe in Rela­tion gesetzt, die Inne­reien in beson­ders großem Maße ent­hal­ten. 

 

Vitamin A

Der größte und am meisten betonte Vorteil von Leber und Niere liegt wohl im hohen Gehalt an Vitamin A. Der Bedarf pro Tag und Kilo­gramm Kör­per­masse des Hundes liegt bei 75 bis 100 IE, das ent­spricht bei einem 30kg schwe­ren Hund 3.000 IE pro Tag bezie­hungs­weise 21.000 IE pro Woche. 100g Kalbs­le­ber (73.000 IE) würden den Bedarf von exakt drei Wochen decken, 100 Gramm Rin­der­le­ber (51.000 IE) immer­hin noch den Bedarf von zwei Wochen.

Dabei sollte nicht ver­ges­sen werden, dass Vitamin A vom Körper des Hundes selbst syn­the­ti­siert werden kann. Hierfür ist pflanz­li­ches Vitamin A nötig, wie es in nen­nens­wer­ten Mengen in Karot­ten, Hage­butten, Apri­kosen, Spinat und Feld­salat zu finden ist. Leber ist also nicht die einzige Quelle, aus der gebarfte Hunde eine größere Menge an Vitamin A gewin­nen. Als fett­lös­li­ches Vitamin ist es außer­dem kurz­zei­tig im Körper spei­cher­bar und kann sich somit anrei­chern, ande­rer­seits nicht lange genug, als dass es genügen würde, den gesam­ten Bedarf mit einer Füt­te­rung pro Monat zu decken. 

Der Ver­gleich von Gehalt und Bedarf zeigt hier, wie schnell Vitamin A durch eine über­mä­ßige Leber­füt­te­rung über­do­siert werden kann. Beson­ders im Wachs­tum spielt die Vitamin-A-Zufuhr eine große Rolle. Das »Wachs­tums­vit­amin« ist neben Fett, Ener­gie­ge­halt, Kupfer, Zink, Kalzium und Phos­phor einer der wich­tigs­ten, das Wachs­tum beein­flus­sen­den Fak­to­ren. Bei einem steten Über­schuss kann es zu zu schnel­lem Wachs­tum und Fehl­bil­dun­gen kommen. Der Bedarf sollte daher grund­sätz­lich lieber in klei­ne­ren Mengen und dafür regel­mä­ßig als mit großer Menge auf einmal gedeckt werden. Gegen eine gemä­ßigte Leber­füt­te­rung zur Bedarfs­de­ckung spricht nichts, aller­dings sollte aus oben genann­ten Gründen eine Leber mit weniger Gehalt gewählt werden und die Menge moderat sein. 

Der auf dieser Inter­net­seite vor­ge­stell­ten Rati­ons­be­rech­nung folgend müssten einem Hund mit 30 Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht 300 Gramm Leber im Monat und somit 75 Gramm in der Woche gefüt­tert werden. Dies deckt den Bedarf an Vitamin A mehr als voll­stän­dig, wie obige Werte zeigen, auch ohne die Ein­be­zie­hung von pflanz­li­chem Vitamin A.

 

Eisen

Neben dem hohen Vitamin-A-Gehalt weist Leber auch einen hohe Eisen­werte auf. Bei Kalbs­le­ber bei­spiels­weise liegen sie bei 11mg pro 100g. Bei aus­ge­wach­se­nen Hunden liegt der Bedarf bei durch­schnitt­lich 0,8mg pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht pro Tag, das bedeu­tet für einen Hund von 30kg einen Eisen­be­darf von 24mg pro Tag. 400g Leber würden also den Tages­be­darf eines 30kg schwe­ren Hundes decken. Dies ist eine Menge, die – wie im obigen Absatz erklärt – wohl zu einer Hyper­vit­ami­nose durch eine Vitamin-A-Über­ver­sor­gung führen würde und daher in der prak­ti­schen Füt­te­rung unmög­lich ist.

