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Ringelblumen / Calendula

Die Rin­gel­blume oder auch Gar­ten­rin­gel­blume, Mari­en­gold oder Son­nen­wir­bel (latei­nisch Calen­dula offi­c­ina­lis) ist ein ein­jäh­ri­ger Korb­blüt­ler. Die Pflanze wird etwa einen halben Meter hoch, hat einen dünnen, auf­rech­ten Stiel sowie große, läng­li­che, unbe­sti­elte, grüne Blätter. Eine Rin­gel­blu­men­pflanze kann mehrere Blüten tragen, aller­dings stehen diese einzeln auf langen Blü­ten­stie­len. Die Blü­ten­körbe selbst haben einen Durch­mes­ser von etwa vier Zen­ti­me­tern und setzen sich aus 60 bis 150 läng­li­chen Zun­gen­blü­ten in einem äußeren Ring und 30 bis selten auch 100 Röh­ren­blü­ten im Inneren zusam­men. Die Blüten sind dot­ter­gelb bis oran­ge­gelb gefärbt. 

 

Die Rin­ge­blume enthält bis zu 25%, wovon etwa 60 bis 70% der Fett­säu­ren die Calen­du­lasäure aus­macht. Sie enthält außer­dem bis zu 1% Fla­vo­no­ide, das heißt sekun­däre Pflan­zen­stoffe, zu denen auch der größte Teil der Blü­ten­farb­stoffe gehört. Einen Anteil von 2 bis 10% machen die Tri­ter­pensapo­nine aus, eine Ver­bin­dung von Zucker und Alkohol. Ihre genaue Funk­tion ist nicht bekannt, aller­dings wird ver­mu­tet, dass sie Pflan­zen zur Abwehr von Pilzen und Insek­ten und Wir­bel­tie­ren zur Ver­an­ke­rung von Gly­ko­gen (Stärke) in der Zell­mem­bran dienen. Ihr oran­gene Färbung ver­dan­ken die Rin­gel­blu­men den bis zu 3% ent­hal­te­nen Caro­ti­no­iden, welche ein natür­li­cher Farb­stoff sind. Mehr­fach­zu­cker sind mit etwa 15% eben­falls ent­hal­ten, äthe­ri­sche Öle hin­ge­gen sind mit 0,2 bis 0,3% nur mit einem sehr kleinen Anteil in der Calen­dula zu finden.

Der Calen­dula wird vor allem eine hei­lende Wirkung bei Ver­let­zun­gen und Ent­zün­dun­gen der Haut zuge­spro­chen, sowohl in Bezug auf die Rei­ni­gung die Wunde, als auch auf deren Des­in­fek­tion und die Neu­bil­dung von Gewebe. Sie soll zudem die Abwehr­kräfte stärken und all­ge­mein pfle­gend auf die Haut wirken. Die Rin­gel­blume zählt zu den Homöo­pa­thika, das heißt zu den homöo­pa­thisch wir­ken­den Sub­stan­zen, welche nach dem Prinzip »Glei­ches wird durch Glei­ches geheilt« funk­tio­nie­ren. Die Calen­dula kann als Salbe, Gel, Creme, Bade­zu­satz, Augen­trop­fen und in Form von Glo­bu­lis zur oralen Ein­nahme Anwen­dung finden. Auf offene Wunden darf die Rin­ge­blume aller­dings egal in welcher Form nicht auf­ge­tra­gen werden.

 

 

Ringelblumensalbe selbst gemacht

Die viel­sei­tige Salbe kann ganz einfach selbst her­ge­stellt werden, dafür braucht es nicht mehr als Melk­fett und frische Rin­gel­blu­men­blü­ten.

Benö­tigt werden: 

  • Frische Rin­gel­blu­men­blü­ten
  • Melk­fett
  • ein großer Koch­topf
  • ein Sieb
  • ein Behäl­ter zum Abfül­len der Salbe

 

Von den Blüten muss ledig­lich der Stiel ent­fernt werden, dann sind sie auch schon fertig für die Ver­ar­bei­tung. Es bietet sich an, die Blüten grob zu zer­schnei­den, damit sie sich später besser im Fett ver­tei­len. Zu klein sollten die Stücke nicht sein, da sie sonst beim Absie­ben in der Salbe bleiben.

Wenn die Blüten vor­be­rei­tet sind kann das Kochen begin­nen. Das Fett wird in einem großen Topf erhitzt, bis es sich voll­stän­dig ver­flüs­sigt hat. Anschlie­ßend können die Blüten zuge­ge­ben werden, wor­auf­hin die Flüs­sig­keit kurz auf­schäumt. Aus diesem Grund sollte ein großer, hoher Topf gewählt werden, um ein Über­ko­chen zu ver­hin­dern. Die Blüten müssen einige Minuten im flüs­si­gen Fett erhitzt werden, bis dieses eine orange-gelb­li­che Farbe annimmt. Anschlie­ßend wird die Masse durch ein Sieb abge­gos­sen, sodass nur die reine Flüs­sig­keit ohne Stück­chen übrig bleibt. Zum Abfül­len eignen sich beson­ders leere Sal­ben­büch­sen oder kleine Gläs­chen. Die Flüs­sig­keit braucht eine Weile, bis sie fest ist, und sollte daher bei Zim­mer­tem­pa­ra­tur eine Weile ruhen, bevor sie ver­wen­det werden kann.

Die Menge der benö­tig­ten Zutaten richtet sich nach der gewünsch­ten Inten­si­tät der Salbe – je mehr Blüten, desto inten­si­ver, ver­steht sich. Die Fett­menge ent­spricht unge­fähr der End­menge in Salbe, wobei beim Absie­ben mit etwas Verlust zu rechnen ist. 

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