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Kamillentee

Kamillentee_HundEiner der ersten Tipps bei Erkäl­tun­gen oder Magen­be­schwer­den – trink einen Kamil­len­tee! Zumin­dest ich habe das in meiner Kind­heit oft gehört. Und wenn wir ehrlich sind, hilft Kamil­len­tee auch oftmals gegen leichte Beschwer­den. Inter­es­san­ter Weise kann dieser auch beim Hund ver­wen­det werden und erfüllt viel­fäl­tige Auf­ga­ben.

 

 

Kamille – die Pflanze

Für Kamil­len­pro­dukte – sei es Tee oder pflanz­li­che Arz­nei­mit­tel – wird die echte Kamille (Cha­mo­milla recutita/Matricaria recu­tita) ver­wen­det. Es handelt sich bei ihr um eine sehr ansehn­li­che Pflanze mit weißen, dünnen Blü­ten­blät­tern und einer großen, gelben »Kugel« aus vielen Röh­ren­blü­ten in der Mitte. Der Korb­blüt­ler wird bis zu einem halben Meter hoch und blüht zwi­schen Mai und Sep­tem­ber. Ihr Stängel ist dünn, grün und ver­zweigt sich nach oben hin mehr­fach. Die Blätter sind dünn, grün und mehr­fach unter­teilt. Auf­merk­same Spa­zier­gän­ger können die echte Kamille inzwi­schen in fast ganz Europa auf Wiesen und Feldern antref­fen, teil­weise sogar in West­asien. In Nord­ame­rika und Aus­tra­lien ist die echte Kamille eben­falls zu sehen. Für Kamil­len­pro­dukte werden aber zumeist keine wild gewach­se­nen Pflan­zen, sondern Kul­tur­pflan­zen ver­wen­det.

Für die Gewin­nung der wirk­sa­men Sub­stanz werden die Blüten der echten Kamille ver­wen­det. Aus ihnen lässt sich äthe­ri­sches Öl gewin­nen, welches unter anderem Chama­zu­len – einen Stoff mit ent­zün­dungs­hem­men­der Wirkung – enthält. Des Wei­te­ren besteht das Öl aus Fla­vo­no­iden, denen eine anti­oxi­da­tive Wirkung zuge­spro­chen wird. Außer­dem enthält das aus der Kamille gewon­nene Öl a-Bisa­bo­lol, welches eben­falls als ent­zün­dungs­hem­mend gilt, sowie Matri­cin, die Vor­stufe von Chama­zu­len mit der­sel­ben ent­zün­dungs­hem­men­den Wirkung.

 

Aus all diesen Stoffen leitet sich auch die grund­le­gende Wirk­sam­keit ab, die der echten Kamille zuge­spro­chen wird: ent­zün­dungs­hem­mend und anti­oxi­da­tiv. Zudem soll sie die Muskeln des Magen-Darm-Traktes ent­span­nen und so bei all­ge­mei­nen Magen­be­schwer­den helfen. 2002 war die Kamille sogar die Heil­pflanze des Jahres. Vom Verband Deut­scher Dro­gis­ten wurde sie 1987 zur aller­ers­ten Arznei­pflanze des Jahres ernannt. 

Wer Kamille selbst sammeln und auf­brü­hen will, sollte sich sicher sein, dass er nur die echte Kamille mit nach Hause bringt. Bei­spiels­weise kann die Hunds­ka­mille all­er­gi­sche Reak­tio­nen her­vor­ru­fen. Wer also nicht ganz sicher mit der Pflan­zen­be­stim­mung ist, sollte auf fertige Pro­dukte zurück­grei­fen.

 

Kamillentee als Getränk

Auch Hunde pro­fi­tie­ren davon, Kamil­len­tee zu trinken. Dafür wird einfach ganz normal Wasser auf­ge­kocht und der Tee­beu­tel für etwa eine Minute hin­ein­ge­hängt. Ist der Tee auf eine ange­nehme Tem­pe­ra­tur abge­kühlt, kann er dem Hund ange­bo­ten werden. Aller­dings sollte dennoch das normale Wasser zur Ver­fü­gung stehen, denn nicht alle Hunde mögen das Gebräu. Kamil­len­tee hilft vor allem bei Durch­fall ergän­zend zu Schon­kost. Auch bei Blä­hun­gen kann Kamil­len­tee hilf­reich sein. Aller­dings wirkt der Tee natür­lich nur lin­dernd und kann keine ursäch­li­che Behand­lung oder einen Besuch beim Tier­arzt bei dau­er­haf­ten Beschwer­den erset­zen.

 

Kamillentee zur äußeren Anwendung

Durch die anti­bak­te­ri­elle und ent­zün­dungs­hem­mende Wirkung kann Kamil­len­tee auch direk auf die Haut auf­ge­tra­gen werden. Hierfür gibt es spe­zi­elle Salben, die Kamille ent­hal­ten. Es kann aber genauso gut Tee mit­hilfe eines Tuchs auf­ge­bracht werden. Damit können bei­spiels­weise ober­fläch­li­che Wunden abge­tupft werden. Doch auch hier gilt: Zur Sicher­heit zuerst den Tier­arzt fragen.

2 Kommentare

  1. Anonymous

    Danke für den Tollen Artikel. Was kann ich machen wenn mein Hund den Tee nicht trinken will ^^?

    Er schnuf­felt immer wieder in die Schüs­sel aber trinkt nicht. Ich habe ihm jetzt auch Wasser hin­ge­stellt das nimmt er. Gibt es Hunde die keinen Tee trinken wollen?

    1. Vitaler Hund

      Huhu,

      danke für das Lob :).

      Ja, es gibt Hunde, die mögen keinen Tee. Geschmä­cker sind eben ver­schie­den ;). Ist bei Schon­kost zwar ärger­lich, aber nicht zu ändern.

      Liebe Grüße

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