Aller­dings enthält auch Mus­kel­fleisch Eisen. Für einen Hund mit einem Gewicht von 30 Kilo­gramm liegt die Tages­ra­tion an Mus­kel­fleisch bei etwa 330g. Mus­ke­fleisch hat einen durch­schnitt­li­chen Eisen­ge­halt von 2,5mg pro 100g. Das ergibt 8,25mg Eisen, welche der Hund allein durch das Mus­kel­fleisch zu sich nimmt. Die Füt­te­rung von Herz (die in Maßen durch­aus emp­feh­lens­wert ist), erhöht den Eisen­ge­halt der Mus­kel­flei­sch­ra­tion zusätz­lich. Herz enthält 5,1mg Eisen auf 100g – das Dop­pelte der durch­schnitt­li­chen Eisen­menge in Mus­kel­fleisch. Auf­grund des des Tau­rin­ge­halts sollte es sparsam ver­füt­tert werden. Ein 30 Kilo­gramm schwe­rer Hund sollte nicht mehr als ein bis zwei Rin­der­her­zen in der Woche zu sich nehmen. Ein solches wiegt etwa 200g und enthält somit etwa 10mg Eisen. Abzüg­lich des sowieso schon in Mus­kel­fleisch ent­hal­te­nen Wertes bringt Herz also zusätz­li­che 10mg Eisen pro Woche und somit 1,4mg pro Tag.

Gemüse und Obst weisen noch einmal den­sel­ben durch­schnitt­li­chen Gehalt von etwa 2,5mg Eisen auf 100g auf. Die Bei­la­gen machen bei einem 30 Kilo­gramm schwe­ren Hund etwa 180 Gramm täglich aus. Somit nimmt ein Hund allein durch die Bei­la­gen noch einmal weitere 4,5mg Eisen zu sich.

Der Eisen­ge­halt von Kalbs­kno­chen liegt bei 10mg auf 100g. Der Kno­chen­an­teil in der Tages­bar­f­ra­tion würde für einen 30 Kilo­gramm schwe­ren Hund bei 60g liegen. Diese liefern weitere 6mg Eisen pro Tag.

Einen fast ebenso hohen Eisen­ge­halt findet man in grünem Pansen. Dieser enthält etwa 9,6mg auf 100g. Der Rati­ons­be­rech­nung folgend bekäme ein 30 Kilo­gramm schwe­rer Hund 36g Inne­reien pro Tag. 11g hiervon macht der Leber­an­teil aus, sodass 25g grüner Pansen und Blät­ter­ma­gen zu glei­chen Teilen übrig bleiben. Nimmt man es genau, wären das 12,5g grüner Pansen pro Tag, was 1,2mg ent­spricht. Die rest­li­chen 12,5g Blät­ter­ma­gen liefern einen Wert von etwa 0,4mg.

Zu guter letzt fehlt noch der Eisen­ge­halt der in der Rati­ons­be­rech­nung ver­an­schlag­ten Tages­menge an Leber. Ein 30 Kilo­gramm schwe­rer Hund würde wie bereits erwähnt 11g pro Tag erhal­ten. Bei 22mg Eisen auf 100g Leber macht dies 2,42mg Eisen, die der Hund durch diese Leber­menge täglich auf­nimmt.

Zusam­men­ge­rech­net ergibt das:

8,25 + 1,4 + 4,5 + 6 + 1,2 + + 0,4 + 2,42 = 24,17mg

Ein Hund nimmt also 24,17mg Eisen zu sich, ohne eine größere Menge an Leber oder weitere Inne­reien neben grünem Pansen und Blät­ter­ma­gen zu benö­ti­gen. Der Min­dest­be­darf liegt bei 0,6mg pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht pro Tag, um die Haupt­funk­tion des Eisens – die Bildung von Blut – zu gewähr­leis­ten. Dies ent­sprä­che bei einem 30 Kilo­gramm schwe­ren Hund 18mg. Bei einer kleinen Sicher­heits­spanne wären dies 0,8mg pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht pro Tag, bei einem 30 Kilo­gramm schwe­ren Hund dann ent­spre­chend 24mg pro Tag.

Bei all diesen Werten bin ich von dem Min­des­ta­ges­be­darf, errech­net mit zwei Prozent des Kör­per­ge­wichts, aus­ge­gan­gen. Bei einer Tages­ra­tion von drei Prozent wären die gefüt­ter­ten Eisen­men­gen also noch einmal ent­spre­chend höher. Somit deckt selbst eine so geringe Leber­menge wie hier errech­net zusam­men mit dem Rest der Tages­ge­samt­ra­tion den Eisen­be­darf. Größere Mengen an Leber, wie häufig ver­an­schlagt, sind also in Anbe­tracht des Eisen­be­darfs nicht von Nöten.

 

Zink und Biotin

Die Zink– und Bio­tin­werte werden eben­falls häufig als beson­ders vor­teil­haft an Leber und Niere her­vor­ge­ho­ben. Beide wirken sich positiv auf Haut und Fell aus und werden daher gerne in Kom­bi­na­tion als Kur ange­wen­det, aller­dings zuge­führt über Bier­hefe oder spe­zi­elle Barf­zu­satz­prä­pa­rate.

Bei Zink liegt der täg­li­che Bedarf bei 1mg pro Kilo­gramm Kör­per­masse, das wären bei einem 30kg schwe­ren Hund also 30mg.

Mus­kel­fleisch enthält durch­schnitt­lich etwa 3mg Zink auf 100g. Bei einem 30 Kilo­gramm schwe­ren Hund und einer ent­spre­chen­den Tages­ra­tion an Mus­kel­fleisch von 330g ergibt das einen Wert von 9,9mg Zink, die allein über das Mus­kel­fleisch kon­su­miert werden.

Gemüse und Obst – wovon ein 30 Kilo­gramm schwe­rer Hund etwa 180 Gramm am Tag zu sich nehmen sollte – ent­hal­ten durschnitt­lich etwa 1mg Zink auf 100g. Das ergibt 1,8mg Zink.

Knochen weisen mit durch­schnitt­lich 10mg einen weit höheren Zink­ge­halt auf. Ein 30 Kilo­gramm schwe­rer Hund nimmt 60g Knochen pro Tag zu sich. Das ent­spricht 6mg Zink.

Übrig bleiben noch täglich 11g Leber sowie jeweils 12,5g grüner Pansen und Blät­ter­ma­gen nach der bereits vor­ge­stell­ten Rati­ons­be­rech­nung. Leber enthält durch­schnitt­lich 6mg auf 100g und liefert damit für den Bei­spiel­hund 0,66mg Zink. Grüner Pansen und Blät­ter­ma­gen ent­hal­ten im Schnitt 2mg auf 100g und liefern somit täglich 0,5mg Zink.

Zusam­men­ge­rech­net ergibt dies:

9,9 + 1,8 + 6 + 0,66 + 0,5 = 18,86mg

Zur Errei­chung des Tages­be­darfs von 30mg fehlt also noch knapp die Hälfte. Der Fehl­wert erüb­rigt sich nahezu, wenn die Tages­ra­tion nicht mit zwei, sondern mit drei Prozent des Kör­per­ge­wichts berech­net wird.

 

Der täg­li­che Bedarf an Biotin liegt – ein Einsatz als kurz­zei­tige Kur aus­ge­nom­men – bei 2µg, das ent­spricht 60µg pro Tag für einen 30kg schwe­ren Hund.

Mus­kel­fleisch enthält etwa 6µg Biotin. Bei einem 30 Kilo­gramm schwe­ren Hund liegt die Tages­ra­tion an Mus­kel­fleisch bei etwa 330g. Diese würden also 19,8µg Biotin liefern.

Der Bio­tin­ge­halt von Knochen ist leider nicht bekannt. Leber weist durch­schnitt­lich einen Gehalt von 90µg auf. Die ver­an­schlag­ten 11g Leber pro Tag liefern somit 9,9µg. Blät­ter­ma­gen und grüner Pansen liefern 5µg auf 100g, was bei einer Tages­ra­tion von 25g etwa 1,25µg Biotin ergibt.

Gemüse und Obst ent­hal­ten durch­schnitt­lich etwa 1µg Biotin pro 100g. Sie liefern bei einer Tages­ra­tion von 180g weitere 1,8µg Biotin.

Zusam­men­ge­rech­net ergibt dies:

19,8 + 9,9 + 1,25 + 1,8 = 32,75µg

Der Tages­be­darf an Biotin ist also durch die vor­ge­schla­gene Rati­ons­be­rech­nung voll­stän­dig gedeckt.

Was den nicht ganz gedeck­ten Zink­be­darf angeht, finden Sie Näheres im Artikel über alter­na­tive Lebens­mit­tel.

 

Vitamin B12, B3 und B5

Den Vit­ami­nen des B-Kom­ple­xes wird in der Füt­te­rung all­ge­mein sehr hohe Bedeu­tung bei­ge­mes­sen. Sie gelten als sehr gesund für das ganze Immun­sys­tem, den Körper, Haut, Fell und vieles mehr. Eine ent­spre­chende Funk­tion soll ihnen auch gar nicht in Abrede gestellt werden, nur bedeu­tet »wichtig« nicht unbe­dingt, dass große Mengen benö­tigt werden. Der Tages­be­darf des Hundes an Vitamin B12 liegt bei gerade einmal 0,6µg pro Kilo­gramm Kör­per­ge­wicht pro Tag. Bei einem 30kg schwe­ren Hund sind das 18µg pro Tag. Eine kon­stante Über­do­sie­rung sollte ver­mie­den werden, da Vitamin B12 als ein­zi­ges der B-Vit­amine kurz­zei­tig im Körper gespei­chert werden kann und daher bei Über­schuss nicht einfach aus­ge­schie­den wird.

Mus­kel­fleisch vom Rind enthält 5µg Vitamin B12 auf 100g, anderes Mus­kel­fleisch durch­schnitt­lich unter 1µg. Keulen und ganze Tiere weisen einen Gehalt von 3 bis 8µg auf. Gehen wir also von einem Durschnitts­wert von 5µg pro 100g Mus­kel­fleisch aus, nimmt ein 30 Kilo­gramm schwe­rer Hund mit den pro Tag gefüt­ter­ten 330g bereits 16,5µg Vitamin B12 zu sich. Damit ist dieser Bedarf annäh­rend gedeckt, der Rest kommt durch Knochen, Inne­reien und die Bei­la­gen mehr als aus­rei­chend hinzu.

Der Bedarf an Vitamin B3 liegt bei 0,25mg pro Tag pro Kilo­gramm Kör­per­masse, das bedeu­tet 7,5mg bei einem Gewicht von 30kg. Rin­der­mus­kel­fleisch enthält 8mg auf 100g, sodass bei den bei­spiel­haft genann­ten 330g Mus­kel­fleisch pro Tag bei einem 30 Kilo­gramm schwe­ren Hund allein über diese eine Kom­po­nente 26,4mg zuge­führt werden. Eine zusätz­li­che Ver­sor­gung über größere Mengen an Leber oder anderen Inne­reien ist also kei­nes­falls nötig. Der Über­schuss des was­ser­lös­li­chen Vit­amins wird nicht gespei­chert, sondern schlicht aus­ge­schie­den.

Vitamin B5 wird eben­falls in einer Menge von 0,25mg pro Tag pro Kilo­gramm Kör­per­masse gebraucht, daraus ergeben sich eben­falls 7,5mg Bedarf bei einem 30kg schwe­ren Hund. In 100g Mus­kel­fleisch ist durch­schnitt­lich 1mg ent­hal­ten. Bei 330g pro Tag werden darüber also 3,3mg zuge­führt. In einer Kon­zen­tra­tion von knapp unter 1mg ist Vitamin B5 aber in jedem Lebens­mit­tel ent­hal­ten, Pansen weist einen Gehalt von 1,2mg auf. Gehen wir also von einer Rest­ta­ges­ge­samt­ra­tion (sprich abzüg­lich des bereits ver­rech­ne­ten Mus­kel­flei­sches) von 270g aus, ergibt das weitere 2,7mg. Somit sind 6mg in jedem Fall abge­deckt, auch ohne den höheren Gehalt diver­ser Lebens­mit­tel zu berück­sich­ti­gen. Hül­sen­früchte bei­spiels­weise ent­hal­ten 2mg auf 100g, Nüsse eben­falls.

 

Fazit

Ver­gleicht man die her­vor­ste­chends­ten Nähr­stoff­werte von Inne­reien mit dem täg­li­chen Bedarf eines Hundes, stellt man fest, dass ein hoher Gehalt kei­nes­falls immer ein guter Gehalt ist. Außer­dem auf­fäl­lig ist, dass nicht unbe­dingt die oft für sehr wichtig befun­de­nen Inne­reien Leber und Niere ver­füt­tert werden müssen. Der Gehalt an Vitamin A in der Leber ist zu hoch, der Eisen­ge­halt zwar moderat, aber auch über grünen Pansen zu decken. Ins­ge­samt zeigt sich, dass grüner Pansen, Blät­ter­ma­gen und eine kleine Menge Leber den Zweck der Inne­rei­en­füt­te­rung voll­kom­men erfül­len und auf Niere sowie hor­mon­pro­du­zie­rende Organe gänz­lich ver­zich­tet werden kann.

Es gibt neben den hier genann­ten noch weitere Lebens­mit­tel, die höhere Kon­zen­tra­tio­nen an Vitamin A, Zink, Biotin und B-Vit­ami­nen liefern. Ob und bis zu welchem Grad diese die Ver­sor­gung mit den Nähr­stof­fen decken können – und inwie­fern sie das kleine Defizit bei der Zink­ver­sor­gung aus­glei­chen können – ist unter »Welche Alter­na­ti­ven zu Inne­reien gibt es?« näher beschrie­ben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>